Die Bürgerstiftung Wiesloch erweist sich in Sachen Klimaschutz mittlerweile als kompetenter Partner. Die Erfahrungen aus dem zweijährigen Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit“ werden nicht nur von anderen Bürgerstiftungen im Bundesgebiet nachgefragt; aktuell gehört sie auch zum Arbeitskreis, den die Stadt Wiesloch im Rahmen des „Konvents der Bürgermeister“ gebildet hat.

Die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt dazu am 29.09.2011:
Wiesloch. (seb) Die Stadt Wiesloch nimmt den Klimaschutz ernst und hat neue Wege eingeschlagen, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Mit dem Beitritt zum „Konvent der Bürgermeister“ anno 2010 hat Wiesloch sich verpflichtet, den Kohlendioxid-Ausstoß gegenüber 1990 bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Dabei genügt es nicht, städtische Liegenschaften zu sanieren: Alle Bürger sollen einbezogen werden. Oberbürgermeister Franz Schaidhammer erklärte, es sei eine Pflicht, etwas für den Klimaschutz zu tun.

Man sei sich bewusst, dass das nur mit vereinten Kräften zu schaffen ist, erklärte Rüdiger Schwalb von der Stadtverwaltung. Also wurde ein kleiner Arbeitskreis gebildet: mit den Heidelberger Druckmaschinen für die Industrie, der Bürgerstiftung für die privaten Haushalte, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft für den sozialen Wohnungsbau, dem PZN für den Gesundheits- und Dienstleistungssektor, dem Palatin fürs Hotelgewerbe, dem Gebäudemanagement für den kommunalen Sektor, dem Umweltamt für ökologische Belange, den Stadtwerken für den Bereich Energieversorgung sowie mit einem Vertreter des Gemeinderats. Weitere Mitglieder werden gesucht.

„Trotz sehr knapper Mittel wollen wir es angehen“, so Schwalb. Demnächst sollen bereits umgesetzte und geplante Projekte öffentlich gemacht werden. Damit soll das allgemeine Interesse am Umweltschutz gesteigert werden und man hofft auf viele Nachahmer. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, zeigte sich Rüdiger Schwalb zuversichtlich, „und schon sehr weit.“ Beispielsweise gewinne man fast 50 Prozent der Wärme für kommunale Gebäude auf regenerative Weise.

Ein „Highlight“ sei die „Energiekarawane“ der Metropolregion Rhein-Neckar, die Wiesloch im kommenden Frühjahr durchführen will. Ein Stadtviertel mit rund 400 Wohneinheiten wird ausgesucht, vorzugsweise mit Häusern aus den Sechzigern oder Siebzigern bebaut. Die Eigentümer werden dann von Energieberatern aufgesucht und bei Interesse werden die Häuser auf Stellen abgesucht, an denen Energie gewissermaßen verschwendet wird. Sodann werden Optimierungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Mit der Ansiedlung von Gewerbe am Bahnhof Wiesloch-Walldorf gelinge es vielleicht schon, Aspekte des Klimaschutzkonzepts umzusetzen.

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