Zum dritten und letzten Mal war der Gerbersruhpark die Kulisse für die Abschlussveranstaltung eines Sprach- und Kunst-Workshops der Pfingstferien. Gold stand diesmal im Mittelpunkt.

Am 15.06. lud die Bürgerstiftung Wiesloch die Öffentlichkeit zum Finale des Projekts „Sprache sucht (T)Räume“. 20 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen hatten vier Tage lang den Park intensiv genutzt, um eine ganz besondere Geschichte zum Thema Gold zu entwickeln:
Zwei Außerirdische trafen auf der Erde ein und stießen in einer Art Zeitreise auf Banker, Könige, Cowboys und Alchimisten.

Jede dieser Gruppen hatte – wie jeder noch aus dem Geschichtsunterricht und Fernsehfilmen weiß – einen besonderen Bezug zu dem glänzenden Edelmetall. An mehreren Stationen zeigten die Kinder Szenen aus der Geschichte des Goldes, sehr fantasievoll und farbenprächtig umgesetzt mit Tonfiguren, Live-Painting und Klangskulpturen. Alle Kostüme und Requisiten hatten die Kinder im Workshop selbst ersonnen und umgesetzt.

Angeleitet wurden die jungen Darsteller von einem Team von Expertinnen. Projektleiterin war die Theaterpädagogin Angelika Senft-Rubarth, die von der Gesangspädagogin Gerda Maria Eiselmair und der Figurentheaterspielerin Maren Kaun unterstützt wurde. Edeltraut Schuckert vom Vorstand der Bürgerstiftung und fünf pädagogische Helfer standen ihnen tatkräftig zur Seite.

„Die Pfingstworkshops waren ein tolles Angebot für Kinder, um die Ferientage sinnvoll zu verbringen,“ sagte Edeltraut Schuckert. Das Ziel, den sprachlichen Austausch der Kinder zu fördern und insbesondere auch Kinder aus anderen Sprach- und Kulturräumen einzubinden, sei durch den künstlerischen Ansatz hervorragend gelungen. „Keiner hat gemerkt, dass es eigentlich Sprachunterricht war“, so Frau Schuckert weiter.

„Die projektorientierte Kommunikation in der Gruppe über mehrere Tage hinweg, die Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin und nicht zuletzt die gemeinsamen Mittagessen haben auf wunderbare Weise zum intensiven Sprachgebrauch geführt. Ich bin sicher, dass die Kinder sehr viel aus diesen gemeinsamen Ferientagen mitnehmen.“

Das Arbeitspensum sei schon sehr fordernd gewesen und die Organisation anstrengend, gab Frau Schuckert zu, doch ihr Gesichtsausdruck während ihrer Abschlussrede zeigte ganz deutlich, dass es auch sehr viel Freude gemacht hatte.

Das große Publikum bei der Goldsuche im Park zollte den jungen Künstlern viel Applaus, eine schöne Würdigung für die Jugendlichen, die ihr anfängliches Lampenfieber schnell überwunden und dann ihre Auftritte mit großer Begeisterung gemeistert hatten.

Mit dieser Performance fand ein Pfingstferienangebot seinen Abschluss, das von der Bürgerstiftung Wiesloch durchgeführt und von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg im Programm „Sprache verbindet – spielend Deutsch lernen“ über drei Jahre hinweg gefördert wurde. Dabei übernahm die Stiftung Kinderland 80 Prozent der Kosten, die verbleibenden 20 Prozent und viel ehrenamtlicher Einsatz wurden von der Bürgerstiftung gestemmt.

Dazu schreibt die Rhein-Neckar-Zeitung in ihrer Ausgabe Wiesloch-Walldorf vom 17.06.2019 folgendes: Mit Spiel und Spaß die Sprache lernen (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der RNZ)

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