TIM. Als die Bürgerstiftung Wiesloch im vergangenen November das von dem Ehepaar Tanja und Torsten Fritz angeregte Projekt „Bäume statt Böller“ startete, war nicht abzusehen, dass der Verkauf von Feuerwerkskörpern generell untersagt werden würde. Dennoch sind 43 Spenden mit einem Gesamtbetrag von 2.982,69 Euro eingegangen. Dafür möchte sich die Bürgerstiftung bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich bedanken.

Wie angekündigt wird das Geld ausschließlich dazu verwendet, in Wiesloch Bäume zu Pflanzen. Da die Bürgerstiftung in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen feiern kann, sollen auf dem Gelände des PZN 15 Bäume als kleines Wäldchen gepflanzt werden. Gemeinsam mit Vertretern der Bürgerstiftung und des PZN wurde dafür die Kornelkirsche (Cornus mas) als heimisches Gehölz ausgewählt. Sie ist mit dem Hartriegel (Cornus sanguines) verwandt.  Da der Baum ursprünglich aus Mittel- und Südeuropa kommt, liebt er die Wärme,  und hat deswegen mit heißen Sommern weniger Probleme. Zu hoffen bleibt daher, dass die Kornelkirsche trotz Klimawandel ihr zu erwartendes Alter von 100 Jahren erreichen wird.

Auch für Bienen und andere Insekten ist die Kornelkirsche eine wertvolle Nahrungsquelle, da sie sehr früh blüht, manchmal schon im Februar. Ihre roten Früchte sind im Herbst  nicht nur ein schöner Anblick, sie sind auch essbar. Allerdings haben sie wenig Fruchtfleisch. Und wer die Mühe nicht scheut, kann daraus köstliche Marmelade herstellen. An dieser Stelle vielen Dank an die Gärtnerei des PZN, die sich bereit erklärt hat, die Pflanzung und Pflege  der Bäumchen zu übernehmen. 

Eine blühende Kornelkirsche am Radweg zwischen Altwiesloch und Baiertal. Fotografiert von Dr. Brigitta Martens-Aly

Mit der Stadt Wiesloch wurde vereinbart, dass von den Spendengeldern im Bereich des Leimbachparks je eine Hainbuche, eine Elsbeere und eine Flaum-Eiche gepflanzt werden. Hier wird das Grünflächenamt nicht nur die Pflanzung, sondern auch die Pflege übernehmen. Auch hierfür sei herzlichst gedankt.

Allerdings wird man sich mit der Pflanzung noch etwas gedulden müssen, denn es wurde entschieden, diese erst im kommenden Herbst vorzunehmen. Jungbäume haben im Sommer einen besonders großen Bedarf an Gießwasser und wachsen trotz guter Versorgung oftmals schlecht an, da ihr Feinwurzelwerk noch nicht so üppig ausgebildet ist. Daher empfiehlt sich die Herbstpflanzung, weil der Baum dann bis zum Frühjahr weitere Wurzeln bilden und seine Blätter besser versorgen kann.

Es sind also Geduld und Vorfreude angesagt.

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