Stand 9.3.2026
- Einleitung
- Finanzen
- Fundraising
- Qualitätssicherung
- Wertschätzung
- Kooperation & Vernetzung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Direkte Unterstützung NEU
- Schwerpunktthema Kinder & Jugendliche
- Schwerpunktthema Nachhaltigkeit
- Schwerpunktthema Pluspunkt Alter
- Schwerpunktthema ZusammenLeben!
- Die Verantwortlichen in der Bürgerstiftung Wiesloch NEU
- Finanzielle Zuwendungen an die Bürgerstiftung Wiesloch NEU
- Impressum
Einleitung
Auch in diesem Jahr gilt: Wenn wir diese Zeilen schreiben, herrscht immer noch Krieg in Europa. Und ein Ende des Schreckens ist nicht abzusehen.
Aber auch die Fortsetzung gilt weiterhin: „Dennoch – und auch gerade deshalb – muss das bürgerschaftliche Engagement in unserem Land und in unserer Stadt, wo wir glücklicherweise in Frieden leben können, weitergehen.“
Wir wollen und müssen Solidarität zeigen: mit den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, und mit Menschen, die etwa von steigenden Preisen für Energie und Lebensmittel überfordert sind.
Wir wollen aber auch „Katalysator“ sein für Menschen mit zukunftsweisenden Ideen, die einen Rahmen brauchen, um diese umzusetzen.
Wir glauben, dass uns das im vergangenen Jahr erneut recht gut gelungen ist. Entscheiden Sie selbst – nach Lektüre unseres Tätigkeitsberichts. Und geben Sie uns gerne Rückmeldung – etwa über unser Kontaktformular. Vielen Dank im Voraus dafür.
Danke

Auch im Jahr 2024 haben wir zahlreiche Gründe, “Danke” zu sagen.
Der Dank gilt zunächst und in allererster Linie den vielen ehrenamtlich Aktiven, welche die Bürgerstiftung Wiesloch mit lebendiger Vielfalt erfüllen und das eigentliche Kapital der Bürgerstiftung darstellen.
Wir danken sehr herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die dafür sorgen, dass die Projekte und festen Einrichtungen der Bürgerstiftung Wiesloch solide finanziert werden können.
Ein besonderes Dankeschön geht an folgende Unternehmen, Institutionen und Vereinigungen aus der Region, die uns im Jahr 2024 mit einer Spende von 500 Euro oder mehr unterstützt haben:
- Comet GmbH
- Jochen Filsinger
- Daniel Gefäller
- Markus & Sandra Lotsch
- MLP SE
- Moore Treuhand Kurpfalz
- Karin Nachtigal
- Architektur & Design Klaus Pfaff
- Psychatrisches Zentrum Nordbaden
- Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker) Deutschland
- Annegret Sonnenberg
- trigeo GmbH
- Volksbank Kraichgau eG
- Dr. Gunthard Weber
- Markus Winterstein
Finanzen
Stiftungsvermögen
Im Jahre 2024 ist das Stiftungsvermögen erneut kräftig gewachsen, und zwar um 28.966 Euro. Das ist vor allem auf die großzügigen Spenden aber auch darauf zurückzuführen, dass wieder spürbare Kapitalerträge verzeichnet werden konnten. Zum 31.12.2024 betrug das Stiftungsvermögen 827.504 Euro (Vorjahr 795.742 Euro)

Das Stiftungsvermögen setzt sich zusammen aus:
- dem Stiftungskapital, also der Summe des sog. Einrichtungskapitals bei Gründung der Stiftung sowie aller Zustiftungen (514.115 Euro)
- der Freien Rücklage, die nicht der zeitnahen Mittelverwendung unterliegt und der jährlich 1/3 der Kapitalerträge und 10% der übrigen Einnahmen zugeführt werden dürfen (130.106 Euro)
- den Sonstigen Rücklagen, hierzu gehört die Nutzungsgebundene Rücklage in Höhe des Sachanlagevermögens in Höhe von 4.214 Euro und die Umschichtungsrücklage in Höhe der in früheren Jahren und im laufenden Jahr realisierten Kursgewinne (9.881 Euro), also insgesamt 14.095 Euro
- der nicht verbrauchten Zuwendungen (117.934 Euro)
- und dem Mittelvortrag (51.254 Euro).
Zweckgebundene Zuwendungen, die im Berichtsjahr nicht abfließen, werden in der Bilanz gesondert nachgewiesen. Sie haben sich leicht von 119.312 Euro auf 117.934 Euro vermindert. In der Kostenrechnung werden sie projektbezogen erfasst und den Einzelbudgets im Folgejahr gutgeschrieben.
Das Stiftungskapital, das nicht verbraucht werden darf, erhöhte sich von 510.115 Euro auf 514.115 Euro. Die Zustiftungen betrugen also 4.000 Euro.

Mittelherkunft
Während Zustiftungen unmittelbar dem nicht verbrauchbaren Grundkapital zufließen, können und müssen die Erträge hieraus sowie die übrigen Einnahmen der Stiftung zeitnah für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Den Hauptanteil machen nach wie vor die Spenden aus, die zwar von 63.708 Euro auf 46.055 Euro zurückgingen, aber im langfristigen Vergleich noch immer erfreulich hoch waren. Als Kapitalerträge konnten 16.804 Euro vereinnahmt werden, der höchste Betrag seit vielen Jahren. In den Sonstigen Erträgen in Höhe von 17.745 Euro sind Zuwendungen aus staatlichen Kassen und von anderen Stiftungen, aber auch Geldauflagen der Gerichte zugunsten der Bürgerstiftung enthalten.. Wir sind allen, die mit ihren Zuwendungen die Arbeit der Bürgerstiftung unterstützt haben, von Herzen dankbar.
2024 fand letztmals das Bürgerstiftungskonzert der „Nachtigallen“ mit ihren Freunden statt. Außerdem wurde wie alle zwei Jahre zu einem Galaball ins Palatin geladen. So konnte nach Abzug aller Aufwendungen ein ansehnlicher Gewinn aus den Benefizveranstaltungen in Höhe von 5.874 Euro vereinnahmt werden.

Mittelverwendung
Mit 43.767 Euro entfiel der weitaus überwiegende Teil der Aufwendungen auf sog. „Gemeinnützige Zwecke“. Das sind Projekte und Daueraufgaben der Stiftung. Daneben unterstützt die Bürgerstiftung Wiesloch auch Personen und Familien, die sich in einer wirtschaftlichen Notlage befinden. Es handelt sich dabei um sog. „Mildtätige Zwecke“ im Sinne der Abgabenordnung. Für diese „Direkte Unterstützung“ und für die Unterstützung von Kindern zur Teilnahme an schulischen und außerschulischen Veranstaltungen wurden 7.037 Euro (Vorjahr 6.325 Euro) aufgewendet. Direkte Zuwendungen, die im Rahmen des Netzwerks Asyl geleistet werden, sind hierin nicht enthalten. Da sie von dem Team des Netzwerks Asyl bewirtschaftet werden, sind sie Teil der Projektförderung.
Hinzu kommen Kredite, die wir zur Überbrückung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zinslos zur Verfügung stellen. Sie werden nicht als Aufwand gebucht, da sie bilanziell die Forderungen erhöhen. Sie sind damit in den Förderaufwendungen nicht enthalten. 2024 wurden neue Darlehen in Höhe von 6.680 Euro gewährt, gleichzeitig wurden 7.689 Euro getilgt. Fünf Kredite in Höhe von insgesamt 1.474,58 Euro, die bereits seit Jahren nicht mehr bedient werden, mussten als „voraussichtlich unbeibringlich“ ausgebucht werden. Beschlüsse des Lenkungskreises vom Netzwerk Asyl und von der DU-Gruppe liegen vor Außerdem wurde in einem Fall die Restzahlung von 410 Euro erlassen, weil seit Jahren regelmäßig getilgt wurde. Im Übrigen gehen die vereinbarten Tilgungen regelmäßig ein. Die Überbrückungsdarlehen hatten zum 31.12.2024 einen Stand von 6.781 Euro.
Für betrieblichen Aufwendungen mussten 7.295 Euro ausgegeben werden. Hierin enthalten sind Versicherungen, Beiträge an den Verband deutscher Stiftungen, die Raumkosten für die Geschäftsstelle im Gebäude Rathausgasse 1, soweit sie nicht auf Förderprojekte entfielen. Ebenfalls enthalten sind die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit. Dem stehen Einnahmen von 3.150 Euro gegenüber, so dass die betrieblichen Aufwendungen netto lediglich bei 4.145 Euro lagen.

Fördertätigkeit nach Kategorien
Die Fördertätigkeit der Bürgerstiftung mit den vielfältigen Projekten und Aufgaben wird in folgende Schwerpunktbereiche zusammengefasst:
- Kinder und Jugendliche, 12.083 Euro
- (Lesepaten, Rechenpaten, Märchenzelt, Schülerförderpreis, Mal-Oase, Leseclub Frauenweiler, Kinder und Jugendliche allgemein)
- Pluspunkt Alter: 5.581 Euro
- (Demenzfreundliche Kommune, Zeitgeschenk, Patientenbegleitung, Wiesloch für alle, Singen im Park, Shared Reading, Pluspunkt Alter allgemein)
- Nachhaltigkeit: 5.230 Euro
- (Wurzelwerk, Gemeinsam für die Artenvielfalt, Fair-Trade-Town, Wieslocher Werkstattcafé, Nachhaltigkeit allgemein)
- Netzwerk Asyl 18.956 Euro
- Zusammenleben 1.917 Euro
- (Öffentliche Bücherregale, Sommerfest für Ehrenamtliche)
- Direkte Unterstützung (mildtätige Zwecke): 7.037 Euro.

Freistellungsbescheid
Die Bürgerstiftung Wiesloch ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Die Anerkennung gilt jeweils für 3 Jahre. Nach Vorlage der Steuererklärung für die Jahre 2019 – 2021 erteilte das Finanzamt Heidelberg am 6. Juli 2022 erneut einen Freistellungsbescheid, der die Stiftung bis einschl. 2026 von der Körperschafts- und Kapitalertragssteuer befreit und zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen berechtigt. Die nächste Steuererklärung steht 2025 für die Jahre 2022 bis 2024 an.
Kapitalanlagen
Der Stiftungsrat beschloss in seiner Sitzung vom 6.4.2021 auf Vorschlag des Vorstands eine Änderung der Anlagerichtlinien. Durch diese Änderung kann ein höherer Kapitalanteil als bisher ertragsbringend angelegt werden. Dabei wird die Sicherheit der Geldanlage nicht vernachlässigt, und schließlich fühlt sich die Stiftung auch bei den Geldanlagen den allgemeinen Nachhaltigkeitskriterien verpflichtet.
Durch Verschmelzung eines börsennotierten Indexfonds (ETF) konnte ein realisierter Kursgewinn in Höhe von 801 Euro der Umschichtungsrücklage zugeführt werden.
Zum 31.12.2024 waren die nachhaltigen Mischfonds, ein ETF und eine DZ-Bank-Anleihe mit 245.923 Euro aktiviert, der Kurswert lag zur gleichen Zeit bei 265.618 Euro, so dass zum Stichtag von stillen Reserven in Höhe von 20.495,56 Euro ausgegangen werden kann.
Hinzu kommt ein Genossenschaftsanteil der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau in Höhe von 50.000 Euro. Außerdem hatten zum Jahresende die festverzinsliche Termingelder bzw. Sparkassenbriefe einen Stand von 450.000 Euro.
Fundraising
Qualitätssicherung
Für eine gemeinnützige Einrichtung wie die Bürgerstiftung Wiesloch kommt es nicht nur darauf an, Gutes im Sinne des Stiftungszwecks zu tun. Es müssen zusätzlich eine Reihe von “Hausaufgaben” gemacht werden, damit die Qualität dauerhaft stimmt. Zu diesen “Hausaufgaben” gehören:
Jahresabschluss

Die Grundlage von soliden Finanzen stellt eine saubere Buchhaltung dar. Manfred Stindl kümmert sich seit mehreren Jahren verantwortlich darum. Wir danken Manfred Stindl sehr herzlich für diesen enorm wichtigen Beitrag.
Seit 2022 wird der Jahresabschluss vom Matthias Rohr geprüft. Matthias Rohr ist Wirtschaftsprüfer und Partner der Moore Treuhand Kurpfalz GmbH mit Sitz in Mannheim und wohnt in Wiesloch.
Nach eingehender Prüfung konnte Matthias Rohr die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses bescheinigen. Die Prüfung des Jahresabschlusses 2024 erfolgte im März 2025. Ende April wird der Jahresabschluss dem Stiftungsrat zur Genehmigung vorgelegt.
Dank dieser professionellen Bewertung dürfen wir ohne Einschränkung behaupten, dass die Bürgerstiftung Wiesloch in finanziellen Angelegenheiten über jeden Zweifel erhaben ist.
Datenschutz
Mit Wolfgang Lehner, dem Datenschutzbeauftragten der Bürgerstiftung Wiesloch, steht der Vorstand im Austausch. Jährlich wird zudem ein Datenschutzbericht in Form eines Protokolls erstellt. So auch für 2024.
Wir nutzen seit Anfang 2022 eine sog. Nextcloud, eine digitale Plattform, die u.a. zum (kontrollierten) Austausch von Dateien und Dokumenten dient. Betreiber dieser Plattform ist das Unternehmen unaone imc services mit Sitz in Lübeck. Dieses Unternehmen betreibt seit Bestehen der Bürgerstiftung unsere Homepage und liefert einen konstant hervorragenden Service. Datenschutz und Datensicherheit genießen bei diesem Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert.
Die Bürgerstiftung besitzt darüber hinaus ein digitales Archiv in Form einer externen Festplatte. Für diese existiert eine Datenschutzdokumentation.
Der Vorstand der Bürgerstiftung räumt dem Thema Datenschutz hohe Bedeutung ein und praktiziert in der täglichen Arbeit einen sorgsamen und sparsamen Umgang mit personenbezogenen Daten.
Wertschätzung
Das wahre Kapital einer Bürgerstiftung bilden die ehrenamtlich Aktiven. Für die Bürgerstiftung Wiesloch gilt: Ca. 200 Ehrenamtlich Aktive leisten Monat für Monat über 2.000 Stunden an unbezahlter – und unbezahlbarer – Arbeit.
2019 würdigten wir dieses großartige Engagement erstmals mit einem Fest auf dem Gelände des Feldbahnmuseums, gefolgt von einem Fest auf dem schönen Gelände der Nordbadischen Fabrikproduktionen (NFp), welches wir Einladung des SPHV nutzen konnten. 2024 durften wir bei den Boule-Freunden Wiesloch zu Gast sein. Einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern gibt es hier.
Die Arbeit der Bürgerstiftung trägt zum sozialen Miteinander der Stadt bei. Dies findet regelmäßig Ausdruck in Würdigungen seitens der Stadt, so auch im Jahr 2024:
Erika Schultze wurde für ihr Engagement in zwei Projekten der Bürgerstiftung, der Patientenbegleitung und Wiesloch für Alle, sowie für weitere ehrenamtlichen Tätigkeiten bei Wieslocher Organisationen die Ehrenplakette der Stadt Wiesloch verliehen.
Die zweite Ehrenplakette durfte Rudolf Leib entgegennehmen. Er ist in zwei Projekten der Bürgerstiftung nicht mehr wegzudenken: Im Netzwerk Asyl ist seit 2024 mit verschiedenen Aktivitäten dabei, aktuell mit den Schwerpunkten Kontaktstunde und Begegnungscafés. Auch im Werkstattcafé ist er von Beginn an dabei und dort vor allem in der Abteilung Fahrradreparatur aktiv.

Kooperation & Vernetzung
Auch wenn es immer einzelne Persönlichkeiten braucht, die mutig vorangehen und andere mitziehen, so ist das Ergebnis der Arbeit der Bürgerstiftung Wiesloch doch stets eine Gemeinschaftsleistung. Gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist ein zentraler Schlüssel zum Erfolg.
Kooperation innerhalb der Bürgerstiftung
Seit der Errichtung der Geschäftsstelle finden regelmäßig ca. alle drei Monate Treffen von Vorstand und dem Kreis der Teamleiterinnen und Teamleiter (Mitglieder des Leitungsteams) statt. Diese Treffen bieten allen Beteiligten die einmalige Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, was an anderer Stelle in der Bürgerstiftung passiert. 2024 fanden diese Treffen weiterhin per Videokonferenz statt, da die Geschäftsstelle nicht genügend Raum für den inzwischen recht großen Kreis von Personen bietet.
Von wesentlicher Bedeutung ist darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen den Organen der Bürgerstiftung: Stiftungsforum, Stiftungsrat und Vorstand.
Das Stiftungsforum fand auch 2024 wieder am Gründigungstag der Bürgerstiftung, dem 4. Mai statt. Wir durften hierfür das neu gestaltete TSG-Center nutzen. Neben den obligatorischen Teilen (Berichts des Vorstands und Bericht des Stiftungsrats) wurde in diesem Rahmen das Ergebnis der Neuwahl des Vorstands verkündet, welche zuvor in Form einer Briefwahl stattgefunden hatte. Wiedergewählt wurden Edeltraut Schuckert, Franz Schaidhammer, Kai Schmidt-Eisenlohr und Johann Gradl. Jürgen Braun hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Stattdessen hatte Monika Gessat sich um einen Sitz im Vorstand beworben – mit Erfolg, wie Katrin Floegel, Vorsitzende des Stiftungsrats, verkünden konnte.
Lokale Kooperation
Die Bürgerstiftung Wiesloch lebt auch von der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Institutionen vor Ort. Kooperation auf Augenhöhe ist gewissermaßen Teil der DNA einer Bürgerstiftung. Die Bürgerstiftung Wiesloch erfreut sich einer exzellenten Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von bedeutenden Akteuren. Dazu gehören:
- Banken: Sparkasse Heidelberg und Volksbank Kraichgau
- Presse: Rhein-Neckar-Zeitung, Wieslocher Woche, Kraichgaulokal
- Soziale Einrichtungen: Caritas, Diakonie, Kinderschutzbund Wiesloch, Sozialpsychiatrischer Hilfsverein (SPHV), Stadtseniorenrat, Steingötter-Greiff-Stiftung, Wieslocher Tafel
- Stadt Wiesloch: Stadtverwaltung Wiesloch, insbesondere Generationenbüro, Vereinsbüro, Liegenschaftsverwaltung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadtbibliothek Wiesloch, Ehrenamtsbüro Wiesloch, Integrationsmanagement
- Rhein-Neckar-Kreis
- Palatin Wiesloch
- Buchhandlungen: Buchhandlung Dörner, Buchhandlung Eulenspiegel
- Vereine: Bündnis für Demokratie und Toleranz, Boule-Freunde Wiesloch
- Bildungseinrichtungen: Volkshochschule Südliche Bergstraße, Wieslocher Schulen, Evangelische Erwachsenenbildung
- Psychatrisches Zentrum Nordbaden
Wir danken allen Akteurinnen und Akteuren für die fruchtbare Zusammenarbeit im Jahr 2024.
Bundesweite Vernetzung

Es ist ein Markenzeichen von Bürgerstiftungen, voneinander lernen zu wollen. Um dies zu ermöglichen, braucht es Begegnung und Austausch.
Dies wird ermöglicht durch die „Stiftung Aktive Bürgerschaft“ sowie die „Bürgerstiftungen Deutschlands“ innerhalb des Bundesverbands Deutscher Stiftungen in Form von Regionalforen, Regionaltreffen und Webinaren, an denen Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerstiftung Wiesloch regelmäßig teilnehmen.
Dieser Austausch brachte schon mehrmals gute Ideen nach Wiesloch, so etwa das „Singen im Park“, angeregt durch die Bürgerstiftung Halle, oder den „Bürgerbrunch“ im Jubiläumsjahr 2016, einer Idee der Bürgerstiftung Kehl, oder zuletzt die Befassung mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals“ SDGs).
Auch dass die Bürgerstiftung seit 2007 ununterbrochen das Gütesiegel führen darf, ist u.a. Ergebnis dieser bundesweiten Vernetzung. Eine Bürgerstiftung muss bestimmte Kriterien erfüllen, um diese Auszeichnung zu erhalten. Die enge Einbindung in den bundesweiten Austausch hat dazu beigetragen, besser zu verstehen, was eine gute Bürgerstiftung ausmacht und wie der Weg dorthin aussehen kann. 2022 wurde das Gütesiegel erneut an die Bürgerstiftung erliehen – für die Jahre 2023 bis 2025.
Bis zum Sommer 2025 muss das Gütesiegel erneut beantragt werden – dann für die Jahre 2026 bis 2028.
Öffentlichkeitsarbeit
„Tue Gutes und lasse andere davon wissen.“ Getreu diesem Motto ist die Bürgerstiftung Wiesloch auf vielen Kanälen präsent.
Die große Neuerung des Jahres 2023 bestand in der Gründung des „KOMM-Teams“, welches auch 2024 seine Arbeit weiterführte. „KOMM“ ist dabei die griffige Abkürzung für „Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation“. Mittlerweile gehören neun ehrenamtlich Aktive dem Team an und decken alle „Kanäle“ ab: Printmedien, Homepage, Facebook, Instagram. Auch will das Team Projekte der Bürgerstiftung dabei unterstützen, über Aktivitäten und Vorhaben zu berichten.


Direkte Unterstützung NEU
Die Bürgerstiftung Wiesloch unterstützt mit der „Direkten Unterstützung“ Wieslocher Bürgerinnen und Bürger, die finanziell in Not geraten sind. Und dies seit nahezu 20 Jahren, unkompliziert, kompetent und schnell.
Wir – das Team der „Direkten Unterstützung“ der Bürgerstiftung Wiesloch – handeln, helfen und unterstützen ehrenamtlich und verändern somit durch unser Engagement das soziale Klima in unserer Heimatstadt positiv.
Die durch wohlwollende Spenderinnen und Spender zur Verfügung gestellten Geldmittel werden mit großer Sorgfalt verwaltet und kommen direkt und unmittelbar bei den bedürftigen Einzelpersonen und Familien an.
Im Jahr 2025 half die Bürgerstiftung Wiesloch über 20 bedürftigen Menschen, die unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. Unbürokratisch und zeitnah prüfte unser achtköpfiges Team, in enger Zusammenarbeit mit unseren Sozialpartnern wie Caritasverband und Diakonie, Wieslocher Schulen und anderen zuweisenden Einrichtungen, die Voraussetzungen für eine finanzielle Zuwendung und unterstützte durch Geldmittel oder Darlehen.
Wenn die erforderlichen finanziellen Rücklagen fehlen, können auch notwendige Haushaltsgegenstände, etwa eine Waschmaschine, nicht mehr beschafft werden. Hier helfen wir durch den Kauf des notwendigen Haushaltsgerätes und übernehmen auch die Anfahrt und den Anschluss durch eine Fachfirma – damit alles zuverlässig klappt und schnell Abhilfe geschaffen wird!
Neben älteren Menschen mit niedrigen Renten waren es im Jahr 2025 vor allen Dingen junge bedürftige Familien mit Kindern, die haushaltsnahe Aufwendungen, wie Strom-, Heizungs- und Nebenkosten nicht mehr zahlen konnten. Durch die Zuwendungen der Bürgerstiftung konnte in allein acht Fällen Stromsperren abgewendet oder aufgehoben und die Notlagen der Familien schnell gemildert werden.
Die begünstigten Personen waren im Berichtsjahr fast immer Empfänger von Grundsicherung oder einem geringem Einkommen mit Aufstockung von Sozialleistungen wie Wohngeld. In vielen Fällen verfügten die Betroffenen über einen Tafelausweis und damit einem Nachweis ihrer Bedürftigkeit.
Die Gewährung von finanziellen Hilfen durch die Bürgerstiftung erfolgte im Rahmen zinsloser Darlehen, Übernahme von Kautionen oder Anschaffungen von notwendigen Einrichtungsgegenständen. Durch direkte Zahlungen an die entsprechende, oft bereits mehrfach mahnenden Stellen, wie Stromversorger, dem Strafgericht oder Vermietern konnte in einigen Fällen sogar einem Wohnungsverlust entgegen gewirkt werden.
Die Kontaktaufnahme zum Team „Direkte Unterstützung“ erfolgt in der Regel telefonisch oder über unser Kontaktformular bzw. nach Terminvereinbarung auch vor Ort oder im Büro der Bürgerstiftung. Die Teammitglieder unterliegen der Datenschutz-Grundverordnung und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
- Projektteam: Melitta Wernecke, Ulrike Escherle, Jule Jungmann, Brigitta Martens-Aly, Edeltraut Schuckert, Anne Sonnenberg, Marianne Wermescher


Schwerpunktthema Kinder & Jugendliche
Lesepatenschaften NEU
Die Lesepatinnen und -paten begleiteten auch in diesem Jahr ihre Patenkinder zuverlässig und hochmotiviert beim Lesen- und Schreibenlernen. Zwar schrumpfte das Team bis zur Sommerpause geringfügig aufgrund unterschiedlicher persönlicher Gründe auf 25 Personen, aber es gab auch drei neue Interessierte. Die wurden im Herbst auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet und sind ab Januar 2026 einsatzbereit.
Schon früh im Jahr wurde deutlich, dass die im Vorjahr durchgeführte kleine Umstrukturierung in der Leitung des Teams positive Auswirkungen hat. Die Übertragung einiger Aufgaben von der Teamleitung auf jeweils eine Patin pro Schule verlief reibungslos, die Damen bringen sich seither sehr engagiert ein, und die anvisierten Ziele wurden erreicht. Das kleine Leitungsteam traf sich mehrfach zu Besprechungen. In den Schulen gab es Gruppentreffen, was dem schulinternen Patenaustausch sehr förderlich war. Teamleiterin Rosemarie Stindl bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung.
Zu zweit geht vieles besser, und so führten wir in jeder Schule eine Inventur in den Lesepatenschränken durch. Die vorhandenen Materialien wurden gesichtet, viele neue Materialien – zum Teil aus den Leseclubbeständen – kamen hinzu, Inventarlisten wurden erstellt. Dies war ein guter Anlass, sich grüppchenweise zu treffen, alles zu testen, sich untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen.
Dass die Bürgerstiftung mit ihren Angeboten immer auf der Höhe der Zeit ist, zeigte sich im Februar: für alle Lesepatinnen und -paten gab es eine Schulung zum Thema Künstliche Intelligenz. Sie enthielt neben allgemeinen Informationen zur KI vor allem viele praktische Beispiele, wie die KI uns beim Erstellen von passgenauen Aufgaben für die Patenkinder helfen kann. Etliche Rückmeldungen im Laufe des Jahres bestätigen, dass solche Weiterbildungen wichtig sind und die Erkenntnisse daraus gern angenommen und umgesetzt werden.
Seit die Stiftung Lesen auf ihrem digitalen Campus spezifische Kurse für freiwillig Engagierte in der Leseförderung anbietet, ist Fortbildung im eigenen Tempo für unsere Paten und Patinnen auch abseits gemeinsamer Lehrgänge einfach möglich. Die Bürgerstiftung belohnt dieses zusätzliche Engagement mit einem Präsent.
Darüber hinaus gab es, wie in jedem Jahr, weitere Treffen und Möglichkeiten zum Austausch, u.a. bei den Kaffeenachmittagen in Schiller- und Merianschule zusammen mit den Kollegien. Und der Tradition folgend veranstalteten die Patinnen und Paten in der Schillerschule zum Schuljahresende eine gemeinsame Spielstunde im Schillerpark.
- Teamleiterin: Rosemarie Stindl
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert


Rechenpatenschaften NEU
Auch 2025 gab es wieder viele positiven Rückmeldungen zum Engagement unserer Rechenpaten und -patinnen. Mit Wasserglasmethode® und vielen anderen Aktivitäten lernen die kleine Zahlenfüchse in lockerer Weise, mit den Zahlen im Zehnerraum umzugehen. Die Kinder werden sicherer und damit selbstbewusster, wie diese Aussage einer Lehrerin zeigt: „Dem Mädchen hat die Förderung sehr gut getan. Sie kann inzwischen dem Unterricht schneller folgen und traut sich, sich zu beteiligen.“
Wie erfolgreich die geduldige Unterstützung eines Paten sein kann, bestätigte eine andere Lehrerin unserer Teamleiterin Birgit Reimann-Groll gegenüber: „Der Junge hat sich so verbessert, dass wir ihn aus der Patenschaft nehmen und dem Rechenpaten ein anderes Kind geben konnten, das die Förderung dringend braucht.“ Ein anderer Pate hat kurzerhand ein zweites Kind aufgenommen, denn zu seiner Patenstunde tauchte ein Klassenkamerad des Patenkindes vor dem Raum auf und vertrieb sich eher schlecht als recht die Zeit. Nun verbringt er die Stunde sinnvoll und motiviert mit Mathe.
Die Paten und Patinnen werden kontinuierlich von Fachfrau Reimann-Groll betreut. Sie gibt den Ehrenamtlichen immer wieder Feedback und Unterstützung und fördert so deren Motivation. Die ist beeindruckend hoch, und die Patinnen und Paten entwickeln laufend Ideen, wie sie die Aufgaben immer wieder aufs Neue verändern und so die Stunden interessant gestalten können. Das wiederum schlägt sich positiv auf die Motivation der Kinder nieder. Einzelne Kinder brüsten sich sogar gegenüber anderen Kindern mit Aussagen wie „ICH darf jetzt zu meiner Patin und Mathe machen.“
Der Austausch der Patinnen und Paten untereinander wird stetig gefördert, sowohl bei Kurzschulungen und Feedback-Sessions als auch bei gemütlichen Treffen wie beispielsweise zum Schuljahresende im Biergarten.
Das Team der Rechenpatinnen und -paten besteht zum Jahreswechsel aus 17 Ehrenamtlichen.
- Teamleiterinnen: Rosemarie Stindl, Birgit-Reimann-Groll
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert

Leseclub Frauenweiler NEU
Der Leseclub Frauenweiler schloss Ende Juli nach fast genau sechs Jahren seine Pforten. Zwei Nachmittage pro Woche boten wir Grundschulkindern des Ortsteils Freizeitaktivitäten an, bei denen sie auf vielfältige Weise nicht nur beim Lesen, sondern auch im kommunikativen und gestalterischen Bereich gestärkt wurden. Durch die Förderung der Stiftung Lesen im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ war die Ausstattung sehr hochwertig und umfangreich, so dass die Kinder in vielerlei Hinsicht profitierten.
Der Austausch mit der Grundschule war intensiv, um den Kindern die bestmögliche Unterstützung zuteilwerden zu lassen. An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank der Rektorin Esther Kirsch.
Leider musste der Leseclub Ende Januar den Raum im ehemaligen Gemeindehaus verlassen. Dankenswerter bot uns der Stadtteilverein eine neue Bleibe in seinem Vereinsheim. Doch die erwies sich als nicht geeignet für die Vorgaben aus dem Förderprogramm (s. Bericht).
Das letzte halbe Jahr gestalteten wir nichtsdestotrotz mit gewohntem Einsatz. Wir boten spezifische Aktionen zu einzelnen Lesetexten und jahreszeitlichen Themen. Wir nahmen uns auch gesellschaftsrelevante Themen vor; so thematisierten wir z.B. „Kinderrechte“, lange bevor die Stadtverwaltung im Juli den „Platz der Kinderrechte“ in Wiesloch einrichtete. Besonderen Spaß machte allen die große Auswahl an (Leselern-)Spielen. Außerdem bastelten wir ausgiebig und ergatterten sogar noch einen der beliebten Workshops der Stiftung Lesen (s. Bericht).
Die letzten Leseclubstunden waren von einer gewissen Wehmütigkeit geprägt. Die Redensart „Man weiß den Wert einer Sache erst zu schätzen, wenn es sie nicht mehr gibt.“ bewahrheitete sich dabei, kamen doch sogar etliche Eltern mit ihren Kindern zur letzten Stunde, um sich persönlich bei den Betreuerinnen zu bedanken.
Wir danken allen, die uns über die Jahre hinweg unterstützt haben.
- Teamleiterin: Rosemarie Stindl
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert





Mal-Oase NEU
Seit nunmehr fast 10 Jahren läuft unser Projekt „Maloase“. Es ist ein sehr wertvolles, stilles Projekt, das sehr viel bewirkt.
In einem kleinen Kellerraum der Albert-Schweitzer-Schule stehen 3 oder 4 Kinder vor großen Leinwänden. Sie sind leise, sehr bei sich gekehrt und malen mit Händen oder Pinseln auf großen Leinwänden, um ihren emotionalen und psychischen Druck in Farbe auszudrücken.
Frau Angelika Senft-Rubarth schaut still und konzentriert zu. Sie ist Maltherapeutin und von Anfang an für die Bürgerstiftung künstlerische Leiterin dieses wichtigen Projektes. Bei den Kindern handelt es sich um Schüler und Schülerinnen, die von den Lehrern ausgewählt wurden, weil sie offensichtlich Hilfe brauchen. Die Probleme der Kinder sind vielfältig, verursacht z.B. durch Fluchterfahrung, Coronaspätfolgen, Scheidung der Eltern.
Mitfühlend leitet Frau Senft-Rubarth die Kinder an und bespricht auch die gemalten Bilder mit ihnen. Und so kann die Maloase eine erste Unterstützung bieten, um sich im Schulalltag besser zurechtzufinden, da die Kinder auf einen Therapieplatz meist länger waren müssen. Die Rückmeldung der Lehrer und Lehrerinnen über die Erfolge der Maloase bestärken uns darin, dass wir hier eine wichtige Aufgabe erfüllen können. Für mind. 12 Kinder, die 10 bis 12 Mal die Maloase besuchen, bieten wir einen geschützten Raum, in dem sie sich frei ihre Probleme von der Seele malen können.
Von diesem Angebot können mehrere Schulen des Schulzentrums profitieren. Es ist ein sehr wichtiges Projekt, das wir gerne weiterführen. Teilweise wird es durch Spenden finanziert, die unser Wieslocher Werkstattcafé durch ihre Reparaturen einnimmt.
Ursprünglich gegründet, um den traumatisierten, geflüchteten Kindern Hilfe anzubieten, hat sich die Maloase fest etabliert. In unseren unruhigen Zeiten gibt es immer mehr Situationen, mit denen Kinder zurecht kommen müssen und dadurch auch überfordert sind. Diese Kinder möchten wir auch in Zukunft nicht alleine lassen und diese Hilfe anbieten, um deren Alltag ein bisschen besser und freundlicher zu gestalten.
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert
- Maltherapeutische Projektleitung: Angelika Senft-Rubarth


Märchenzelt NEU
„Das ist ja soooo gemütlich und sieht aus wie in 1001 Nacht“. Viele Kommentare dieser Art haben wir gehört an den beiden Wochenenden im Advent. Unser Märchenzelt gibt es nun 17 Jahre und mittlerweile sind die 25 VorleserInnen, HelferInnen und PlätzchenbäckerInnen ein eingespieltes Team. Wir konnten erfreulicherweise auch neue VorleserInnen und HelferInnen begrüßen. Einige waren nicht mehr dabei, weil sich Lebensumstände verändert hatten.
In der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung und den Räumlichkeiten, die in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt seit ein paar Jahren zur Verfügung stehen, haben wir uns gut etabliert. Die wirklich gemütlich warme Stube, märchenhaft dekoriert, lockte mehr als 150 Kinder an, die sich die winterlichen Geschichten aus verschiedenen Ländern und internationalen Märchen gespannt anhörten. Selbstgebackene Plätzchen und guter Tee erwärmten zusätzlich die Herzen.
Vier Schülerinnen aus der Johann-Philipp-Bronner Schule unterstützen uns im Rahmen der Sozialgenial Initiative engagiert und mit Interesse. Auch backten sie Plätzchen für unsere kleinen Zuhörer.
Die gute Besucherzahl und atmosphärische Stimmung gibt uns Antrieb das Märchenzelt auch die nächsten Jahre fortzuführen.
Bei unserem gemütlichen Nachtreffen mit Pizza und guter Stimmung berieten wir über die Zukunft des Märchenzeltes. In den nächsten Jahren werden wir die organisatorische Arbeit auf mehrere Schultern verteilen und uns etwas anders organisieren. Hierzu suchen wir auch noch VorleserInnen und HelferInnen.
Unser Dank an alle ehrenamtlich Engagierte, die zum Gelingen beitrugen und den Fortbestand des Märchenzeltes ermöglichen.
- Projektleitung: Anke Merk
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert






Schülerförderpreis NEU
Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch wird an Schülerinnen und Schulen Wieslocher Schulen verliehen, die trotz schwieriger Bedingungen die Herausforderungen des Lebens annehmen und eine schulische Abschlussleistung erzielen, die außergewöhnlich ist.
Es sollen also Jugendliche ausgezeichnet werden, die in Bezug auf Ausdauer, Mut und Willensstärke Vorbildcharakter haben. Für den Schülerförderpreis kommen alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger von weiterführenden Schulen in Wiesloch in Betracht.
Der Schülerförderpreis wurde 2025 zum fünfzehnten Mal ausgeschrieben. Insgesamt wurden drei Absolventinnen und Absolventen von drei weiterführenden Schulen in Wiesloch ausgezeichnet. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.
- Mitglieder der Jury: Johann Gradl (Leitung), Monoika Gessat, Miriam Schindler, Klaus Pfaff
Schwerpunktthema Nachhaltigkeit
Eine Stiftung hat kein „Verfallsdatum“. Stiftungen sind für die „Ewigkeit“ angelegt. Dies gilt auch für Bürgerstiftungen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ in der Bürgerstiftung Wiesloch seit jeher eine große Rolle spielt.
Interkulturelle Gartengemeinschaft Wurzelwerk NEU
Seit 10 Jahren gibt es nun den Interkulturellen Garten „Wurzelwerk“ in Wiesloch. Das galt es zu feiern, hat sich doch unser Garten mit seiner wachsenden Gemeinschaft zu einem Ort der Begegnung in Wiesloch fest verankert. Der Garten selbst hat sich weiterentwickelt. Über mehrere Jahre sind Pflanzen und Bäume gewachsen, im Totholz- und im Lebendzaun entfalten sich Jahr für Jahr Lebensräume für Kleintiere und in der Gemeinschaft haben alle einen Platz und können sich entsprechend ihrer persönlichen Ressourcen einbringen.
Manche Menschen sind nur vorübergehend bei uns. Häufig sind es Menschen, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschland eingereist sind. Über die gemeinschaftliche Arbeit im Garten fällt es ihnen leichter, sich zu integrieren, die deutsche Sprache zu lernen und sich auszutauschen. Als Gemeinschaft, die Ankunft und Integration Geflüchteter unterstützen zu können, macht uns viel Freude und auch ein bisschen stolz.



Im März haben wir an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus Wiesloch und Umgebung“ teilgenommen. Gemeinsam mit Fridays for Future Wiesloch luden wir die Bevölkerung zu einer veganen Cookingparty zu uns in den Garten ein. Bei diesem lockeren Zusammentreffen wurde gemeinsam gegessen und bei netten Gesprächen am Lagerfeuer gesessen. Mitglieder beider Gruppen brachten vegane Gerichte aus aller Welt mit – das war sowohl für die Köchinnen und Köche als auch für alle Gäste eine tolle und interessante kulinarische Erfahrung.

Am selben Tag waren wir auch im Rahmen der Wieslocher Gemarkungsreinigung unterwegs, um weggeworfenen Müll einzusammeln. Ausgestattet mit Greifzangen und Müllsäcken durch den Bauhof Wiesloch säuberten wir das umliegende Gebiet Hauptstraße, Lempenseite, Güterstraße und Sofienstraße. Sehr erfreulich ist, dass sich immer wieder Kinder an der Gemarkungsreinigung beteiligen. Auch sie stattet der Bauhof mit kleinen Warnwesten aus, damit alle gut gesehen werden, wenn sie mit dem Müll wieder aus den Gebüschen herausspringen. Vor allem der alte Bahndamm im Bereich Güterstraße und Sofienstraße ist in jedem Jahr voll mit Plastik und Sperrmüll. Diesen entsorgen wir in einem vom Bauhof gestellten Container.

Auf dem Bild sitzt ein scharlachroter Feuerkäfer im Rosmarin. Er ist der „echte“ Feuerkäfer und abzugrenzen von der Gemeinen Feuerwanze, die sehr viel häufiger vorkommt und vor allem in Vorgärten anzutreffen ist.

Wir freuten uns sehr über einen erneuten Spendenscheck über 1.500 Euro vom Psychiatrischen Zentrum Nordbaden. Das PZN ist Mitglied der KLIMAWIN-Initiative des Landes Baden-Württemberg und engagiert sich aktiv für lokale Klimaschutzprojekte. Herr Dr. Olivier Elmer, der Vera Nitsche aus dem Leitungsteam den Scheck überreichte, betonte: „Das PZN unterstützt den Interkulturellen Garten sehr gern. Denn in diesem Projekt werden zwei Ziele engagiert miteinander verbunden, die uns auch als Unternehmen wichtig sind: Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Vielfalt.“ (Artikel in der Wieslocher Woche vom 22. Mai 2025). Mit dem Geld konnten wir die neue Hütte finanzieren.


Eine invasive Pflanze drohte, sich im Garten auszubreiten und ökologisch wertvolle und einheimische Pflanzen zu verdrängen. Hierbei handelte es sich um den Wiesen-Bärenklau. Bei Hautkontakt kann dieser zu schweren Verbrennungen führen. Behutsam wurden alle sichtbaren Pflänzchen in einer gemeinschaftlichen Aktion entfernt und dankenswerterweise durch die Städtische Friedhofsgärtnerei ordnungsgemäß über den Restmüll entsorgt.


Unser Garten wird von selbstgebauten Zäunen umrandet, die regelmäßig instand gehalten werden müssen. An einer Seite mussten Pfähle erneuert werden, weil sie morsch geworden sind. Der Totholzzaun wurde im Rahmen von Baumschnittarbeiten mit Ästen und Zweigen erweitert. Er ist ein Beispiel dafür, dass Gartenabfälle im natürlichen Kreislauf bleiben, denn in der Zeit der Verrottung bietet das Holz einen sicheren Lebensraum für Kleintiere.


Im August stand die Erneuerung der Hütte an. Die alte war nach 10 Jahren zu klein und undicht geworden. Und somit wurde die alte Hütte ausgeräumt und abgebaut und an ihrer Stelle eine neue größere Hütte aufgebaut.


Schließlich wurde im September im Rahmen unserer Jubiläumsfeier die Hütte eingeweiht.




Im Jahr 2025 gärtnerten im „Wurzelwerk“ 89 Menschen aus 12 Nationen, darunter 43 Kinder.
Wir sind sehr dankbar für die Gemeinschaft und unser wundervolles Plätzchen am Rande der Stadt und freuen uns auf die nächste Saison 2026!
Für die Wurzelwerker*innen: Marion Schmidt
- Teamleiterin: Vera Nitsche
- Vorstandspate: Kai Schmidt-Eisenlohr
Gemeinsam für die Artenvielfalt NEU
Auch 2025, im nunmehr 6. Projektjahr, konnte die Bürgerstiftung Wiesloch wieder einen nennenswerten Beitrag gegen das Insektensterben leisten – dank großzügiger Spenden von PZN, NABU und privaten Personen.
3,6 ha Fläche standen als Blühbrachen der Natur zur Verfügung; teilweise haben teilnehmende Landwirte aus Kulanz ihre Flächen stehen lassen, obwohl der Vertrag und damit die Zahlungen für Ertragsausfälle schon abgelaufen waren. Teilweise konnten auch neue Flächen unter Vertrag genommen und neu eingesät werden, sodass ein guter Mix aus
reiferen und frühen Blühbrachestadien in der Landschaft entstand.
Die Flächen liegen auf den Gemarkungen Schatthausen und Baiertal, in Wiesloch und Frauenweiler suchen wir weiterhin nach Partnern für neue Verträge. Wer sich dafür interessiert,
kann auch gern mal eine vorhandene Fläche besuchen und mit den Bewirtschaftern über deren Erfahrungen sprechen.
Das Wetter war nach dem Dürresommer 2024 etwas förderlicher für die Entwicklung von Pflanzen und Tieren: nach einem heißen, trockenen Juni folgte ein regenstarker Juli, der in der Natur ein Aufatmen ermöglichte.
Interesse an einer Exkursion in die Flächen kam vor allem vom Frauenforum: gleich zweimal, im Mai und im September, besuchte eine Gruppe von Frauen eine Blühbrache, um sich ein Bild zu machen von der Entwicklung der Fläche im Jahreslauf.
Die Begeisterung für die vielfältige Ausprägung war einhellig: sowohl im blühenden Frühsommeraspekt als auch im Spätsommer, wenn überwiegend Samenstände zu sehen sind, sind die Flächen voller (teils verborgener) Schönheit und Leben.
- Projektleiterinnen: Brigitta-Martens-Aly, Caroline Dürk
- Vorstandspate: Franz Schaidhammer



Wieslocher Werkstatt-Café NEU
Das Werkstatt Café ist mittlerweile bestens etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Kunden melden regelmäßig zurück, wie dankbar sie für das Angebot sind. Von großer Zufriedenheit zeugt einerseits die Tatsache, dass es inzwischen etliche Stammkunden gibt, und andererseits die bei jedem Termin gut gefüllten Spendenschweine. Die Rekordspendensumme von 427,20 € verzeichneten wir im September.
Bei jedem der acht Termine in diesem Jahr wurden mehr als 40 Reparaturen getätigt, der Rekord mit 57 Reparaturen gelang im Mai. Insgesamt wurden 377 Objekte angenommen, die Erfolgsquote lag bei durchschnittlich 76% pro Termin. Doch auch wenn eine Reparatur nicht mehr möglich war, wurde das von der Kundschaft nicht als Misserfolg bewertet, denn nun konnte man das Teil zumindest guten Gewissens entsorgen.
Das Team hat sich inzwischen auf 35 Ehrenamtliche vergrößert. Wir sind der Petrusgemeinde sehr dankbar, dass wir die Räume mit ihren idealen Bedingungen weiterhin nutzen können, sowie für die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Mittlerweile kommen auch vermehrt Gäste in den „Café-Bereich“, der dank der vom Café Behr gespendeten süßen Teilchen und Brezeln sehr einladend ist, um sich zunächst über unsere Arbeit zu informieren. Der eine oder andere Gast wurde später zum Teammitglied oder tauchte mit einem kaputten Gerät oder Textil wieder auf.
Das Interesse an unserem Werkstatt Café ist ungebrochen, obwohl mittlerweile auch in Walldorf, Dielheim und Sandhausen Reparatur-Cafés an den Start gegangen sind.
Anfang des Jahresfreuten wir uns über die Bewilligung unseres Antrags zum Förderprogramm „Reparieren statt wegwerfen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Mit dem Förderbetrag von 3.000 € schafften wir u.a. Werkzeuge, Mehrfach-Tischsteckdosen, eine Kabeltrommel, Fi-Stecker, ein Prüfgerät – Dinge, die bisher von einzelnen Teammitgliedern aus ihren privaten Beständen mitgebracht werden mussten.
Im Mai bejubelten wir die 1.000ste Reparatur. Außerdem begann in diesem Monat unser neues Angebot, alte Windows-10-Geräte auf eingeschränkte Kompatibilität mit Windows 11 zu prüfen. Grund dafür war die Ankündigung von Microsoft, für Windows 10 keine kostenlosen Softwareupdates über Windows Update und Sicherheitsfixes mehr anzubieten. Bei möglichem Update boten wir an, das Update durchzuführen. War ein Upgrade nicht möglich, spielten wir das Linux-Betriebssystem auf. So retteten wir viele Geräte vor der Verschrottung.
Wir beteiligten uns auch an zwei größeren Aktionen in der Stadt: im Juni im Rahmen des alljährlichen Stadtradelns boten wir ein „Fahrrad-Special“ an. Im Oktober nahmen wir an den Aktionstagen vom Klimanetz Wiesloch teil. Dort stellten wir zwei Bereiche unserer Arbeit vor: zum einen wurden defekte Geräte repariert, zum anderen wurde Linux Mint vorgestellt für diejenigen, die sich für die Umstellung von Windows auf Linux interessierten.
Im November stand wieder die elektrotechnische Unterweisung für neue und alte Teammitglieder an, die wieder durch die zertifizierten Fachleute im Team durchgeführt wurde. Anschließend fand eine schöne, stimmungsvolle Weihnachtsfeier als Dankeschön an das wunderbare Team statt, das sich durch Herzblut, Begeisterung und gegenseitige Hilfe auszeichnet.
- Leitungsteam: Karin Nachtigal, Sigrid Sauter-Gaa
- Vorstandspatin: Edeltraut Schuckert




Fairtrade-Town Wiesloch NEU
Seit dem 15. Mai 2023 ist Wiesloch Fairtrade-Town. Was mit der Auszeichnung als 837. Fairtrade-Town in Deutschland begann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem kontinuierlich wachsenden Engagement für fairen Handel und nachhaltigen Konsum entwickelt.
Auch im Jahr 2025 stand die Weiterentwicklung und Sichtbarmachung des Fairtrade-Gedankens in Wiesloch im Mittelpunkt der Arbeit der Steuerungsgruppe unter Leitung der Bürgerstiftung Wiesloch.
Fairbruary – fairer Start ins Jahr
Im Februar nutzte die Fairtrade-Town Wiesloch die deutschlandweite Aktion „Fairbruary“, um das Jahr bewusst unter das Motto der Fairness zu stellen. Gemeinsam wurde dazu eingeladen, fair gehandelte Produkte in den Alltag zu integrieren. In diesem Rahmen stellte sich Vorstandsmitglied und Vorstandspate Kai Schmidt-Eisenlohr einer besonderen Herausforderung und versuchte, seinen Einkauf in Wiesloch konsequent fair zu gestalten. Seine Erfahrungen zeigten deutlich, dass Wiesloch bereits gute Ansätze bietet, aber weiterhin großes Potenzial besitzt, das Angebot an fair gehandelten Produkten auszubauen und sichtbarer zu machen.
Kleidertauschparty am OHG
Bei der Kleidertauschparty am Ottheinrich-Gymnasium (OHG) boten Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Verköstigung faire Produkte an und machten damit insbesondere junge Menschen auf die Bedeutung des fairen Handels aufmerksam.
Festival for Future
Im Mai stellte die Bürgerstiftung Wiesloch beim Festival for Future unter anderem die Fairtrade-Town Wiesloch vor. Damit wurde der faire Handel in die breitere Nachhaltigkeitslandschaft der Stadt eingebettet.
Rezertifizierung der Fairtrade-Town Wiesloch
Ein besonderer Meilenstein im Jahr 2025 war die erstmalige Rezertifizierung der Fairtrade-Town Wiesloch. Damit wurde das kontinuierliche Engagement der Stadt und der Steuerungsgruppe offiziell bestätigt. Zusätzlich weisen neue Schilder an den Ortseingängen nun sichtbar auf den Titel „Fairtrade-Town Wiesloch“ hin und stärken die öffentliche Wahrnehmung des Projekts.
Einführung der Fairtrade-Stadtschokolade
Ein weiterer Höhepunkt war die Einführung der ersten Fairtrade-Stadtschokolade für Wiesloch. Die positive Resonanz zeigte sich darin, dass bereits im Einführungsjahr eine Nachbestellung erforderlich war. Aktuell ist die Stadtschokolade bei Aktionen der Fairtrade-Town Wiesloch erhältlich. Ziel ist es, sie ab dem kommenden Jahr auch im Wieslocher Einzelhandel anzubieten und damit den fairen Handel noch stärker in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger zu integrieren.
Herbstmarkt – „Vielfalt erleben“
Beim Wieslocher Herbstmarkt im September war die Fairtrade-Town Wiesloch mit einem Infostand vertreten. Dieser stand unter dem Motto der Fairen Woche „Vielfalt erleben“. Bei fair gehandeltem Kaffee und dem Mitmachspiel „Weltreise für Fairness“ konnte das Publikum mehr über Herkunftsländer von Fairtrade-Produkten erfahren. Die Stadtschokolade war ebenso präsent und lud zum Gespräch ein.
Eröffnung des Klimanetzes Wiesloch
Im Oktober 2025 wurde das Klimanetz Wiesloch offiziell eröffnet. Auch die Fairtrade-Town Wiesloch stellte sich im Rahmen dieser Veranstaltung vor.
Adventsaktion der Ministranten St. Augustinus
Auf dem Wieslocher Weihnachtsmarkt waren die Ministranten der Kirchengemeinde St. Augustinus mit einem Stand vertreten und machten dort den fairen Handel sichtbar. Unter anderem boten sie auch die Wieslocher Fairtrade-Stadtschokolade an. Gleichzeitig informierten sie mit Infoplakaten über den Fairtrade-Gedanken – ein schöner Beitrag zur Adventszeit, der Genuss und Information verband.
Ausblick: Faires Frühstück 2026
Für das Frühjahr 2026 ist bereits ein faires Frühstück in Kooperation mit der Petrusgemeinde geplant. Damit wird die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgeführt und ein weiteres niedrigschwelliges Angebot geschaffen, um Bürgerinnen und Bürger für fairen Handel zu begeistern.
Diese Aktivitäten zeigen, dass die Fairtrade-Town Wiesloch ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt, neue Akzente setzt und den fairen Handel nachhaltig in der Stadtgesellschaft verankert.
- Teamleiterin: Imke Victoria Fernandez
- Vorstandspate: Kai Schmidt-Eisenlohr




Stadtgrün für Wiesloch NEU
Die Anfänge dieses neuen Projektes der Bürgerstiftung gehen auf den Herbst 2024 zurück, als Dr. Gunthard Weber mit dem Vorhaben auf den Vorstand zukam, dass er eine größere Summe für Maßnahmen zur Begrünung der Stadt spenden wolle, um der Erwärmung der Städte als Folge der Klimaerwärmung etwas entgegenzusetzen und er anfragte, ob die Bürgerstiftung dabei mithelfen wolle.
Gut begrünte Städte sind attraktiv: man hält sich gern dort auf. Immer mehr Studien bestätigen die wohltuende, beruhigende Wirkung des Grüns auf die menschliche Seele. Kein Wunder, denn die Pflanzen reinigen die Luft, spenden Schatten im Sommer, sehen schön aus und bieten ganz nebenbei auch Lebensraum für Vögel, Eichhörnchen und Insekten. Stadtgrün kann aufgeheizte Städte im Klimawandel abkühlen und ist eine der wichtigsten Maßnahmen der Klimaanpassung für den Siedlungsbereich.
Fast aus dem Stand entstand die Projektgruppe Stadtgrün für Wiesloch, zu der der Initiator Gunthard Weber, die Umweltbeauftragte der Stadt Heike Lenz, Brigitta Martens-Aly und Christoph Aly, beide Mitglieder des Stiftungsforums der Bürgerstiftung und langjährig ehrenamtlich im Bereich Natur- und Umweltschutz tätig, und aus dem Vorstand der Bürgerstiftung Johann Gradl, Franz Schaidhammer und Monika Gessat gehören.
Das Ziel war bald formuliert: „Stadtgrün für Wiesloch 2025“ sollte Begeisterung für dieses Thema wecken und vor allem konkrete Projekte für mehr Grün in Wiesloch und den Ortsteilen ins Leben rufen. Der Weg dahin: Das „Förderprogramm“, mit dem Begrünungsmaßnahmen, die geeignet sind das Stadtklima zu verbessern, durch einen Zuschuss in Höhe von 30% der Kosten unterstützt werden. Zusätzlich zur Kostenbeteiligung, die alle Teilnehmer*innen am Förderprogramm bekommen, wurde für die drei besten Maßnahmen einen Preis ausgelobt. Und der „Ideenwettbewerb“ für Mitbürger*innen, die nicht die Möglichkeit zu eigenen Pflanzungen haben: Sie können Vorschläge einreichen und dafür ebenfalls prämiert werden.






Mit diesem Flyer konnte sich die Bürgerschaft über das Projekt informieren.
Am 13. März fand die Auftaktveranstaltung im Kulturhaus Wiesloch statt, zu der wir zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Oberbürgermeister Elkemann begrüßen konnten. Der Initiator Dr. Gunthard Weber führte das Publikum in einer Zeitreise in seinen Wohnort, den Schlosshof in Altwiesloch und zeigte, wie aus dem Anwesen, dessen Hof bis in die 80er Jahre als Parkplatz genutzt wurde, eine Oase wurde mit begrünten Höfen, üppigem Bewuchs von Fassaden, hohen schattenspendenden Bäume, blühenden Wiesen und lauschigen Sitzecken für die Bewohnerinnen und Bewohner.




Martin Klatt, Referent für Arten- und Biotopschutz beim NABU Baden-Württemberg, erläuterte in seinem interessanten, kurzweiligen und sehr anschaulichen Vortrag die wichtige Rolle der innerstädtischen Grünflächen – egal ob öffentliche Parks oder private Gärten. „Urbane Freiflächen können einen wichtigen Beitrag zur Abkühlung aufgeheizter Städte im Klimawandel und zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt beitragen“. Brigitta Martens-Aly stellte den Zuhörerinnen und Zuhörern das Wieslocher Projekt im Einzelnen vor: Welche Maßnahmen werden gefördert? Wie kann man sich bewerben, welche Fristen gibt es und welche Kriterien gelten für die Prämierungen? Oberbürgermeister Elkemann sicherte seitens der Stadtverwaltung zu, dass die Umweltbeauftragte Heike Lenz das Projekt Stadtgrün begleitet und auch die Stadt das Projekt insgesamt unterstützen werden. An Stehtischen konnten sich die Interessierten dann in Einzelgesprächen mit der Jury bei einem Getränk und Gebäck weiter informieren.

Schon bald nach der Auftaktveranstaltungen kamen die ersten Bewerbungen bei der Bürgerstiftung an. Insgesamt sechs Bewerbungen gab es für konkrete Maßnahmen, achtmal wurden Ideenvorschläge eingereicht. Beeindruckend war für uns, dass die Teilnehmer*innen mit offenen Augen durch die Stadt gegangen sind und Potenziale für Begrünung erkannt haben. Unerwartet war, dass sich mit einer Ausnahme die Vorschläge und Projekte sich nicht auf den eigenen Garten bezogen, sondern fast ausschließlich auf den öffentlichen oder halböffentlichen Raum.
So kam es, dass bei allen Pflanzungen, die nicht auf privatem Grund stattfinden sollten, zunächst in der Stadt nachgefragt und geprüft werden musste, ob der Vorschlag überhaupt realisiert werden kann. Das hatten wir im Vorhinein nicht erwartet und auch nicht welche Fragen abgeklärt werden müssen, bevor an einer Straße, einem Platz oder einem Gehweg eine nachhaltige Begrünung durchgeführt werden kann. Hierbei hat uns die Stadt in vorbildlicher Weise unterstützt. Da ist an erster Stelle Heike Lenz als Mittlerin zu nennen, da sie die Gespräche mit den Fachabteilungen mit viel Engagement in der Sache im Rathaus geführt hat. Für die Auswahl hitzeresistenter Pflanzenarten konnten wir uns auf die Expertise der Biologen im Team stützen, das Ehepaar Aly und Heike Lenz. Die konkreten Pflanzungen wurden vom Grünbauamt und der Stadtgärtnerei in der Regie der Stadt und auf deren Kosten übernommen.
Neben den von außen einlaufenden Vorschlägen machte sich die Jury daran, selbst in der Stadt Orte zu identifizieren, an denen es vor allem durch Baumpflanzungen möglich sein würde, das Stadtklima zu beeinflussen und Orte mit besserer Aufenthaltsqualität zu schaffen. Im Rahmen der Kooperation von Stadtgrün, Grünbauamt und Stadtgärtnerei wurden außerhalb des Wettbewerbs inzwischen zwölf Bäume neu gepflanzt, zwei weitere Bäume ersetzen abgestorbene Bäume im Stadtgebiet. Und ein Großprojekt, das von zwei Seiten an uns herangetragen wurde, wird im Laufe des Jahres 2026 von der Stadt in Angriff genommen.
Für die siebenköpfige Jury bedeutete 2025 eine intensive Arbeitsphase: Die Umsetzung der Projekte zu begleiten, sich mit den Bewerberinnen und Bewerbern über die Realisierungsoptionen auszutauschen und Hürden beiseitezuräumen, war spannend, aber war immer auch begleitet von der Gewissheit in dem Anliegen von Stadtgrün für Wiesloch gut voranzukommen. Das Projekt kommt im April 2026 mit der öffentlichen Ausstellung der Projekte im Foyer des Rathauses und der Preisverleihung zum Abschluss.
- Projektteam: Monika Gessat (Leitung), Gunthard Weber, Heike Lenz, Brigitta Martens-Aly, Christoph Aly, Franz Schaidhammer, Johann Gradl
Schwerpunktthema Pluspunkt Alter
Die Anfänge der Aktivitäten der Bürgerstiftung Wiesloch zur Unterstützung von älteren Menschen reichen in das Jahr 2012 zurück. Seither entstand ein breites Spektrum von Angeboten – stets in enger Abstimmung mit den anderen Akteuren, die in diesem Bereich aktiv sind.
Unsere Arbeit wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und aus Mitteln der gesetzlichen Pflegeversicherung.
Zeitgeschenk NEU
„Zeit schenken“, ein wunderbarer Gedanke.
Zeit ist oft das Kostbarste Geschenk, das man einem anderen Menschen machen kann.
In einer alternden Gesellschaft ist ein ehrenamtlicher Besuchsdienst eine wertvolle Stütze gegen Einsamkeit und für mehr Lebensqualität im Alltag, ob zuhause oder in einer Pflegeeinrichtung. Es ist ein „Win-Win-Effekt“. Eine sinnvolle Tätigkeit schenkt nicht nur dem Besuchten Freude, sondern auch dem Besucher. Das Gefühl, gebraucht zu werden, steigert das eigene Wohlbefinden. Solidarität macht unsere Gesellschaft menschlicher. Mit gemeinsamen Spaziergängen, Spielen, persönlichen Gesprächen, Plaudern, Zuhören, Zuwendung versuchen Zeitschenker die Lebensqualität unserer älteren Mitbürger zu verbessern. Wer Zeit schenkt, bekommt oft ein Lächeln und tiefe Zufriedenheit zurück.
Im vergangenen Jahr 2025 war der Fokus des Zeitgeschenk-Koordinatorenteams darauf gerichtet, die Energie und die Kräfte der Ehrenamtlichen zu stärken. Dafür konnte es die Diplom-Psychologin Gisela Konrad gewinnen. Sie gestaltete für die Zeitschenker zwei Workshops zu Themen wie „Motivation“, „Resilienz“, „Selbstfürsorge“ und „Strategien zum Wohlbefinden“. Diese Themen sind zur Stärkung der ehrenamtlich Engagierten immer wieder wichtig, damit sie ihr Engagement langfristig und gesund aufrechterhalten können.
„Yoga im Sitzen“ für Senioren, mit Tipps und Anregungen zur eigenen Gesundheit und zur Weiterverwertung bei ihren Besuchen ergänzte das Angebot für die Zeitschenker. Beim gemeinsamen Tee und im Sommer beim Eisessen gab es auch Raum für Austausch untereinander.
Ein festlicher Jahresabschluss in Gemeinschaft war die Adventsfeier im Dezember. Sie wurde unterstützt vom Nikolaus und unserem musikalischen Zeitschenker Herr Hausmann.
So war das Programm des Zeitgeschenkes im Jahre 2025 eine abwechslungsreiche Mischung aus mentaler Stärkung, Bewegung und sozialem Austausch. Die Angebote wurden gerne und zahlreich angenommen.
Außerdem wurden auch 2025 wieder drei Zeitschenker zu Demenzbegleitern ausgebildet.
Bereits zu Beginn des Jahres 2025 gingen die neuen Flyer, die mit Hilfe des Komm-Teams der Bürgerstiftung entwickelt wurden, in den Druck.
Im Oktober konnte das Koordinatorenteam den Besuchsdienst „Zeitgeschenk“ beim Stiftungstag der Metropolregion Rhein-Neckar in Ludwigshafen präsentieren.
2025 waren 39 Zeitschenker, davon 5 Männer, im Einsatz. Sie begleiteten 40 Mitbürger mit durchschnittlich 1-2 Stunden pro Woche und leisteten damit ca. 4.000 Stunden Freiwilligenarbeit im Jahr. Dazu kamen noch die Fortbildungen und Austauschtreffen.
Das vierköpfige Koordinatorenteam übernimmt regelmäßig Sprechstunden – jeden Dienstag außer in den Ferien. Dazu kommen Erstbesuche zum Kennenlernen von Zeitwünschern und Zeitschenkern, die Beantwortung telefonischer Anfragen und die Unterstützung bei der Bewältigung problematischer Situationen. Hierfür können gut und gern weitere 500 Stunden ehrenamtlichem Engagement angesetzt werden.
- Leitungsteam: Patricia Schaidhammer, Lilo-Krieg-Sieber, Gerda Oehmann, Berthold Enz
- Vorstandspatin: Monika Gessat

Patientenbegleitung NEU
Die Patientenbegleitung befindet sich nach dem Ausscheiden der Eheleute Doris und Jürgen Braun in einer Umbruchsituation. Die neue Projektleitung, bestehend aus Sandra Oswald und Annette Steidel, führen unter etwas schwierigeren Bedingungen das Projekt weiter.
Schwierig deshalb, weil sich auch andere Ehrenamtliche zurückgezogen haben oder zurückziehen möchten.. Es fehlt an jüngeren Ehrenamtlichen, da weitere Fahrten mittlerweile aus Altersgründen von einigen Patientenbegleitern nicht mehr durchgeführt werden. Größere „Werbeaktionen“ hatten bisher wenig Erfolg.
Trotzdem konnten in 2025 von insgesamt 6 Ehrenamtlichen 15 Begleitungen mit einem Zeitaufwand von 38 Stunden durchgeführt werden.
Ferner engagieren sich Ehrenamtliche in weiteren Projekten bei Pluspunkt Alter, wie z.B. im Bereich „Wiesloch für alle“.
Das kommende Jahr 2026, an dem die Bürgerstiftung Wiesloch ihr 20jähriges Bestehen feiert, soll auch dazu genutzt werden, weitere Ehrenamtliche als Patientenbegleiter zu gewinnen.
- Projektleitung: Sandra Oswald, Annette Steidel
- Vorstandspatin: Monika Gessat
Initiative Demenzfreundliches Wiesloch NEU
Die Initiative demenzfreundliches Wiesloch hat 7 weitere ehrenamtliche Demenzbegleiter ausgebildet. Sie schenken Aufmerksamkeit, gehen spazieren, hören zu und begegnen den Betroffenen in ihrer Lebensrealität – ein einzigartiges kostenloses Angebot voller Zuwendung, das Angehörige entlasten kann.
Haben Sie Interesse oder Bedarf? Bitte wenden Sie sich an das „Zeitgeschenk“ – telefonisch unter 06222-7733530 (Anrufbeantworter) oder via E-Mail an zeitgeschenk@buergerstiftung-wiesloch.de oder persönlich jeweils dienstags zwischen 14 Uhr und 16 Uhr in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung, Rathausgasse 1 in Wiesloch.

Im März fand an drei Abenden die Wohlfühlküche statt. Ein Kochworkshop für Angehörige, um die Ernährung von Menschen mit Demenz zu verbessern, den Geschmacks-Veränderungen Rechnung zu tragen und mögliche Schluckstörungen zu beachten. Gekocht wurden über 20 Gerichte in Zusammenarbeit mit den „Wieslocher Frauen“.
Die Freiherr von Ulner’sche Stiftung förderte das Projekt und es konnte daher kostenlos angeboten werden.

- Vertreterin der Bürgerstiftung in der Initiative Demenzfreundliches Wiesloch: Annegret Sonnenberg
Singen im Park NEU
Die Radfahrer und Fußgänger entlang des Gerbersruhparkes schauen neugierig über die Hecke, wenn aus dem Park lauter Chorgesang zu hören ist. Wie jeden Donnerstag im Juli hat sich eine große Schar sangesfreudiger Bürger gefunden, die fröhlich und lautstark Schlager, Evergreens und Volkslieder schmettern. Begleitet von den Musikern Martin Ritz, Christian Fandry, dem Akkordeonclub Wiesloch, der Musikschule Wiesloch und der Rektorin der Grundschule Frauenweiler, Esther Kirsch, fühlt sich jeder Sänger und jede Sängerin stimmsicher.
Ob Laie, Profi oder Hobbysänger, alle sind willkommen und meistern beim fröhlichen Beisammensein jede melodische Herausforderung. Auch Gäste von umliegenden Ortschaften dürfen wir begrüßen und bei jeder „Singstunde“ sind aus mindestens 100 Kehlen wohlbekannte Lieder zu vernehmen. Es macht allen sichtlich Spaß und in unserer langjährigem „Singen im Gerbersruhpark“ wurden wir immer mit schönem Wetter verwöhnt.
Eine Stunde lang singt unser zusammengewürfelter Chor. Viel zu kurz, meinen die begeisterten Sänger und Sängerinnen und erklatschen sich immer mehrere Zugaben. Und wie schön klingt der letzte Abend aus, wenn die legendären Picknickkörbe ausgepackt werden. Mit einem herrlichen Blick über Wiesloch und dem Verzehr der leckeren, mitgebrachten Köstlichkeiten ist ein wunderbarer Juli mit Gesang wieder mal zu Ende.
Die Bürgerstiftung bedankt sich gerne mit einem kleinen Präsent bei den musikalischen Begleitern und Begleiterinnen, die auch ehrenamtlich hier unterwegs sind. Dies macht eine Spende der Firma Schuh Wolf möglich.
- Projektleitung: Edeltraut Schuckert, Mitglied des Vorstands

Schwerpunktthema ZusammenLeben!
Das vierte und in der zeitlichen Abfolge bislang letzte Schwerpunktthema wurde im Herbst 2014 im Rahmen einer Stiftungsratssitzung erarbeitet. Zu diesem Zeitpunkt war absehbar, dass das Thema „Asyl“ in den folgenden Jahren eine große Bedeutung erlangen würde. In weiser Voraussicht wurde das Thema jedoch weiter gefasst, um unmissverständlich klarzumachen, was das Ziel der Anstrengungen der Bürgerstiftung sein soll: das gute Zusammenleben von allen Menschen in unserer Stadt erhalten und fördern.
Netzwerk Asyl NEU
Das Netzwerk Asyl hat sich als Anlaufstelle für vielfältige Anfragen seitens der Stadtgemeinde und der Geflüchteten etabliert. Mit unseren Aktivitäten und Angeboten tragen wir dem Unterstützungsbedarf der Neubürger*innen Rechnung und wir binden die Bürgerschaft ein, um das Miteinander in Wiesloch positiv und fruchtbar zu gestalten:
- Im Begegnungscafé an jedem Dienstag in der Friedrichstraße 5 sind alle willkommen und eingeladen bei Kaffee, Tee, Getränken und Keksen zu plaudern. Die Besucher*innen stammen aus aller Herren Länder und Wiesloch, manche kommen vor oder nach dem Einkauf in der Stadt vorbei, andere nutzen die Gelegenheit, um mit Wieslocher*innen Deutsch zu sprechen, damit sich ihre Sprachkenntnisse festigen. Kommen Sie gerne vorbei oder werden Sie Teil des Teams!
Wie in den vergangenen Jahren fand im Advent im Saal der Petrusgemeinde eine stimmungsvolle Winterfeier für Kinder mit ihren Familien statt. Aus Spenden finanziert konnte jedes Kind eine gefüllte Nikolaustüre mit nach Hause nehmen. - Ehrenamtliche Integrationsbegleiter*innen begleiten Geflüchtete beim Ankommen, beraten sie in den vielfältigen Fragen des Alltags und fördern individuell beim Spracherwerb. Über die Jahre sind dabei gute und teilweise persönliche Beziehungen gewachsen.
- Neuzugewanderte können in der Regel zügig mit einem Integrations- und Sprachkurs in der VHS beginnen. Besonders für Frauen kann es aber schwierig sein, das aktive Sprechen nicht wieder zu verlernen, wenn sie wegen häuslicher Pflichten wenig Gelegenheit haben, Deutsch zu sprechen. Daher sind wir sehr froh, dass sich seit diesem Frühsommer einmal pro Woche eine Gruppe von Müttern trifft, die unter Anleitung ihrer Deutschlehrerin üben, Alltagssituationen sprachlich zu bewältigen.
Weiterhin begleiten Ehrenamtliche in Kleingruppen oder in Einzelbetreuung einzelne Erwachsene und Schulkinder beim Deutschlernen. - Die „Pinselinsel“ in der Gerbersruhschule ist ein offenes Angebot am Donnerstagnachmittag für Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte. Das Kreativangebot ist ein Kooperationsprojekt mit der Kinderkunstschule (KiKuSch) und wird durch Spenden finanziert. Dieses Angebot läuft auch 2026 weiter.
- In der Gemeinschaftsunterkunft finden einmal pro Woche eine Kontaktstunde und eine Sprechstunde zur Berufsfindung und Unterstützung bei der Bewerbung auf Stellen statt.
- Das Netzwerk Asyl Wiesloch wirkt seit mehreren Jahren als Kooperationspartner zivilgesellschaftlicher Gruppen aus Wiesloch bei den „Wochen gegen Rassismus“ und bei den „Interkulturellen Wochen“ mit.
Im März zeigten wir im LUXOR-Filmpalast Walldorf-Wiesloch den autobiografisch gefärbten Film der Regisseurin Soleen Yusef „Sieger sein“. Der Film erzählt die Geschichte von Mona, einem kurdischen Mädchen, die sich nach ihrer Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien ihren Platz im Fußballteam einer Weddinger Schule erkämpft.
Unter dem Motto: „Echte Begegnung entsteht, wenn wir zusammen essen, feiern und einander zuhören“ organisierte das Netzwerk zusammen mit der Petrusgemeinde, dem Integrationsmanagement und den Maltesern im September ein Interkulturelles Fest im evangelischen Gemeindehaus. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

- Damit eine gute Kooperation zwischen Hauptamt und Ehrenamt gewährleistet ist, organisiert der Lenkungskreis alle sechs Wochen eine Videokonferenz mit den Hauptamtlichen des Kreises, des Integrationsmanagements Wiesloch und der Integrationsdienste von Caritas, Diakonie und Maltesern sowie dem Jobcenter. Die Vernetzung der hauptamtlichen Akteure und der Ehrenamtlichen wird von allen Beteiligten als sehr hilfreich und fruchtbar wahrgenommen.
- Wir sammeln gezielt und verteilen nach wie vor Sachspenden und können so neu in Wiesloch Untergebrachte mit Handtüchern und Bettwäsche, Geschirr und Küchengerät ausstatten.
- Abschließend noch ein Wort zur finanziellen Unterstützung:
Nicht immer funktioniert die Auszahlung der Sozialleistungen zeitnah. In solchen Fällen vergibt der Lenkungskreis Überbrückungsdarlehen, die zurückgezahlt werden, entweder sobald die Zahlung der Sozialleistung erfolgt ist oder auch in überschaubaren monatlichen Raten.
Weiterhin erhalten wie in den vergangenen Jahren neu in Deutschland angekommene Kita- und Schulkinder für die Erstausstattung für Kita und Schule einen einmaligen Zuschuss von 50 €.
In besonderen Fällen und bei unverschuldeten Notlagen gewähren wir mit Unterstützung des Integrationsmanagements oder der sozialen Dienste Wieslochs im Rahmen der Direkten Unterstützung der Bürgerstiftung auch einmalige Zuwendungen.
Alle mit Ausgaben verbundenen Angebote werden durch Spendeneinnahmen für das Netzwerk Asyl und die Bürgerstiftung Wiesloch ermöglicht, daher an dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Spender*innen.
Da die Arbeit des Netzwerkes weiter geht, freuen wir uns über ehrenamtliche Mitarbeit. Nach elf Jahren sind einige aus der Gründungszeit aus Altersgründen aus der aktiven Mitarbeit ausgeschieden und daher möchten wir neue Ehrenamtliche für unsere Arbeit gewinnen. Denn wir haben immer wieder Anfragen nach Lernunterstützung oder Integrationsbegleitung und auch das Café sucht neue Mitarbeiter*innen.
Sie erreichen uns unter info@asyl-wiesloch.de.
- Teamleiterin: Annegret Sonnenberg
- Vorstandspatin: Monika Gessat
Öffentliche Bücherregale NEU
Inzwischen hat die Bürgerstiftung Wiesloch bereits vier öffentliche Bücherregale aufgestellt, die sehr gut von der Bevölkerung benutzt werden. Dazu brauchts aber auch die nötige Anzahl von Betreuerinnen, die für Ordnung und Sauberkeit in unseren Regalen sorgen.
Die Bücherregale sind ein sehr erfolgreiches und langjähriges Projekt. Aber es gibt immer wieder viel Ärger bei diesen Regalen. Mal sind die Regale zugemüllt, mal sind haufenweise Bücher einfach daneben abgelegt. Ein besonderer Vandalismus traf uns durch das Besprühen des Bücherregales in Schatthausen, das die Stiftung wieder herstellen ließ. Auch der aufgeklebte Hinweis auf die Bürgerstiftung wird des Öfteren beschädigt und abgerissen.
Und manchmal werden alle alten Bücher, die offensichtlich von Haushaltsauflösungen stammen, kartonweise in die Regale gedrückt. Mit bildhaften Hinweisschildern versuchen wir diese Ärgernisse einzudämmen. Auch in der Presse wurde auf diese Schwierigkeiten mehrmals hingewiesen und die Bevölkerung aufgefordert, auf solche Dinge zu achten und uns zu melden.
Um all diese Umstände und Zustände wieder in Ordnung zu bringen, bedarf es großer Geduld und Sorgfalt. Deshalb sind wir besonders stolz auf die tolle Arbeit, die unsere Betreuerinnen bei ihren Bücherregalen leisten. Sie sind mehrmals in der Woche und bei jedem Wetter für die Bürgerstiftung Wiesloch unterwegs um die Bücher wieder richtig einzusortieren und all die unschönen Sachen aus den Regalen zu entfernen. Und nicht zu vergessen, den großen Frühjahrsputz gibt’s auch bei den öffentlichen Bücherregalen.
- Betreuerinnen der Bücherregale:
- Wiesloch Kernstadt: Sigrid Sauter-Gaa, Heide-Marie Kamga
- Baiertal: Petra Schöniger, Sandra Behrens
- Schatthausen: Sibylle Schuckert-Zuber, Sabine Teutenberg
- Projektleiterin und Vorstandspatin:




Wiesloch für Alle NEU
Januar
- Erstes Arbeitstreffen
- Planungen für das Jahr
- Barrierefreie Umgestaltung der Spielplätze
- Begehung aller Spielplätze abgeschlossen
To-Do-Liste
- Umlenkstangen Spielplatz Eulenweg versetzen
- Bordstein absenken im Storchenweg, Spielplatz am Kindergarten
- Spielplatz Grundschule Frauenweiler
- beim Umbau der Grundschule soll ein neuer barrierefreier Zugangsweg angelegt werden
- zwischenzeitlich wurde der Spielplatz des Kleitierzuchtvereins wurde vom TÜV wegen technischer Mängel gesperrt
- die barrierefreie Neugestaltung wurde in den Haushaltsplan 2026 übernommen
- Friedhofsbegehung in Planung
- Optimierung des Rathaus mit Behindertentoilette, Verlängerung des Handlaufs an der Rampe und Klingel am Empfang
- Beteiligung an der „Aktionswoche gegen Rassismus“
Der Elternbeirat der Maria-Sibylla-Merian-Schule regt die Umgestaltung der Johann-Philipp-Bronner-Straße in eine Spielstraße an. Es fand ein Austausch und eine Begehung statt.
Grundsätzlich sind Straßen, die durch Poller abgesperrt sind, ungünstig, da sie die erforderliche Zufahrt für mobilitätseingeschränkte Menschen verhindern
Februar
Arbeitstreffen im Rathaus mit Frau Ornau ,Verkehrsbeauftragte und Herrn Stumpf, Ressort Grünanlagen und Spielplätze
To-Do-Liste
- Steingötter-Greiff-Straße: 30km/h Schild zu weit in der Straße, Info an StVB
- Stadtgalerie: Pfosten mit Fahrpläne sind mitten auf dem Weg, kein Durchkommen rechts- und links davon -> Weiterleitung an Fr. Ihrig
- Zebrastreifen Heidelberger Straße/ Gerbersruhstraße -> Markierung schlecht, verläuft schräg, keine Absenkung/Doppelbord, daher nicht barrierefrei
- Blindenleitsystem Sparkasse -> schlecht/falsch ausgeführt,
- Beschilderung zum Schwimmbad über Tennisverein, da im Kurvenbereich kein Gehweg vorhanden
- Neubeschilderung des Zugangswegs über Tennisclub
- Treppenstufen im Freibad wurden weiß markiert
Die Projektgruppe bedankt sich mit Blumen bei dem Restaurantbetreiber des Athidi in der Röhrgasse für das Anbringen einer Rampe (s. Foto 1 + 2)
März
Barrierefreie Stadtführung mit Sandra Oswald (s. Foto 3 + 4 Zeitungsbericht)
April
- Wiesloch für Alle beteiligt sich an der Aktionswoche gegen Rassismus: Veranstaltung Bottloch mit Vortrag, kleinem Buffet und Musik (s. 5 Zeitungsbericht)
- Wiesloch hat ab sofort eine Inklusionsbeauftragte im Rathaus: Frau König-Fehres, die sich bei uns vorstellte.
- Die Toilette im Rathaus ist endlich barrierefrei mit 2 Haltegriffen ausgestattet
- Besuch der Lesung von Joe Bausch im Kulturhaus (s. Foto 6 + 7)
Mai
- Leider musste der geplante „Tag der Barrieren“ abgesagt werden. Wegen fehlender finanzieller Mittel der Stadt wurde die Planung eingestellt.
Juni
- Die Verkehrsbehörde für den Rhein-Neckarkreis nimmt den barrierefreien Umbau der Ampelanlage beim Palatin „Messplatzstraße-Ringstraße-Heidelberger Straße“ in die Haushaltsplanung 2026 auf
Juli
- Begehung des Hauptfriedhof ? Protokoll an Fr. Molitor Friedhofsverwaltung (s. Foto 8 + 9)
- Aufnahme der Verbesserung in den Haushaltsplan 2026
- Es gibt jetzt dort eine selbstreinigende, barrierefreie Toilette.
September
In der Schwetzinger Straße wurde durch eine Auffrischung der weißen Fahrbahnmarkierung die Trennung zwischen Fußgängerweg und Straße wieder deutlich sichtbar gemacht.
Oktober
- 1.10. Arbeitstreffen bei Sandra
- 21.10. Gesprächsabend mit CARE Revolutions und dem PfdW ( s. Foto 10)
November
- Eine nette Überraschung: Das Palatin hat nun auch „Sitztische“ (s. Foto 11)
- 5.11. Arbeitstreffen im großen Kreis: Frau Ornau, Frau König-Fehres und Frau Menges, Inklusionsbeauftragte Rhein-Neckar-Kreis, nehmen an der Sitzung teil. Danke hierfür.
- Da im Rathaus der Aufzug defekt ist, kommt die Stadt zum Hausbesuch
Dezember
- Ein erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende. Im barrierefreien Restaurant Okami stimmt man sich auf Weihnachten ein (s. Foto 12)
- Projektleitung: Sandra Oswald & Erika Schultze
- Vorstandspatin: Monika Gessat
Die Verantwortlichen in der Bürgerstiftung Wiesloch NEU
Das „eigentliche“ Kapital der Bürgerstiftung Wiesloch bilden die vielen ehrenamtlich Aktiven. Hierzu gehören auch diejenigen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen für ein Projekt, ein Thema, eine Gruppe.
Stiftungsrat
Die Mitglieder des Stiftungsrats in der Amtsperiode von 2022 bis 2026 sind:

Kurzporträts aller Mitglieder des Stiftungsrats finden Sie hier.
Vorstand
Die Mitglieder des Vorstands in der Wahlperiode von 2024 bis 2027 sind:

Kurzporträts aller Mitglieder des Vorstands finden Sie hier.
Teamleiterinnen, Teamleiter, Verantwortliche
- Buchhaltung: Manfred Stindl
- Datenschutzbeauftragter: Wolfgang Lehner
- Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation: Das KOMM-Team, bestehend aus Rosemarie Stindl, Meike South, Lena Padeken, Monika Gessat, Susann Roßberg, Tanja Fritz, Edeltraut Schuckert, Melitta Wernecke, Johann Gradl
- Gala-Ball: Katrin Floegel (Leitung), Sigrid Sauter-Gaa, Brigitte Heger-Höfling
- Direkte Unterstützung
- Das DU-Team, bestehend aus Ulrike Escherle und Melitta Wernecke (Leitung), Annegret Sonnenberg, Brigitta Martens-Aly, Edeltraut Schuckert, Jule Jungmann, Marianne Wermescher
- Kinder & Jugendliche
- Lesepatenschaften: Rosemarie Stindl
- Leseclub Frauenweiler: Rosemarie Stindl
- Mal-Oase: Edeltraut Schuckert
- Märchenzelt: Anke Merk
- Rechenpatenschaften: Rosemarie Stindl
- Nachhaltigkeit
- Fairtrade-Town Wiesloch: Imke Fernandez, Matthias Popp
- Gemeinsam für die Artenvielfalt: Brigitta Martens-Aly, Caroline Dürk
- Stadtgrün: Monika Gessat (Leitung), Gunthard Weber, Heike Lenz, Brigitta Martens-Aly, Christoph Aly, Franz Schaidhammer, Johann Gradl
- Werkstatt-Café: Karin Nachtigal, Sigrid Sauter-Gaa
- Pluspunkt Alter
- Initiative Demenzfreundliches Wiesloch: Annegret Sonnenberg
- Patientenbegleitung: Sandra Oswald, Annette Steidel
- Singen im Park: Edeltraut Schuckert (Leitung), Brigitte Heger-Höfling
- Zeitgeschenk: Patricia Schaidhammer, Gerda Oehmann, Berthold Enz, Lilo Krieg-Sieber
- ZusammenLeben!
- Interkulturelle Gartengemeinschaft Wurzelwerk: Ein 10köpfiges Leitungsteam
- Netzwerk Asyl: Annegret Sonnenberg, Monika Gessat
- Öffentliche Bücherregale: Edeltraut Schuckert (Leitung), Sigrid Sauter-Gaa, Rosemarie Stindl, Petra Schöniger, Sandra Behrens, Sibylle Schuckert-Zuber, Sabine Teutenberg
- Wiesloch für Alle: Sandra Oswald, Erika Schultze
Eine Übersicht aller Kontakte zur Bürgerstiftung Wiesloch finden Sie hier.
Finanzielle Zuwendungen an die Bürgerstiftung Wiesloch NEU
Sie entscheiden, wie Ihr Geld verwendet werden soll, und erhalten in jedem Fall hierfür eine Zuwendungsbescheinigung, die Sie steuerlich geltend machen können. Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, der Bürgerstiftung Geld zukommen zu lassen:
Zustiftungen
Sie leisten eine Zustiftung. Dies geschieht dadurch, dass Sie bei einer Überweisung als Verwendungszweck „Zustiftung“ angeben.
Zustiftungen fließen in das Stiftungskapital und bleiben damit auf Dauer erhalten. Sie erwirtschaften Jahr um Jahr Erträge, die für die Förderungen im Rahmen der Satzungsziele eingesetzt werden.
Wenn Sie in Summe 1.000 Euro oder mehr zugestiftet haben, werden Sie Mitglied im Stiftungsforum und können dort durch Ihr Stimmrecht Einfluss auf die Geschicke der Bürgerstiftung nehmen.
Spenden
Sie leisten eine Spende. Dies geschieht dadurch, dass Sie bei einer Überweisung als Verwendungszweck „Spende“ angeben oder keine Angabe machen.
Sie können darüber hinaus im Verwendungszweck festlegen, für welches Projekt oder welchen Förderzweck die Spende eingesetzt werden soll.
Spenden werden direkt für die Förderungen und Projekte im Rahmen der Satzungsziele eingesetzt und erhöhen nicht das Stiftungskapital.
Eine besondere Form der Spende ist die „Anlass-Spende“, bei der Sie z.B. bei runden Geburtstagen, besonderen Hochzeitstagen oder einem Firmenjubiläum ihre Gäste bitten, eine Spende an die Bürgerstiftung Wiesloch zu entrichten.
Auch der letzte Wille kann verfügen, dass der Bürgerstiftung Wiesloch ein Vermächtnis zukommen soll, sodass man sein Geld über den Tod hinaus in seinem Sinne Gutes tun lassen kann.
Für Zuwendungen an die Bürgerstiftung Wiesloch verwenden Sie bitte eines der beiden folgenden Konten:
- Volksbank Kraichgau – IBAN: DE71 6729 2200 0030 8088 00
- Sparkasse Heidelberg – IBAN: DE54 6725 0020 0009 0837 66
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Impressum
Bürgerstiftung Wiesloch
- Vorsitzender Dr. Johann Gradl
- Geschäftsstelle: Rathausgasse 1, 69168 Wiesloch
- E-Mail: vorstand@buergerstiftung-wiesloch.de
- Internet: www.buergerstiftung-wiesloch.de
- Telefon: 06222 – 304 59 22
Bilder ohne Kennzeichnung: Bürgerstiftung Wiesloch.
