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Bürgerstiftung WieslochDie „Bürgerstiftung Wiesloch“ hat viel Not lindern können

Die „Bürgerstiftung Wiesloch“ hat viel Not lindern können

veröffentlicht: 25. Mai 2008, 1992 mal gelesen, Kommentare deaktiviert für Die „Bürgerstiftung Wiesloch“ hat viel Not lindern können

Rhein-Neckar-Zeitung, 20.05.2008

Das zeigt der Tätigkeitsbericht der Stiftung für das abgelaufene Jahr – 2008 steht ganz im Zeichen der Hilfe für Kinder in Wiesloch

Wiesloch. (oé) Am 4. Mai 2006 wurde die Bürgerstiftung Wiesloch ins Leben gerufen. Seither ist es gute Tradition, immer am Gründungstag ein Stiftungs-Forum abzuhalten, um über die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres zu berichten. Diesmal konnte der Stiftungsvorsitzende Michael Sieber für das Jahr 2007 zwei besondere Höhepunkte vermelden: zum einen die Aktion „Aus eins mach zwei“, in der sich regionale Unternehmen verpflichtet haben, bis zu einer Gesamtsumme von 100 000 Euro jeden Euro, den die Bürgerstiftung bis zum Jahr 2010 einwirbt, zu verdoppeln; der andere „absolute Höhepunkt“ war die Verleihung des Gütesiegels durch den Bundesverband der Bürgerstiftungen. Dass die Bürgerstiftung Wiesloch diese Auszeichnung bereits nach nicht einmal zwei Jahren ihres Bestehens erhalten hat, macht den Vorsitzenden schon ein bisschen stolz: „Das Gütesiegel ist Ansporn, aber auch Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Michael Sieber. Seinen Worten zufolge arbeitet die Bürgerstiftung Wiesloch „ausschließlich ehrenamtlich“, sodass die gestifteten und gespendeten Gelder „eins zu eins“ für den Stiftungszweck verwendet werden: nämlich Maßnahmen zu fördern, die „der Chancengleichheit, dem sozialen Frieden, dem Miteinander derKulturen und Generationen und einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen“. Dabei hat man besonders die Bereiche der Jugend-, Familien- und Altenhilfe, der Erziehung und Bildung und des Natur- und Umweltschutzes sowie die Unterstützung von finanziell bedürftigen Personen und Familien im Blick.

Auf all diesen Feldern hat die Bürgerstiftung Wiesloch 2007 viel bewirkt, wie der Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft deutlich macht. Die Projekte reichen vom „Wieslocher Bücherregal“ (einer Tauschbörse für Bücher) bis zur Unterstützung für das Kühlauto der „Wieslocher Tafel“ oder die Kinderkleiderstube des Kinderschutzbundes (die RNZ berichtete). Das „Naturtagebuch“ des Naturschutzbundes für Kinder der Schillerschule wurde ebenso gefördert wie die Fortbildung ehrenamtlicher „Lesepaten“, die Grundschulkindern vorlesen und mit ihnen über das Gelesene sprechen, um Fantasie und Sprachkompetenz der Kinder anzuregen. Diesem Ziel dient auch das Projekt „Lesestart“, an dem sich die Bürgerstiftung gleichfalls beteiligt: Im Rahmen ihrer Besuche bei jungen Eltern überreichen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Broschüre „Start ins Lesen“ und ein kleines Bilderbuch.

Die Linderung sozialer Benachteiligung gerade bei Kindern ist der Bürgerstiftung besonders wichtig. So übernahm die Bürgerstiftung die Kosten, damit Kinder aus armen Familien an Ferienspaßaktionen (wie dem ZirkusWiWaDi), an Klassenfahrten oder besonderen Unterrichtsprojekten (wie der Bläserklasse derMerianschule) teilnehmen konnten.

Im Jahr 2008 soll die Förderung von Kindern unter dem Moto „Kinder wachsen in Wiesloch“ sogar das Schwerpunkt-Thema der Bürgerstiftung sein. Dabei gilt einem Projekt besonderes Augenmerk: der Einrichtung eines „offenen Mittagstischs“, die man gemeinsam mit der Gerbersruhschule und dem Kinderschutzbund angehen will, um Kindern eine warme Mahlzeit und Betreuung zu bieten, wenn sie beides zu Hause nicht in ausreichendem Maße bekommen können.

Immer wieder hat die Bürgerstiftung Wiesloch im vergangenen Jahr auch direkte Hilfe geleistet, wenn Familien unverschuldet in Not gerieten. Die Bürgerstiftung springt nach den Worten von Vorstandsmitglied Rosemarie Stindl immer dann ein, wenn keine Behörden oder anderen Einrichtungen helfen können und eine akute Notlage überwunden werden muss. Die Bandbreite reichte dabei von der kurzfristigen Übernahme von Heiz- und Stromkosten über einen Zuschuss zum Schul-Mittagsessen bis hin zur Hilfe für eine alleinerziehende Mutter in Ausbildung, damit sie die Nachmittagsbetreuung für ihren Sohn bezahlen konnte.

Angesichts dieses breiten Aufgaben-Spektrums freut sich die Bürgerstiftung über jeden, der sein Scherflein zur Finanzierung der Projekte beiträgt – seien es die Stifter, die 1000 Euro oder mehr ins Stiftungskapital eingezahlt haben (derzeit sind es Michael Sieber zufolge 114), oder seien es Spender, die bestimmte Projekte unterstützen wollen. Einige besonders gelungene Aktionen hob Michael Sieber eigens hervor, darunter die Veranstaltungs-Reihe „Wieslocher LesArt“ vom April 2007, die allein einen Erlös von zirka 20 000 Euro zugunsten der Bürgerstiftung brachte. Deren Stiftungskapital beläuft sich inzwischen auf rund 210 000 Euro, aus deren Zinserlöswohltätige Projekte finanziert werden können.

 

 

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