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Bürgerstiftung WieslochGeschichten vom Leben teilen

Geschichten vom Leben teilen

veröffentlicht: 2. April 2019, 720 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Beim „Shared Reading“ geht es darum, gemeinsam in einer Gruppe eine Geschichte und/oder ein Gedicht vorgelesen zu bekommen und dann darüber zu sprechen. Es geht um Austausch und Begegnung, Interesse an literarischen Texten, Vorwissen ist keine Voraussetzung.
In Wiesloch fand von Januar bis März im Shared-Reading-Format eine Reihe unter dem Motto “Geschichten vom Leben teilen” statt.

Wolfgang Widder hatte dieses Angebot ins Leben gerufen. Er ist Gründungsstifter und Stiftungsratsmitglied und hat in der Vergangenheit schon einige Projekte in der Bürgerstiftung durchgeführt (zuletzt „Wieslocher Migrationsgeschichten“). Das Shared Reading war eine Kooperation mit der Petrusgemeinde Wiesloch, und so übernahmen Wolfgang Widder und Christian Schwarz gemeinsam die Moderation der Abende.

Schon der erste Abend stieß zur Freude der Organisatoren auf großes Interesse. An den insgesamt sechs Treffen kamen zwischen 11 und 25 Teilnehmer, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die beiden Leseleiter hatten Geschichten von Sylvia Plath und Olga Tokartcuk, Martin Mosebach und Tobias Wolff, Jane Gardam und Roman Ehrlich ausgewählt, dazu Gedichte von Hugo von Hofmannsthal, Rainer M. Rilke, Mascha Kaleko, Peter Rühmkorf und Hilde Domin. Die Auswahl wurde mit viel Fingerspitzengefühl getroffen und wurde dankbar angenommen.

Das Texterlebnis sei viel intensiver, sagte ein Teilnehmer, wenn etwas laut gelesen werde. Man lasse sich ganz anders auf den Text ein, und da mehrere Menschen das gleiche gehört hätten, seien angeregte Gespräche quasi vorprogrammiert.
Eine Dame sagte: „Durch die gemeinsamen Gespräche versteht man die Geschichten einfach viel besser, als wenn man alleine liest“. Eine andere meinte: „Es ist so anregend, die verschiedenen Auffassungen der einzelnen Zuhörer zur gleichen Geschichte zu erleben“. Es seien „so schöne Geschichten und Gedichte“ gewesen, dass der eine und der andere die Texte gern zuhause nochmals für sich las. „Ein seltener Genuss“ – konnte man hören. Und weil dem nicht so sein sollte, treffen sich nun – sozusagen halbprivat – die Teilnehmer noch für vier weitere Termine. Ganz offensichtlich hat man noch nicht genug von diesem interessanten Lese-Format.

 

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