Meike South – Ehrenamtliches Engagement ist in jeder Lebensphase möglich

Wer sich fragt, ob ein ehrenamtliches Engagement auch für junge, berufstätige Menschen mit kleinen Kindern möglich sein kann, bekommt von Meike South ein klares „Ja“. Sie ist 36 Jahre alt, lebt mit ihrem Ehemann und den beiden kleinen Kindern seit knapp fünf Jahren in Wiesloch; die beiden Erwachsenen sind vollzeitbeschäftigt. Und doch arbeitet Meike South in der Bürgerstiftung Wiesloch im Team Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtlich mit. Wie kam es dazu?

Angefangen hat alles mit einem Zufall. Als die Familie vor knapp fünf Jahren aus Südafrika nach Wiesloch zog, war der Hausrat noch auf dem Seeweg. Als etwas vom damals sechs Monate alten Sohn kaputt ging, gingen die Souths im Werkstatt-Café. „Das war unser erster Kontakt zur Bürgerstiftung Wiesloch“, erinnert sich South. „Wir waren sofort begeistert von der Vielfalt der Projekte.“

Für die junge Mutter war schnell klar, dass sie sich hier engagieren wollte. Ihr Beruf als Marketing-Fachfrau macht ihr so viel Spaß, dass sie ihre diesbezüglichen Fähigkeiten gern auch in ihrer Freizeit einsetzen wollte. Die Bürgerstiftung nahm sie herzlich in ihr damals frisch gegründetes KOMM-Team auf, ganz ohne feste Stundenvorgaben, einfach so, wie es passt. Gemeinsam mit dem Team entwickelte sie z.B. Leitfäden für eine einheitliche Kommunikation und überarbeitete die Website. „Ich bringe mich mit dem ein, was ich kann und gern mache, und lerne dabei die Menschen hinter all den verschiedenen Projekten kennen“, sagt South. Für sie eine echte Win-Win-Situation.

Für South war von Anfang an klar, wirklich ankommen kann man nur, wenn man aktiv auf Menschen zugeht. Ihrem Mann gelingt das über den Sport, sie selbst ist in der Bürgerstiftung und im Kindergarten ihrer beiden Kinder aktiv. Sie will ihren Kindern vorleben,  was ihr selbst wichtig ist. „Wir sind Teil der Gemeinschaft hier. Wir helfen, wo wir gebraucht werden, mit dem, was wir können.“ Sie hofft schon jetzt, dass ihre Kleinen später, in der weiterführenden Schule, an Projekten des sozialGenial-Programms teilnehmen, das die Bürgerstiftung nach Wiesloch geholt hat. Seit zwei Jahren leitet South die Marketing-Abteilung eines mittelständischen Unternehmens, arbeitet Vollzeit an einem hybriden Arbeitsplatz und hat immer wieder Außendiensteinsätze. Wie schafft man es da mit zwei kleinen Kindern und keinen Verwandten in der Nähe, sich auch ehrenamtlich zu betätigen? „Mein Mann und ich ziehen da wirklich an einem Strang,“ sagt South, „und in der Bürgerstiftung geht es besonders leicht. Man ist flexibel, kann so viel oder so wenig einbringen, wie es gerade passt, und trifft dabei immer nett, verständnisvolle und hilfsbereite Leute. Jeder findet in der Bürgerstiftung etwas passend zu seinen Interessen und seiner verfügbaren Zeit.“ Und wer weiß, wer die Bürgerstiftung heute als Nutzerin oder Nutzer kennt, könnte sie morgen von einer ganz anderen Seite erleben. Genau wie Meike South.

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