Am Donnerstag, dem 22.10.2020, jährte sich die Deportation der Wieslocher Juden durch die Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Gurs zum 80. Mal.

Eine für den Abend geplante Gedenkveranstaltung der Stadt musste aufgrund der sich verschärfenden Corona-Situation kurzfristig abgesagt werden.

Umso dankbarer wurde daher eine Initiative der Stolperstein-Initiative, des Bündnis für Demokratie und Toleranz und der Bürgerstiftung Wiesloch aufgenommen.

Ehrenamtlich Aktive aus diesen drei Organisationen fanden sich zusammen, um in der Fußgängerzone einen Informationsstand zu errichten und in diesem Rahmen „Berches“, das Festtagsbrot der Juden, anzubieten. Ein Brot, das in früheren Zeiten bei Juden und Christen gleichermaßen beliebt war.

Zur großen Überraschung der Organisatoren war die Nachfrage außerordentlich groß. Nach kaum einer Dreiviertelstunde waren 50 Berches gegen Spenden verteilt. Auch Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Bürgermeister Ludwig Sauer gehörten zu den Abnehmern.

Patricia Hillier von der Stolperstein-Initiative erklärte sich kurzerhand bereit, weitere Bestellungen entgegenzunehmen und diese in den nächsten Tagen „abzuarbeiten“.

Dank der großzügigen Spenden können nun die Stolpersteine in Wiesloch weiterhin gepflegt werden.

Die Veranstaltung war ein schöner Erfolg. Der Dank gebührt den Aktiven der Organisationen: Jürgen Braun und Anne Sonnenberg von der Bürgerstiftung Wiesloch, Oriana Gradl vom Bündnis für Demokratie und Toleranz sowie Patricia Hillier von der Stolperstein-Initiative.

Mehr über das Berches-Brot und wo sie es weiterhin bekommen können, erfahren Sie hier.

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