Franz Schaidhammer, Manfred Stindl, Matthias Rohr – Geballte Finanzkompetenz für höchste Transparenz

Die Bürgerstiftung Wiesloch ist mittlerweile bekannt für eine Vielzahl von Projekten, die sie in der Stadt umgesetzt hat bzw. die sie dauerhaft durchführt. Dazu gehören die öffentlichen Bücherregale, der Besuchsdienst „Zeitgeschenk“, Lese- und Rechenpatenschaften und vieles mehr. Das ist nur möglich, weil es an einer entscheidenden Stelle Leute gibt, die sowohl den Überblick über die Durchführung haben als auch ständig die Finanzen der Institution im Auge behalten.

Mit letzterem sind in der Bürgerstiftung drei Männer betraut: Franz Schaidhammer ist der Finanzvorstand, Manfred Stindl macht die Buchhaltung, Matthias Rohr führt die Wirtschaftsprüfung durch.

Franz Schaidhammer übernahm aufgrund seines beruflichen Hintergrund den Bereich Finanzen, als er 2018 in den Vorstand der Bürgerstiftung gewählt wurde. Dass es mit Manfred Stindl schon seit Jahren jemanden gab, der die Buchhaltung ehrenamtlich machte, empfand er als große Entlastung. „Die Buchhaltungszahlen liefert Manfred Stindl monatlich, so dass wir Vorstände immer auf dem Laufenden sind und beste Entscheidungsgrundlagen haben,“ so Schaidhammer. „Durch die separate Buchhaltung haben wir das Vier-Augen-Prinzip, und Manfred ist sehr akribisch, dem fällt alles auf.“

Manfred Stindl sagt dazu: „Ich habe viel von Hans-Peter Ertle gelernt. Der war damals pro-bono-Wirtschaftsprüfer der Bürgerstiftung und sehr skeptisch, ob ein ehrenamtlicher Laie das wirklich hinbekommt, obwohl ein professionelles Computerprogramm dafür genutzt wird und ich berufshalber Vorkenntnisse habe. Ich hatte so eine Art Casting bei ihm, und ich konnte ihn überzeugen.“ Er scheue sich nicht, so Stindl weiter, nachzufragen und kritisch zu sein. Mittlerweile habe er einen gewissen Ehrgeiz entwickelt.

Matthias Rohr, beruflich im Bereich Wirtschaftsprüfung tätig, übernahm 2022 die Buchprüfung der Bürgerstiftung von Hans-Peter Ertle, als dieser altersbedingt damit aufhörte. Er testiert der Bürgerstiftung eine korrekte und übersichtliche Führung der Geschäfte. Er prüft pro bono jährlich das abgeschlossene Geschäftsjahr und erstellt einen Bericht. Als Wieslocher verfolgt er die Aktivitäten der Bürgerstiftung schon lange und war gerne bereit, die Prüfung zu übernehmen. „Mein Aufwand ist überschaubar, weil die Bücher übersichtlich und korrekt geführt sind. Ich lese auch die Vorstandsprotokolle, um z.B. zu prüfen, ob die Ausgaben bewilligt wurden. Ich schaue von außen auf die Kontobewegungen – neutral und strikt.“

Mit dieser Konstellation sei eine größtmögliche Transparenz gewährleistet, sind sich die drei Herren einig. Das sei für eine Bürgerstiftung sehr wichtig, denn „es ist ja nicht unser eigenes Geld, deshalb müssen wir besonders sorgfältig damit umgehen.“ Das schaffe Vertrauen. „Sogar das Finanzamt weiß mittlerweile, dass wir korrekt arbeiten,“ schmunzelt Schaidhammer, „zuletzt mussten wir den Prüfbericht gar nicht mehr bei der Steuererklärung mit einreichen.“

Für die Bürgerstiftung ist es ein Gewinn, drei erfahrene und hochprofessionelle Personen im Finanzbereich zu haben, die alle ehrenamtlich ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen. So spart sie jährlich einen fünfstelligen Betrag allein für Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung – Geld, das so in ihre Projekte in und für die Stadt fließt. Und alle Ehrenamtlichen in diesen Projekten können sich ganz auf die Durchführung der Projekte konzentrieren im Wissen, dass man sich an anderer Stelle um die Finanzen kümmert.

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