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Käfer und Co. sind eingezogen

veröffentlicht: 18. Juli 2018, 1924 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Blüten, Blätter und Beete aus der gleich­namigen Ausschreibung bieten nun in insgesamt sieben Schulen und Kindergärten und -tagesstätten vielen Kleinstlebewesen ein neues zu Hause und den Schülern einen neuen Zugang zur Natur.

Von Mai 2017 bis Juli 2018 entstanden vielfältige neue Areale in Kindergärten/ -tagesstätten und Schulen, die von der Bürgerstiftung Wiesloch finanziell gefördert wurden. Vertreter der Stiftung konnten sich jeweils vor Ort überzeugen, dass das Geld bestimmungsgemäß und sehr gut eingesetzt wurde. Die teilnehmenden Institutionen betonten ausnahmslos, dass sie sehr dankbar für die Ausschreibung waren; ohne die Förderung wären sie nicht in der Lage gewesen, die Maßnahmen durchzuführen. Oft waren zwar Ideen vorhanden gewesen, aber die Mittel für die Umsetzung hatten immer gefehlt.

Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung haben die einzelnen Projekte nicht nur das Naturbewusstsein der Kinder gestärkt. Sie haben ebenso in vielerlei Hinsicht die Kinder dazu angehalten, ihre Umgebung näher zu betrachten und auf neue Weise wahrzunehmen. Die Kinder lernen durch das eigene Tun die Natur in ihrem unmittelbaren Umfeld zu schätzen und sie erkennen, dass die Natur unsere Hilfe und unseren Respekt braucht. Außerdem wird das Verantwortungs­bewusstsein für die „Garten-/Pflanzenbeauftragten“ in der Schülerschaft auf besondere Weise gestärkt.

Blitzlichter aus den einzelnen Projekten:

Ganz links wohnt die verpuppte Raupe

Große Aufregung herrschte kürzlich im Waldkindergarten Zipfelmützen, als man eine verpuppte Raupe im neu erstellten und toll bepflanzten Hochbeet entdeckte. „Da kommt bestimmt bald ein Schwalbenschwanz raus“, waren sich die Kinder sicher, denn sie hatten einige Zeit zuvor einen über das Beet flattern gesehen. Nun schauen sie täglich nach, ob der neue Schmetterling bald schlüpft. Zwischenzeitlich ernten sie Schnittlauch und Petersilie, um selbst Kräuterbutter herzustellen.

Büsche für die Hecke werden gepflanzt

Die Maria-Sibylla-Merian-Grundschule setzte ein sechsteiliges Schulgartenprojekt um, mit Bienen- und Schmetterlingspflanzen, Vogel- und Insektenunterschlupf, Vogelfutterspender für den Winter, Beerenhecken, Sonnenblumenbeet und Nutzgarten. 800 Frühjahrsblüher wurden im Herbst eingepflanzt, und die Freude war groß, als ein halbes Jahr später ein herrliches Blumenmeer erblühte. Für den Nutzgartenbau wurden sogar Eltern und Geschwister aktiviert.

Einweihung des Hochbeets

Praxisnaher Heimat- und Sachkundeunterricht findet seit geraumer Zeit sehr anschaulich im Schulhof der Grundschule Schatthausen statt. Der eher triste Hof wurde mit dem Fördergeld der Bürgerstiftung umgestaltet. Eine Hecke bietet nun den Kindern eine Trennung zur Straße und vielen Insekten Unterschlupf und Nahrung. Ein ausladendes Hochbeet wird von den Kindern zusammen mit ihren Lehrerinnen gepflegt und ab und zu auch abgeerntet. Die Pflegearbeiten werden als Schulprojekt von Klasse zu Klasse weitergereicht. Der Förderkreis und viele anpackende Eltern haben zur schnellen Umsetzung erheblich beigetragen.

Noch im Sommer 2017 schafften es die Schüler des Wahlkurses „Schulhofgestaltung“ der Gerbersruh-Gemeinschaftsschule, den sehr in die Jahre gekommenen Steinlehrpfad zu restaurieren und neu zu bepflanzen.
Es war harte Arbeit, die großen völlig überwucherten Steine vom Gestrüpp zu befreien, und auch die vielen Tonnen Kies schippten sich nicht alleine an die vorgesehenen Plätze. Da war das Anlegen zahlreicher Blumenbeete eine echte Erholung.
Besonders schön ist an diesem Projekt, dass der Steinlehrpfad begehbar und für Schüler und die Öffentlichkeit nutzbar ist.

Hochbeet im Bau

Beim Schulfest der Berta-Benz-Realschule konnte die neue Kräuterschnecke und der Rohbau des Hochbeets bereits bewundert werden. Gemüse und frische Kräuter sollen von den Schülern verarbeitet werden und Anschauungsmaterial für den Biologie­unterricht liefern. Die beiden neuen Bereiche ergänzen den bestehenden Schulgarten hervorragend, der sich über Jahre hinweg in der Schule bewährt hat – nicht zuletzt dank des hohen Engagements der zuständigen Lehrerin.


Das Ottheinrich-Gymnasium pflanzte drei Weidentipis, die durch Gänge verbunden sind. Schüler und Bienen erfreuen sich gleichermaßen an diesem Rückzugs- und Spielort. Die Tipis werden von der Schulgarten-AG gepflegt und instandgehalten. Sie sind Teil der Schulhofumgestaltung, in deren Rahmen auch noch ein Bauerngarten und eine Bienenwiese entstehen werden.

Aufgrund akuten Personalmangels konnte die siebte mit einer Förderung bedachte Institution, der Kindergarten St. Gallus Baiertal, seine Pläne einer Kräuterspirale sowie eines Insekten- und Bienenhotels noch nicht umsetzen.

 

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