„So schön, schön war die Zeit“ – das sang man nicht nur im Gerbersruhpark, sondern genau das empfanden die vielen sanges­freudigen Menschen, die beim Singen im Park an den vier Juni-Donnerstagen mitmachten.

An zwei besonders sommerlichen Abenden kamen jeweils über 100 Personen, an den beiden eher trüben Abenden immerhin noch gut 80. Als man sich am letzten Abend voneinander verabschiedete, spürte man doch eine gewisse Wehmut: „Ach, das war immer so schön. Könnt ihr das denn nicht noch häufiger anbieten?“

Diesem Wunsch wird die Bürgerstiftung im kommenden Jahr gern nachkommen, da die Probephase alle Erwartungen überstiegen hat. Eine kurzfristige Verlängerung ist leider aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Singen auch barfuss

Mit solch einer überwältigenden Resonanz hatten wir im Vorstand der Bürgerstiftung nicht gerechnet, als wir die Bevölkerung zu offenen Singstunden in den Gerbersruhpark luden, um den Tag gemeinsam singend ausklingen zu lassen. „Es gibt da ganz klar ein Bedürfnis, in Gesellschaft ohne weitere Verpflichtungen und ohne Anspruch auf höchste Musikalität zu singen“, ist sich Vorstandsmitglied Rosemarie Stindl sicher.

Dass ein Ehepaar zutiefst bedauerte, am letzten Singabend wegen „Enkel­aufpass­dienst“ nicht dabei sein zu können, ist für die Organisatoren nur eines von vielen Zeichen, dass Singen im Park bestens ankam. Vor allem war es sehr schön, zu sehen, wie sich die Gesichter der Anwesenden von Lied zu Lied erhellten, und später alle entspannt, mit einem Lächeln im Gesicht den Heimweg antraten.

Eine Nachricht ist besonders erfreulich: der Sohn einer an Demenz erkrankten Frau erzählte: „Meine Mutter kann sich meist nicht einmal erinnern, dass ich am Vortag zu Besuch war. Aber vom Singen im Park erzählte sie mir sogar noch nach etlichen Tagen.“

Singen mit Choreographie

Die Musikschule Südliche Bergstraße hatte die Leitung der Abende, die musikalische Begleitung und die Liederauswahl über­nommen. Chorleiterin Wera Brehm führte mit Evelin Mack-Köferstein am Keyboard durch die ersten beiden Abende. Konrad Knopf leitete die beiden letzten Donnerstage und hatte zur Verstärkung seinen Rauenberger Chor mitgebracht, der mit großer Begeisterung teilweise „nur“ mit den „Gerbersruhsängern“ mitsang und teilweise Harmonien oder die zweite Stimme dazu sang. „Was für ein wunderbarer Klang“ kommentierte denn auch gleich eine Wieslocherin, „da singe ich gleich viel lauter mit.“

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Die Verantwortlichen in der Bürgerstiftung werden sich nun Gedanken machen, wie das Singen im Park im kommenden Jahr gestaltet werden kann.

Soviel ist bereits klar: es soll über einen längeren Zeitraum angeboten werden, ein Fahrdienst für weniger mobile Menschen wäre wünschenswert, und vielleicht können die örtlichen Chöre und Singgruppen zum Mitmachen gewonnen werden. Ideen und Mithilfeangebote sind willkommen.

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