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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Homepage von „Du bist Demokratie!“

veröffentlicht: 30. Juli 2020, 675 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Alle Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf einer separaten Internet-Seite unter http://www.du-bist-demokratie.social.

 

Exkursion zum Bundesverfassungsgericht

veröffentlicht: 3. Februar 2020, 1080 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Vizepräsident Prof. Dr. Harbarth empfing eine Gruppe Jugendlicher der Bertha-Benz-Realschule im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die Exkursion Ende Januar wurde im Rahmen des Bürgerstiftungsprojekts „Du bist Demokratie!“ durchgeführt.

Das Projekt „Du bist Demokratie!“ der Bürgerstiftung Wiesloch zielt darauf ab, Jugendlichen den Demokratiebegriff nahezubringen.

Ein wichtiges Merkmal der Demokratie ist der Mehrheitsentscheid. Doch was passiert, wenn Mehrheiten durch ihre Entscheidungen die Grundrechte von Minderheiten beschneiden würden? Damit das nicht passiert, gibt es das Bundesverfassungsgericht. Es stellt sicher, dass Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte gewahrt werden und es in bestimmten Bereichen Schranken für Mehrheitsentscheide gibt, z.B. bei Meinungs-, Religions-, Presse- und Kunstfreiheit. Deshalb wachen die insgesamt 16 Verfassungsrichter als neutrale Instanz über die Einhaltung des Grundgesetzes.

Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts

Wie das genau geht, beschrieb der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Stephan Harbarth, höchstpersönlich den 15 Schülerinnen und Schülern der Klasse 9c der Bertha-Benz-Realschule Wiesloch. Er begrüßte die Jugendlichen im Plenarsaal, was eine besondere Ehre war, denn normalerweise werden dort keine Besucher empfangen. Vizepräsident Harbarth nahm sich eine Stunde Zeit und erklärte den Jugendlichen sehr anschaulich, wie das Gericht funktioniert. Das große Interesse seiner Zuhörer zeigte sich in vielen Fragen, die er bereitwillig beantwortete. Es ging nicht nur um aktuelle Fälle, die die Jugendlichen vorab recherchiert hatten, sondern auch um persönliche Informationen.

So erfuhr man, dass sein beruflicher Werdegang langwierig war, „aber das sollte Sie nicht entmutigen.“ Natürlich gehe mit seiner jetzigen Stellung einher, dass er seine persönliche Meinung nicht sagen dürfe, weil eventuell ein solcher Sachverhalt später einmal entschieden werden müsse. Und nein, er und seine Kollegen und Kolleginnen würden sich nicht überlegen fühlen, denn „wir entscheiden aufgrund des Grundgesetzes. Das ist unsere Aufgabe. Wir sind ein Bürgergericht und behandeln die Menschen freundlich und offen. Wir wollen nicht abschreckend sein“.

Im Sitzungssaal

Diese Offenheit werde im Übrigen, so Harbarth, durch das Gebäude selbst schon gezeigt. Es gebe keine dicken Mauern und kleine Fenster wie bei klassischen Gerichtsgebäuden, sondern sehr viel Glas, denn die Bevölkerung solle hinein- und alle darin Arbeitenden hinausschauen können.

Anschließend ging es in den Sitzungssaal zum Fototermin unter dem beeindruckenden Relief des Bundesadlers. Dort und bei einem kleinen Rundgang gab eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gruppe noch viele weitere Informationen. Als Andenken bekam jeder zum Abschluss noch ein Grundgesetz in Mini-Format, was großes Erstaunen hervorrief: „Passt da das ganze Grundgesetz hinein?“

Grundgesetz im Kleinformat

Der Besuch wurde vom Projektteam der Bürgerstiftung organisiert, die auch die Fahrtkosten übernahm. Der Gemeinschaftskundelehrer der Klasse, Thomas Töllner, hatte die Schüler und Schülerinnen dankenswerterweise mit viel Engagement fachlich vorbereitet. Dies war nötig geworden, weil eine geplante Demokratie-AG der Bürgerstiftung im laufenden Schuljahr wegen nichterreichter Mindestteilnehmerzahl leider nicht angeboten werden konnte.

Gruppenbild mit Prof. Dr. Harbarth
 

Erfolgreiche Pilotphase

veröffentlicht: 15. Februar 2019, 1745 mal gelesen, keine Kommentare bisher

„Schade, dass die AG schon vorbei ist. Sie hätte länger sein sollen.“
Mit solch einer überaus positiven Reaktion zum Ende der ersten AG „Politik unter Palmen“ hatten die Verant­wortlichen nicht gerechnet. Die Freude darüber war dementsprechend groß bei den Projektteammitgliedern Benjamin Hertlein (Leitung), Laura Bonaventura, Klaus Bühler, Kathrin Lehnert, Birgit Spazier und Rosemarie Stindl.

15 Wochen zu je 90 Minuten waren ursprünglich für die AG geplant, aber aufgrund von äußeren Zwängen wurden es nur 10 Wochen. Die waren aber sehr intensiv, und ganz offensichtlich gefielen sie den teilnehmenden Schülern und Schülerinnen ausnehmend gut. Das ist vor allem das Verdienst von Maike Neeb und Kübra Kocak.

Die beiden Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg leiteten die AG sehr engagiert von Anfang November bis Mitte Februar. Dabei arbeiteten sie auf der Grundlage des im Vorfeld vom Projektteam erarbeiteten Konzepts, das als Einstieg das Planspiel „Politik unter Palmen“ vorgibt, dann jedoch viel Freiraum zur weiteren Durchführung der AG lässt. Sie gingen offen und ideenreich mit den Wünschen der AG-Mitglieder um.

So fanden sie z.B. zum Wunschthema „Flucht und Migration“ den Film „Newcomer“, den die Gruppe gemeinsam bei Pizza und Getränken anschaute; hinterher fanden intensive Gespräche dazu statt. Die Einzelschicksale, die im Film von den Geflüchteten selbst erzählt werden, gingen „unter die Haut“ und beeindruckten die Jugendlichen zutiefst. Hier wurde auch festgestellt, dass solch ein Format authentisch ist, denn „in den Medien wird ja vieles verzerrt dargestellt“, wie ein Schüler meinte.

Die AG wurde von den Teilnehmenden insgesamt sehr gut bewertet. Aber natürlich gibt es Verbesserungspotenzial, wie aus den Fragebögen, die zur Beurteilung der AG ausgefüllt wurden, ersichtlich ist.

Das Projektteam wird nun die Bewertungen, Wünsche und Anregungen analysieren und das Projektkonzept entsprechend anpassen. Das Feedback aus der letzten AG-Doppelstunde zeigt, dass die Bürgerstiftung Wiesloch wieder einmal am Puls der Zeit ist und auf ein wichtiges Anliegen reagiert.

Kommentare der Teilnehmenden:

  • „Die AG war so anders als die ‚üblichen‘ AGs. Das hat richtig Spaß gemacht.“
  • „Diese AG müsste für alle Schüler Pflicht sein.“
  • „Die lockere, nicht stressige Atmosphäre hat mir gut gefallen.“
  • „Wir haben Lösungen gefunden, ohne zu streiten.“
  • „Es gab ab und zu was zu essen und fast immer was Süßes.“

 

Ratssaal statt Palmen

veröffentlicht: 5. Februar 2019, 910 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Nicht unter Palmen sondern im Wieslocher Rathaus fand eine angeregte Gesprächsrunde der AG „Politik unter Palmen“ mit Oberbürgermeister Dirk Elkemann statt, dem Schirmherrn von „Du bist Demokratie!“.

Der Wieslocher Oberbürgermeister hieß die Teilnehmenden der ersten AG „Politik unter Palmen“ im Großen Ratssaal herzlich willkommen, lobte die Jugendlichen für ihr Interesse an Politik und die Projektteammitglieder der Bürgerstiftung Wiesloch für ihr Engagement. Er hatte sich am Nachmittag des 4. Februar 2019 eine ganze Stunde Zeit genommen, um Fragen zu beantworten und mit den jungen Leuten zu diskutieren.

Dirk Elkemann, Oberbürgermeister von Wiesloch

Gut vorbereitet waren die 11 Schüler und Schülerinnen (leider waren zwei krank) und sehr neugierig. Man wollte zum einen eher Persönliches wissen: warum er OB geworden war, was wichtige Eigenschaften für den Beruf seien, welche Aufgaben er habe. Der OB gab freimütig zu „Ich bin nicht der geborene Redner. Aber man kann das ein Stück weit lernen.“ und er sei morgens „nicht bei den ersten morgens im Büro, aber dafür habe ich auch oft abends bis spät noch Termine.“

Zum anderen ging es um Wieslocher Themen wie die Fußgängerzone, der Leerstand in der Stadtgalerie, das Palatin, „die Bach“ in Baiertal. Sehr emotional wurde es beim Thema Schulneubau: warum werde eine neue Gemeinschaftsschule gebaut, wenn doch die Realschüler schon seit langem mit einem undichten Dach, einer oft ausfallenden Heizung usw. leben müssten.

Der OB erklärte geduldig und anschaulich, wie die Entscheidungs­prozesse sind und dass man nicht die Schulen gegeneinander ausspielen dürfe; vielmehr hätten beide Schulen durch den Neubau Vorteile, z.B. die neuen Fachtraktklassen, die noch dieses Jahr fertig werden sollten.

Auch der Jugendgemeinderat wurde angesprochen. Das sei ein wichtiges Gremium, bei dessen Sitzungen die Verwaltung, meist Bürgermeister Sauer, immer dabei sei, laut OB „aber leider oft auch leitend“. Er wünsche sich mehr Initiative seitens des Jugendgemeinderates. Dieser Wunsch war auch bei den anwesenden Jugendlichen spürbar, wussten sie doch erschreckend wenig über ihre Vertretung in der Kommunalpolitik.

So war das Fazit des OB ein Appell: „Eure AG ist super! Ihr seid dabei und ihr macht euch schlau, das finde ich toll. Weiter so – erzählt allen euren Bekannten davon.“

Zum Ausklang gab es noch Brezeln und Getränke sowie sehr angeregte Gespräche mit den beiden Presse­vertretern, die anwesend waren.

Hier der Artikel, der in der Rhein-Neckar-Zeitung am 08.02.2019 dazu erschien.

 

Grundausbildung für mündige Bürger

veröffentlicht: 24. Januar 2019, 832 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Das Projekt „Du bist Demokratie!“ schlägt schon Wellen: ein Interview mit dem Projektteam, das bereits im Sommer 2018 geführt wurde, war die Grundlage für einen Beitrag im Edu-Action Channel. Den lesenswerten Artikel finden Sie hier.

 

Erfolgreicher Start der Demokratie-AG

veröffentlicht: 19. November 2018, 1753 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Demokratie-AG „Politik unter Palmen“ startete Anfang November erfolgreich an der Bertha-Benz-Realschule Wiesloch. 13 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 nahmen das außergewöhnliche Angebot an.

Das äußerst positive Fazit nach der ersten Doppelstunde: „War echt cool!“ Maike Neeb, eine der Studentinnen, die die AG leiten, war beeindruckt, wie gut die Schülerinnen und Schüler mitmachten. Sie schafften sogar schon den Transfer, was an den diversen Aktivitäten „demokratisch“ war – heiße Diskussionen inklusive. Der Beginn ist also vielversprechend, und das Projektteam ist sehr gespannt, wie sich die AG weiter entwickelt.

Wir danken herzlich für die Unterstützung, die wir aus der Realschule bekommen, insbesondere Herrn Kamuf.

 

Demokratie-AG stellt sich in BBRS vor

veröffentlicht: 26. Oktober 2018, 1860 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Im November startet an der Bertha-Benz-Realschule die AG „Du bist Demokratie!“, die von der Bürgerstiftung Wiesloch organisiert und in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt wird.

Die AG ergänzt den normalen Unterricht sinnvoll und spannend mit dem Ziel, das Schülerinteresse an den politischen Prozessen in unserer Demokratie zu wecken. So waren die Fachlehrer und die Schulleitung der BBRS gleich sehr offen für das Angebot der Bürgerstiftung, das sich an alle 9.-Klässler richtet.

Politik unter Palmen

Um für die AG zu werben, fand dieser Tage eine Informationsstunde für alle 9. Klassen in der Realschule statt. Passend zum Titel war der Versammlungsraum dekoriert: „Politik unter Palmen“ verspricht Abwechslung vom Schulalltag und lässt auf viele ungewöhnliche Möglichkeiten der AG-Gestaltung schließen. Zu Beginn wird die AG eine klassische Situation simulieren: eine Gruppe strandet auf einer Insel und muss ihr Zusammenleben organisieren.

Wie sollen in der kleinen Kommune Entscheidungen getroffen werden? Wer ist wofür zuständig? Braucht man Regeln? Was passiert bei Nichteinhaltung dieser Regeln? Hierbei werden die Grundzüge demokratischen Handelns und politischer Meinungsbildung erlernt. Die sollen die AG-Mitglieder anschließend in selbst gewählten Themenbereichen und Aktivitäten anwenden.

Eine AG, die sich lohnt

Am Anfang der Veranstaltung erklärte Projektleiter Benjamin Hertlein kurz, warum es sich lohnt, an der AG teilzunehmen. Natürlich sei das langfristige Ziel, dass die Jugendlichen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen – und dazu müsse man informiert sein. Aber das tolle an der AG sei, dass sie von zwei Lehramtsstudentinnen und nicht von Lehrern geleitet wird und dass die Schüler weitgehend selbst die Inhalte und den Verlauf der AG bestimmen.

Besondere Bonbons wie eine Exkursion, das Zusammentreffen mit Prominenten wie Autoren oder Politikern oder Ähnliches – ebenfalls unter Eigenregie der Schüler – wurden bereits in Aussicht gestellt. Und einen positiven Zeugnisvermerk wird es auch geben, ohne dass man ein Referat oder einen Test abliefern muss.

Schon mal reingeschnuppert

Wie evakuiert man diese Leute?

Wie das ganz konkret aussehen kann, durften die Jugendlichen in der Infostunde ausprobieren. In kleinen Gruppen sollten sie versuchen, eine Dilemma-Situation zu lösen: eine Insel droht zu versinken, ein kleines Boot ist vorhanden, die Zeit ist knapp – wie kann die Evakuierung auf die größere Nachbarinsel durchgeführt werden? Die Diskussionen waren heftig und tiefgreifend, Argumente und Gegenargumente wurden formuliert, die eine allerbeste Lösung wurde nicht gefunden.

Aber „es stimmt zuversichtlich, wie die Jugendlichen an die Aufgabe herangingen“, waren sich die Projektteam-Mitglieder einig, die mit den Kleingruppen arbeiteten. Nun hoffen die Organisatoren, dass die angebotene AG auf viel Interesse stößt.

 

Eigener Web-Auftritt für Demokratie-Projekt

veröffentlicht: 6. Februar 2018, 3168 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Mittlerweile ist das neue Projekt „Du bist Demokratie!“ auch selbst im Web präsent. Unter du-bist-demokratie.social stellen wir nach und nach alles Wichtige rund um das neue Angbot zusammen.

 

Auszeichnung für Demokratie-Projekt

veröffentlicht: 20. Oktober 2017, 3836 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Unsere Bewerbung beim Wettbewerb startsocial war erfolgreich. Wir erhalten für „Du bist Demokratie!“ ein viermonatiges Beratungsstipendium.

Wir haben ganz mutig in einer sehr frühen Projektphase das Konzept von „Du bist Demokratie! bei startsocial e.V. eingereicht und freuen uns nun sehr, dass unser Mut und das gute Konzept belohnt werden: wir haben ein startsocial-Beratungsstipendium erhalten – die erfolgreiche Bewerbung dafür gilt als Qualitätssiegel für soziale Initiativen. Wir gehören zu den 100 ausgezeichneten Initiativen, die ab November ein viermonatiges Coaching mit erfahrenen Fach- und Führungskräften erhalten.
Details zum Projekt hier.

Aus dem Feedback der Jury für unser Vorhaben

Drei Juroren gaben uns ihr Feedback und bewirkten damit unser erfolgreiches Abschneiden im Wettbewerb. Gelobt wurde u.a., dass wir ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema aufgreifen würden, dass bereits „viel Expertise in die Initiative geflossen und schon jetzt großartige Arbeit geleistet worden“ sei.

Die Juroren zeigten uns die Stärken und Schwächen des bisherigen Konzeptes auf, gaben uns hilfreiche Anregungen und motivierten uns mit ihrem Lob für die zweifelsohne sehr arbeitsreichen vier Monate, die nun vor uns liegen. So wurde u.a. folgendes geschrieben: „Sobald die ersten Jugendlichen in den Genuss Eurer AG gekommen sind, wird Deutschland dank Euch ein Stück weiter in Sachen wahrer Demokratie und gegen Populismus sein.“ Und „ein überzeugendes Projekt, welches hohe Chancen hat, auch in anderen Regionen erfolgreich zu sein“.

Im Mittelpunkt der Förderung stehen bei startsocial der Wissenstransfer und die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Hierfür werden jedes Jahr 200 Fach- und Führungskräfte für startsocial zu ehrenamtlichen Coaches. Jeweils im Tandem begleiten sie die geförderten Initiativen von Anfang November 2017 bis Ende Februar 2018 bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer Projekte.

Über startsocial e.V.

startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und sieben Geldpreise an herausragende soziale Initiativen.

In jeder Wettbewerbsrunde bringen über 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches und Juroren ihr Know-how ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und ist damit Pionier in der Beratung ehrenamtlich getragener sozialer Initiativen in Deutschland. Hauptförderer sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, Atos, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.

 

Du bist Demokratie!

veröffentlicht: 5. Oktober 2017, 2429 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Bürgerstiftung Wiesloch wagt sich mit ihrem neuen Projekt „Du bist Demokratie!“ in einen neuen gesellschaftlichen Bereich.
Demokratie ist ein wichtiges Gut. Ein Charakteristikum der Demokratie ist das Recht auf freie Wahlen. Es gibt Länder, in denen riskieren Menschen sogar ihr Leben, um ihr politisches Wahlrecht auszuüben. Aber bei uns gehen viele Wahlberechtigten nicht zur Wahl; Politikverdrossenheit breitet sich aus.

Projektziel:
Unser Projekt möchte bei Jugendlichen das Interesse an der Politik wecken. Wir wollen ihnen Zusammenhänge vermitteln und sie dahingehend stärken, dass sie erkennen: jeder einzelne ist relevant in unserem politischen Gefüge. Nur wer informiert ist, kann verstehen, wie wichtig die Stimme des Volkes ist, und kann kritisch hinterfragen. Keiner soll das Gefühl haben, „Meine Stimme zählt sowieso nicht“: denn wenn jeder das denkt, passieren Dinge wie in der jüngsten Vergangenheit (z.B. Türkei, Großbritannien).

Konzept:
Im Fach Gemeinschaftskunde wird relativ kompakt gelehrt, wie unser politisches System aussieht und funktioniert. Es geht um Fakten und Abläufe, weniger um Hintergründe und Strategien. Viele Fragen bleiben ungeklärt, z.B.:
Was ist der Sinn und Zweck von Demokratie für den Einzelnen?
Was passiert, wenn eine große Masse nicht wählen geht?
Wofür stehen die einzelnen Parteien?
Warum werden Koalitionen gebildet?

Hier sollen AGs den Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, Details zu erfahren, weitreichende Zusammenhänge zu erkennen sowie in Plan- und Rollenspielen Politik zu „üben“. Wir wollen ältere Jugendliche und junge Erwachsene zu Politikbotschaftern ausbilden, die dann mit den AG-Teilnehmern auf Augenhöhe arbeiten (peer group Ansatz).

Namhafte Projektpaten:
Wir freuen uns, dass der Wieslocher Oberbürgermeister Dirk Elkemann die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Wir danken auch den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Lars Castellucci und Dr. Stephan Harbarth aus dem hiesigen Wahlkreis, die unser Projekt als Projektbotschafter aus dem Bundestag wohlwollend begleiten wollen.

Zeitlicher Rahmen:
Wir danken den teilnehmenden Schulen sowie dem Jugendgemeinderat, mit denen wir nun die konkrete Planung in Angriff nehmen. Das Projekt ist langfristig angelegt; die Pilotphase ist für das kommende Schuljahr angedacht.

 

 

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