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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Wieslocher Handschlag

veröffentlicht: 12. Februar 2017, 1399 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Gutes Zusammenleben zeichnet sich durch viele Facetten aus. Wem ist was dabei besonders wichtig? Das wollen wir in einer neuen Initiative mit Vertretern aus der Bevölkerung herausfinden.

In Wiesloch funktioniert das Zusammen­leben schon recht gut, wenn man das rege Vereinsleben und die vielen ehren­amtlichen Angebote betrachtet. Und doch gibt es auch viele Bereiche, in denen es knirscht. Es geht um ganz alltägliche Dinge, die einen aufregen, die man aber nie wirklich artikuliert.

Lasst uns drüber reden!
Was möchte ich (nicht), wenn ich mit anderen in dieser Stadt zusammenlebe? Es geht nicht um Sachthemen wie Minderheiten, Verkehrsprobleme o.ä., sondern um unser Verhalten, um Achtsamkeit, Aufmerksamkeit für andere, Respekt; es geht darum, das eigene Handeln zu überdenken und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass andere die Dinge anders sehen. Wir wollen wissen, was ein gutes Zusammenleben in Wiesloch für Sie bedeutet. Wir möchten erfahren, was Ihnen für ein gelungenes Miteinander wichtig ist. Und wir wollen gemeinsam die Ergebnisse in die Bevölkerung tragen:

Hand drauf!
Am Ende des Prozesses formulieren wir die wichtigsten Werte für ein gutes Miteinander, als Anstoß, das tägliche Zusammenleben respektvoll und rücksichtsvoll zu gestalten. Der „Wieslocher Handschlag“ wird ein Dokument ähnlich der „Wiener Charta“, die zu diesem Projekt anregte.
Der Titel stammt aus einer Diskussion, die Schüler des Gemeinschaftskunde­kurses Klasse 10/11 im Ottheinrich-Gymnasium zum Thema geführt haben.

Was genau passiert hierbei?
Bis zum Sommer 2017 trifft sich jeweils eine Gruppe von Wieslochern in einer von fünf Runden zu Gesprächen, Auseinandersetzungen, Diskussionen. Die Teilnehmer werden per Zufallsgenerator aus dem Einwohnerregister ermittelt und persönlich eingeladen. Vielen Dank an die Stadtverwaltung für die Unterstützung an dieser Stelle.
Wir hoffen sehr, dass diese Einladungen rege angenommen werden, geben sie doch jedem Einzelnen die Gelegenheit, das zu artikulieren, was ihn positiv oder negativ umtreibt. Hier bekommt jeder ein offenes Ohr; jeder hat hier die Möglichkeit, sich für das alltägliche Zusammenleben einzubringen.

Die Gesprächsrunden werden von sog. Bürgermoderatoren moderiert. Es sind Menschen aus Wiesloch, die sich zum Bürgermoderator ausbilden ließen. Die Schulungen wurden von Natasha Walker pro bono für die Bürgerstiftung Wiesloch durchgeführt, im anregenden Ambiente der Denkwerkstatt, die uns das Palatin mietfrei zur Verfügung stellte – ein herzliches Dankeschön an Frau Walker und Herrn Schindlmeier.

Das Projektteam
Die Idee zu diesem Vorhaben kam von unserem Stiftungsratsvorsitzenden, Dr. Lars Castellucci. Planung und Durchführung liegen in den Händen des Projektteams aus Kerstin Jürgensen (Projektleitung), Birgit Weigelmann, Birgit Spazier, Benjamin Hertlein und Eckhart Kamm (im Foto von links). Vom Vorstand der Bürgerstiftung sind Dr. Johann Gradl und Rosemarie Stindl beteiligt.

 

Märchenzeit im Advent

veröffentlicht: 12. Dezember 2016, 4401 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Auch in diesem Jahr freuten sich wieder viele Kinder und etliche Erwachsene an den Märchen und Geschichten aus aller Welt, die an den beiden mittleren Advents­wochenenden von der Bürger­stiftung angeboten wurden.

Im noch leerstehenden ehemaligen Laden von Bücher-Dörner zauberte Projekt­leiterin Anke Merk ein orientalisch anmutendes kleines Vorlese- und Erzählreich mit glitzernden Stoffen, urigen Sitzgelegenheiten und vielen Lichtern. Zur heimeligen Atmosphäre trugen natürlich auch duftender Tee und leckere Plätzchen bei, mit denen die kleinen und großen Gäste großzügig umsorgt wurden.

Wir danken den Erzählern, die wieder für ein abwechslungsreiches Programm sorgten und die Zuhörer mit besinnlichen, lustigen oder spannenden Geschichten in nahe und ferne Länder mitnahmen. Ebenso danken wir Familie Volker Braun für die Überlassung der Räumlichkeiten. Auch den kleinen und großen Zuhörern danken wir, die unsere Spendendose mit insgesamt knapp 100 € gut gefüllt haben. Ein besonders großes Danke­schön gilt Anke Merk, die sich um die gesamte Organisation kümmerte, sowie allen, die sie dabei unterstützten.

 

Abschlusstag Migrationsgeschichte/n

veröffentlicht: 9. November 2016, 3196 mal gelesen, keine Kommentare bisher

zahnrad_klSo intensiv wie die Veranstal­tungen der vorangegangenen fünf Wochen war auch der letzte Tag der Veranstaltungsreihe. Ein gelungener Abschluss der Wies­locher Migrationsgeschichte/n.

Der wohl wichtigste Satz, der an diesem Tag zu Möglichkeiten und Grenzen der Integration gefallen ist:
Wir als Gesellschaft gehen auf ein Ziel hin: wir sind Deutsche, weil wir alle auf die gleiche Zukunft hin arbeiten, und nicht, weil wir alle z.B. hier geboren sind oder die deutsche Sprache sprechen.

Das Fazit der gesamten Reihe steckt in diesen Zitaten von Teilnehmenden:
• „Ich wünsche mir, dass es weitergeht. Es ist so wichtig, auf dieser Basis weiterzumachen, um den Reichtum zu zeigen, der in unser Land kommt.“
• „Ich komme aus Heidelberg und habe drei Veranstaltungen mitgemacht und bin tief beeindruckt.“
• „Die Gespräche mit den Zeitzeugen waren so interessant; es gab endlich die Möglichkeit, die Geschichte der Leute zu erfahren, mit denen man schon mal zu tun hatte, z.B. Schuhmacher Sahin.“
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Migrationsepochen in Wiesloch

veröffentlicht: 28. Oktober 2016, 2174 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

plenum-mit-blick-auf-buehne_klFünf Epochenabende befassten sich im Oktober mit 70 Jahren Zuzug und Einwanderung in Wiesloch. Es waren facettenreiche, breit angelegte Info- und Gesprächsabende mit abwechslungs­reichen Formaten. So gab es neben einem Impulsreferat immer ein bis zwei Gesprächsrunden und Interviews; ab und zu kamen musikalische oder filmische Einlagen oder kurze Lesungen dazu; in den Pausen und vor und nach der Veranstaltung standen die Referenten immer für Gespräche zur Verfügung.
wp-podium_klViele Betroffene kamen zu Wort, sowohl Menschen mit eigener Migrations­situation als auch Menschen, die diesen Migranten beim Ankommen in Wiesloch geholfen haben. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Gäste: (weiterlesen…)

 

Gärtnern als Kulturdialog

veröffentlicht: 6. Oktober 2016, 3007 mal gelesen, keine Kommentare bisher

2016-herbst-spendertreffen-9_klEineinhalb Jahre ist es her, dass der Pachtvertrag für einen interkulturellen Gemeinschafts­garten unterschrieben und mit der Urbarmachung des Geländes am Friedhof Wiesloch begonnen wurde. „Wurzelwerk“ steht mittlerweile für eine wunderbare Gemeinschaft von Leuten unterschiedlicher Herkunft, die gemeinsam den Garten angelegt haben und sich mittlerweile an der zweiten Ernte erfreuen. Das Wissen aus Ungarn, Griechenland, Polen, Gambia u.v.m. kommt geballt zum Einsatz. Man tauscht seine Erfahrungen sowie Setzlinge und Samen aus für die eigenen kleinen Parzellen, und man kümmert sich zusammen um die Gemeinschaftsfläche mit Beeten, Sandkasten und Feuerstelle. (weiterlesen…)

 

Gemeinsam kann es gelingen

veröffentlicht: 5. Oktober 2016, 1455 mal gelesen, keine Kommentare bisher

blick-ins-publikum-hintere-reihen_kl„Die ‚Wieslocher Migrations­geschichte/n‘ tragen in besonderer Weise dazu bei herauszufinden, wie wir gemeinsam zum Gelingen eines guten Zusammenlebens in unserer Stadt beitragen können.“ So fasste BM Ludwig Sauer die Auftaktveranstaltung zusammen.

Zuvor waren im zentralen Teil der Veranstaltung 22 Wieslocher Bürgerinnen und Bürger auf der Bühne und hatten genau das sehr authentisch dargestellt.
jindro-s-zeitstrahl-sitzend-afrodite-k-oriana-g-burcin-g-alejandro-v-sultan-d-vicky-j_klEs waren Menschen, die selbst nach Wiesloch „eingewandert“ sind bzw. aus einer Familie von Einwanderern stammen; sie kamen der Liebe wegen oder weil der Vater hier von HDM angeworben wurde, weil sie vertrieben wurden oder weil sie vor Krieg oder Verfolgung fliehen mussten. Sie haben familiäre Wurzeln im Osten, in der Türkei, im Kosovo, in Brasilien, Griechenland, Ungarn oder Indien. Viele der 22 Zeitzeugen sind uns in Wiesloch in ganz anderen Zusammenhängen bekannt, z.B. Gisela Schulz oder Jindro Stehlik, und bei etlichen hätte man den Migrationshintergrund nicht vermutet. Ihre Geschichten machen betroffen, lassen aber auch viel Mut schöpfen. „Wir sollten nicht auf Teufel komm raus integrieren, wir sollten einfach zusammen leben!“ war da zu hören, und „Ich bin mit der Familie aus der Hölle ins Paradies Wiesloch gekommen. Danke, Wiesloch.“ Sie alle haben das Leben in unserer Stadt bereichert; sie sind lebende Beispiele, dass Integration gelingen kann, wenn man aufeinander zugeht. (weiterlesen…)

 

Lebende Bücher in der Stadtbibliothek

veröffentlicht: 19. September 2016, 2209 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Diese Bücher sind nicht aus Papier und Druckerschwärze sondern aus Fleisch und Blut. Es sind Menschen, die ihre Geschichte erzählen. Im Rahmen der „Wieslocher Migrationsgeschichten“ stehen zunächst 12 Lebende Bücher zum „Ausleihen“ bereit. Es sind Wieslocher Bürgerinnen und Bürger, die teils selbst nach Wiesloch eingewandert sind, teils Einwanderern beim Ankommen, Fußfassen und Einleben geholfen haben. Man kann so mit Menschen ins Gespräch kommen, denen man im Alltag sonst kaum begegnet wäre; und man erfährt Interessantes über Menschen, die man oberflächlich kennt oder schon öfter gesehen hat, aber mit denen man noch nie länger gesprochen hat.

Wie funktioniert das?

  • Sie buchen ein Lebendes Buch bei der Stadtbibliothek, Tel. 06222-92 93 15 oder online (s. u.), mindestens eine Woche vor dem gewählten Termin (s.u.).
  • Zum vereinbahrten Termin findet das Gespräch mit maximal zwei weiteren „Ausleihern“ in der Bibliothek statt.
  • Die ersten 20 Minuten gehören dem Lebenden Buch. Danach dürfen Sie nachfragen, was Sie noch genauer interessiert.
  • Insgesamt dauert das Gespräch nicht länger als 45 Minuten.

Wann findet das statt?
Mittwochs, 18:15 – 19 Uhr: 26.10.2016, 23.11.2016, 18.01.2017, 15.02.2017
Samstags, 13:15 – 14 Uhr: 29.10.2016, 26.11.2016, 21.01.2017, 18.02.2017

Welche Lebenden Bücher kann man buchen?
Zwölf Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen sich, mit Ihnen über ihr Leben zu sprechen und über die Beweggründe, warum sie in Wiesloch gelandet sind. Wer das ist, erfahren Sie hier. Auf dieser Seite können Sie auch direkt online eine Buchungsanfrage an die Stadtbibliothek abschicken.

 

Öffentliches Bücherregal für Baiertal

veröffentlicht: 19. September 2016, 2789 mal gelesen, keine Kommentare bisher

einweihung-buecherregal-baiertal-16_klWieslochs Ortsteil Baiertal bekam von der Bürgerstiftung ein öffentliches Bücher­regal. Ein neuer Treffpunkt nicht nur für Buch­liebhaber ist vor dem Bürgerhaus entstanden.

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Mit diesen Worten begann Ortsvorsteher Karl-Heinz Markmann seine Rede zur Einweihung des neuen öffentlichen Bücherregals vor dem Bürgerhaus in Baiertal. Vor fast zwei Jahren war die Bürgerstiftung Wiesloch mit der Idee an ihn herangetreten, auch in Baiertal nach dem Vorbild in der Kernstadt ein Bücherregal aufzustellen. (weiterlesen…)

 

Wieslocher Migrationsgeschichte/n

veröffentlicht: 9. August 2016, 3612 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Neue Veranstaltungsreihe befasst sich mit sieben Jahrzehnten Zuwanderung in Wiesloch. Von 2.10. bis 6.11.2016 ist die Öffentlichkeit zu vielen verschiedenen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Wiesloch hat eine bunte Vergangenheit. Die Veranstaltungsreihe bindet die jetzige Situation mit rund 550 Flüchtlingen in den geschichtlichen Hintergrund von Flucht, Vertreibung und Migration in unserer Stadt ein. Anhand der historischen Entwicklung hier vor Ort sieht man, dass im Laufe der Jahrzehnte viele Menschen aus unterschiedlichen Motiven und unterschiedlichen Ländern und Kulturen in unsere Stadt gekommen sind; immerhin rund 23 % der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Vorträge, Diskussionsrunden, Filme, Workshops und flankierende Aktionen beleuchten die Wieslocher Geschichte der Migrationen und Integrations­prozesse der letzten 60 – 70 Jahre. (weiterlesen…)

 

Singen im Park 2016

veröffentlicht: 30. Juli 2016, 3397 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Singen mit Konrad KnopfEine weitere Saison ging beschwingt und in bester Laune zu Ende. An jedem Juli-Donnerstag schallten im Gerbers­ruhpark die unterschiedlichsten Lieder aus mehr als 90 Kehlen.

Kaum war der letzte Ton am vierten Abend verklungen, öffnete der Himmel kurz seine Schleusen. Aber da war das „Singen im Park“ für dieses Jahr gerade zu Ende gegangen – zumindest fast: denn ein kleines Grüppchen ließ sich nicht abhalten, das geplante Abschlusspicknick doch zu machen. Man setzte sich kurzerhand unter das Pavillondach und genoss die gute, regenerfrischte Luft bei mitgebrachten Leckereien in feuchtfröhlicher Runde. (weiterlesen…)

 

 

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