Wenn du fair gehandelte Produkte kaufst, unterstützt du nicht nur abstrakte Prinzipien – du trägst dazu bei, dass Menschen in den Ländern, in denen Rohstoffe wie Kaffee, Kakao oder Bananen angebaut werden, gerecht bezahlt werden. Die dafür festgelegten Standards sind transparent und werden regelmäßig kontrolliert.
Was heißt das konkret? Fairer Handel zielt auf ein existenzsicherndes Einkommen ab. Über den garantierten Mindestpreis erhalten Bäuer*innen – selbst wenn die Weltmarktpreise stark fallen – einen Preis, der ihre Produktionskosten decken soll und Planungssicherheit schafft. Er wirkt wie ein Sicherheitsnetz.
Ein Beispiel dafür ist der fair gehandelte Tee aus Darjeeling. Für Tee gibt es keinen Fairtrade-Mindestpreis. Stattdessen spielt hier vor allem die Fairtrade-Prämie eine zentrale Rolle. In Teegärten wie Samabeong werden diese zusätzlichen Mittel gemeinschaftlich eingesetzt: So wurden unter anderem Solarzellen auf den Dächern der Unterkünfte installiert, damit Arbeiter*innen auch nach Einbruch der Dunkelheit Licht zur Verfügung steht. Darüber hinaus ermöglichen Stipendien den Besuch weiterführender Schulen, und eine Schule konnte direkt in den Teegärten gebaut werden, sodass Kinder Zugang zu Bildung haben, ohne lange Wege zurücklegen zu müssen.
Fairer Handel löst nicht alle Probleme des Welthandels. Er kann jedoch dazu beitragen, Lebensbedingungen stabiler zu machen und Menschen eine Perspektive zu geben – nicht als Almosen, sondern als Ergebnis fairer Bezahlung und verlässlicher Regeln.
Im nächsten und letzten Beitrag der Reihe richtet die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Wiesloch den Blick darauf, welche Rolle fairer Handel vor Ort spielt und wie er im Alltag unterstützt werden kann.
* Dieses Bild und der Text wurde mit KI Unterstützung erstellt

