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Bürgerstiftung WieslochSchülerförderpreis 2014

Schülerförderpreis 2014

veröffentlicht: 10. Juli 2014, 3595 mal gelesen, keine Kommentare bisher

In diesem Jahr wurden drei mit jeweils 500 € dotierte Schülerförderpreise vergeben, um zwei Schüler und eine Schülerin auszuzeichnen, die durch das, was sie geleistet haben, durch ihr Verhalten, durch ihre Haltung zu Vorbildern geworden sind und einen besonderen Schulabschluss erreicht haben.

Die Bürgerstiftung Wiesloch ist dem Gemeinwohl in der Stadt Wiesloch verpflichtet – also dem Wohlergehen der Menschen, die hier leben, arbeiten und lernen. Und für dieses Wohlergehen braucht es nicht nur ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, dazu Frieden, Sicherheit, Bildungschancen – sondern auch Hoffnung, Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft. Diese Eigenschaften werden durch den Schülerförderpreis ausgezeichnet.
Im März dieses Jahres luden wir die Schulleiter aller weiterführenden Schulen in Wiesloch eingeladen, Schülerinnen und Schüler für den Schülerförderpreis zu nominieren. Aus den eingegangenen Nominierungen hat eine Jury die Preisträger ausgewählt.

Hubert-Sternberg-Schule

v. l.: Schulleiter Becker, Abdulkadir Yüce, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)

v. l.: Schulleiter Becker, Abdulkadir Yüce, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)

Bei der Schulentlassungsfeier Anfang Juni bekam Kadir Yüce den Preis der Bürgerstiftung Wiesloch. Er sei nach Meinung der Jury ein Vorbild, wenn es darum gehe, die Chancen, die einem gegeben werden, entschlossen zu ergreifen, und sich dabei gleichzeitig auch noch in solidarischer Weise zu engagieren.
Kadir zeichnete sich – so Dr. Johann Gradl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, in seiner Laudatio – durch außerordentliche Lernbereitschaft, Selbstdisziplin, Ausdauer und soziale Kompetenz im Schulalltag aus die sich in einer Kombination von eigener Leistung und gelebter sozialer Kompetenz, u.a. im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ manifestierte. Aber es gebe noch einen weiteren Grund für den Preis, was Dr. Gradl folgendermaßen ausführte: „Sie erhalten den Preis auch dafür, dass Sie mit Ihrem Beispiel den Weg ebnen für ein Stück Normalität. Normalität, die darin besteht, dass es für den Schulabschluss keinerlei Unterschied macht, ob eine Schülerin oder ein Schüler deutsche oder ausländische Wurzeln hat. Damit dies Realität wird, braucht es natürlich auch ein entsprechendes Umfeld. Insofern hätten auch Herr Becker und Herr Haas und alle anderen Lehrkräfte, die Sie gefördert haben, einen Preis verdient. Ebenso natürlich auch Ihre Familie.“

Ottheinrich-Gymnasium

v. l.: Chr. Annuschat, Franziska Pross, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)

v. l.: Chr. Annuschat, Franziska Pross, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)

Aus dem Abiturjahrgang 2014 des Ottheinrich-Gymnasiums erhielt Franziska Pross den Schülerförderpreis aus den Händen von Dr. Johann Gradl. In seiner Laudatio ging er – sichtlich bewegt – auf das schwere Schicksal ein, dem sich die Schülerin ab der 9. Klasse stellen musste: ihre Mutter erkrankte schwer und Franziska pflegte sie bis zu ihrem Tod im letzten Jahr. Franziska habe sich trotz massiver Belastung und gewaltiger Trauer die Hoffnung bewahrt und den Glauben an die eigene Kraft nicht verloren, sondern die immensen Herausforderungen dieser vier Jahre in beeindruckender Weise angenommen und sich selbst sowie den Menschen in ihrer Umgebung Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft gegeben. Wer solch ein leuchtendes Beispiel ist, verdient eine besondere Auszeichnung, nämlich den Schülerförderpreis der Bürgerstiftung.

Johann-Philipp-Bronner-Schule
2014_Schuelerfoerderpreis-PatrickKraft_02_klBei der Abiturfeier am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium übergab Wolfgang Lehner, Mitglied im Vorstand der Bürgerstiftung, den dritten Schüler­förderpreis in diesem Jahr an Patrick Kraft.
Patricks Verdienst sei, so Lehner, dass er trotz seiner einseitig körperlichen Behinderung an Arm und Bein aus eigener Kraft in einer Regelschule in inkludierter Form sein Abitur abgelegt habe und so zeige, dass auch unter ungleichen Ausgangsbedingungen Ziele erreichbar seien. Neben diesen persönlichen schulischen Leistungen zeichnet der Preis auch Patricks positives Verhalten in der Klassengemeinschaft aus. Er war in seiner Klasse stets ein Ruhepol, auf Ausgleich bedacht, beanspruchte im Unterricht keine Sonderbehandlung. Seine Ausgeglichenheit war für Mitschüler und Lehrer ein großer Gewinn. Durch seine Charakterstärke war er Vorbild für viele Schüler und Schülerinnen. Wolfgang Lehner fasste es in seinem Schlusssatz zusammen: „Patrick, Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Mutmacher für andere Menschen!“

 

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