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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Small-Talk-Bank und Plakataktion

veröffentlicht: 7. Mai 2018, 2185 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Was ist wichtig für ein gutes Miteinander? Wie kann man das tägliche Zusammenleben respektvoll, rücksichtsvoll und angenehm gestalten? „Es kann ganz einfach sein!“ war das Fazit derer, die an Gesprächsrunden zum Thema teilnahmen.

Worum geht es?
Das Projekt „Wieslocher Handschlag“ führte zwischen März und Juli 2017 insgesamt sechs Gesprächsrunden mit Wieslocher Bürgern, die per Zufallsgenerator aus dem Einwohnerregister ermittelt wurden. Gemeinsam sollte das Zusammenleben in unserer Stadt unter die Lupe genommen werden. Die Teilnehmenden sammelten und diskutierten wichtige Werte für ein gutes Miteinander, als Anstoß, das tägliche Zusammenleben respektvoll und rücksichtsvoll zu gestalten.
Hieraus sind folgende Aktionen hervorgegangen: (weiterlesen…)

 

PZN-Jazzkonzerte für Netzwerk Asyl

veröffentlicht: 1. Februar 2018, 4546 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Aus der Reihe „Jazz-Konzerte in der Psychiatrie“ im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) erhielt das Netzwerk Asyl Wiesloch dieser Tage eine Spende von 1.000 Euro.

Seit vielen Jahren unterstützt das PZN mit einer Spende aus Konzerterlösen soziale Wieslocher Einrichtungen bei deren Aufgaben. 2016 löste die Reihe „Jazz in der Psychiatrie“ die zahlreichen Kammerkonzerte ab. Aus den bisher drei Konzerten mit namhaften Jazzformationen resultiert die Spende von 1.000 Euro, über die sich nun das Netzwerk Asyl Wiesloch freuen darf. Zur Begründung hieß es: „Das Netzwerk Asyl Wiesloch engagiert sich mit großer Bürgerbeteiligung ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit.“

Zur Scheckübergabe trafen Annegret Sonnenberg, Vorsitzende der Bürgerstiftung Wiesloch, und Jutta Schoppengerd vom Netzwerk Asyl mit Dr. Stefan Gebhardt, Oberarzt, und Susann Roßberg, Leiterin der Unternehmenskommunikation, zusammen, die die Konzerte organisieren.

Im Bild v.li.n.re. Susann Roßberg, Jutta Schoppengerd, Annegret Sonnenberg, Priv.-Doz. Dr. Stefan Gebhardt (Foto: PZN, Dominik)

Beim Vor-Ort-Termin legten A. Sonnenberg und J. Schoppengerd dar, wofür das Geld genutzt werden soll. Man will es primär für musikalische Angebote in den Gemeinschaftsunterkünften verwenden. Im letzten Jahr gab es ein erfolgreiches Musikprojekt, bei dem Geflüchtete und Wieslocher Bürgerinnen und Bürger gemeinsam musizierten.

Hieran möchte man gerne anknüpfen und offene Angebote unter fachlicher Anleitung machen. Es werden noch gut erhaltene Gitarren gesucht. Und falls dann noch etwas Geld übrig ist, würde man gerne mit den Kindern der Geflüchteten in den Schulferien einen kleinen Ausflug machen.

 

Erfolgreiches Konzert „auf Augenhöhe“

veröffentlicht: 24. Januar 2018, 1890 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Großer Applaus für ein Zwischenkonzert an der Gerbersruhschule, das zeigt: gemeinsames Musizieren schafft Kontakt auch mit geringen Sprachkenntnissen.

Gäste aus dem Netzwerk Asyl, der Bürgerstiftung Wiesloch und der Stadtverwaltung hörten in einem mitreißenden Werkstattkonzert, was die Schülerinnen und Schüler von Oktober bis Januar unter der Leitung von Frau Ebbinghaus von der Gemeinschaftsschule und vier Musiklehrern der Musikschule Südliche Bergstraße gelernt hatten. Die Musizierenden kamen aus den 5. und 6. Klassen sowie den Vorbereitungsklassen. In flotten Musikstücken zeigten sie ihr Können mit Gesang, Cajón, Bongos, Posaune, Saxophon, Keybord und Gitarre.

Das Ziel des Projektes, das noch bis zum Schuljahresende läuft, ist es, durch die Musik einen Raum zu schaffen, in dem es nicht auf Wissen und Sprache ankommt. Vielmehr ermöglicht das gemeinsame Musizieren allen, etwas Neues zu entdecken und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Strahlende Gesichter am Ende des Konzertes zeigten die Freude und den Stolz der Beteiligten darüber, dass sie mit dem Konzert sowohl der Schulgemeinde wie auch den Besuchern ein tolles Ergebnis präsentieren konnten.

Das Projekt „Kinder musizieren gemeinsam“ ist ein Kooperationsprojekt der Bürgerstiftung Wiesloch und der Musikschule Südliche Bergstraße mit der Gerbersruh-Gemeinschaftsschule.

Die Finanzierung des Projekts wurde durch die Bürgerstiftung Wiesloch ermöglicht, die aus dem Fonds „Auf Augenhöhe“ der Software AG-Stiftung für dieses Projekt 5000€ eingeworben hat.

 

Konzert auf Augenhöhe

veröffentlicht: 21. Dezember 2017, 1992 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Einladung zum Konzert „Kinder machen gemeinsam Musik“ am Mittwoch, 17. Januar 2018, 12:00 Uhr, im Musiksaal der Gerbersruhschule

Schülerinnen und Schüler der Gerbersruhschule zeigen der Öffentlichkeit, was sie in den vergangenen drei Monaten im Rahmen des Projektes „Auf Augenhöhe – Kinder musizieren gemeinsam“ eingeübt haben. Mit dem Projekt wurde ein Raum für gemeinsames Erleben geschaffen, in dem es nicht auf die Sprachkenntnisse ankommt, sondern alle Kinder gemeinsam etwas Neues ausprobieren und für sich entdecken können.

Die Kinder nehmen an einem Instrumentenkarussell teil und können zwischen Gitarre/E-Bass, Schlagzeug, Posaune, Saxophon, Klavier und Gesang die Ausdrucksform wählen, die ihnen am besten gefällt. Unter den Mitwirkenden sind Schülerinnen und Schüler, die entweder die Vorbereitungsklassen besuchen oder sie besucht haben und inzwischen in Regelklassen unterrichtet werden.

Das „große Abschlusskonzert“ wird es im Sommer geben, aber schon jetzt möchten die Kinder natürlich präsentieren, was sie mit ihrer Lehrerin Christine Ebbinghaus erarbeitet haben. Falls Sie den Kindern einen kleinen Motivationsschub für die weitere Probenarbeit geben möchten, sind Sie herzlich zum Konzert eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Bürgerstiftung Wiesloch hat die Mittel für dieses Angebot aus dem Fonds „Auf Augenhöhe“ der Software AG Foundation eingeworben.

 

Handschlag wird umgesetzt

veröffentlicht: 15. Oktober 2017, 2538 mal gelesen, keine Kommentare bisher

In der ersten Jahreshälfte fanden insgesamt fünf Gesprächsrunden zum „Wieslocher Handschlag“ statt. Aus den Gesprächen und Diskussionen entstanden einige gute Ideen, wie man auf das Thema „Besseres Zusammenleben“ aufmerksam machen kann. Im Juli kam eine kleinere Runde der bisherigen Teilnehmer zu einem Konsolidierungstreffen zusammen. Dabei überlegte man sich konkrete Aktionen, wie man die Mitmenschen anregen kann, das eigene Handeln zu überdenken und durch kleine Veränderungen die Interaktion mit anderen ohne großen Aufwand angenehmer zu gestalten.

Aktionen im Frühjahr
Zwei Aktionen werden in den nächsten Monaten von einer kleinen Arbeitsgruppe umgesetzt. Da es sich um Freiluft-Aktionen handelt, haben wir beschlossen, sie entgegen der ursprünglichen Planung erst im Frühjahr 2018 bei hoffentlich schönem Wetter der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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Lest mehr Krimis!

veröffentlicht: 31. Juli 2017, 8803 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Nicht der Spannung sondern des praktischen Nutzens wegen. Wie der aussieht, erfuhr man bei einer Lesung des Autors Marcus Imbsweiler während der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Wieslocher Bücherregals.

Die Atmosphäre auf dem Wieslocher Marktplatz direkt vor dem öffentlichen Bücherregal war sommerlich, entspannt und gemütlich, als man sich zur kleinen Feier traf. Die Bürgerstiftung Wiesloch, die das Bücherregal vor zehn Jahren, am 21. Juli 2007, in Wiesloch initiierte, hatte dazu eingeladen und präsentierte ihren Gästen zwei kulturelle Leckerbissen. Sie knüpfte an die Tradition der ersten fünf „Lebensjahre“ des Bücherregals an, als es jedes Jahr ein Fest mit Improvisation, Theater und Lesungen gab.

Angelika Senft-Rubarth als Gedichtemalerin Madame Bleu bei 10 Jahre Wieslocher Bücherregal

Zunächst verzauberte Madame Bleu ihr Publikum mit Poesie und Farbe, nahm es mit in ihre blaue Welt der Wörter und Geschichten, die sie aus Vorgaben der Anwesenden improvisierend entstehen ließ. Gedichtemalerin Madame Bleu wurde dargestellt von Angelika Senft-Rubarth, der bekannten und vielseitigen Künstlerin aus Wiesloch. Der imposante Aufbau bildete die Bühne, auf der sie in unkonventioneller Weise Farbe im Zusammenspiel mit Texten einsetzte und so den Bogen zum Bücherregal spannte. Ihre komprimierte Aufführung des Zauberlehrlings mit Schwamm und Pinsel war ein ganz besonderes Erlebnis.

Marcus Imbsweiler bei 10 Jahre Wieslocher Bücherregal

Anschließend gab es einen Auftritt von Marcus Imbsweiler, der sich bei der Anfrage sofort bereit erklärt hatte, dem Bücherregal eine Lesung zum Geburtstag zu schenken. Der Autor und Musik­wissenschaftler aus Heidelberg arbeitet im Bereich klassische Musik, veröffentlicht seit 2005 aber auch belletristische Werke. In der Region ist er vor allem durch seinen Heidelberger Ermittler Max Koller bekannt.

Und so gab er als erstes eine Geschichte mit Herrn Koller und dessen Erlebnissen anlässlich des Besuchs des britischen Kronprinzenpaars in Heidelberg zum Besten. Mit einem zweiten Kurzkrimi überzeugte er die Anwesenden, dass Krimis nicht primär wegen der Spannung so beliebt sind sondern vielmehr wegen des praktischen Nutzens, den man aus ihnen ziehen kann – nun wissen auch Nichtmediziner, wie Aconitin wirkt und warum es für einen Mord nicht ganz optimal ist.

Stadtrat Werner Philipp, stellv. OB, überbringt Glückwünsche bei 10 Jahre Wieslocher Bücherregal

Stadtrat Werner Philipp überbrachte in Vertretung von Oberbürgermeister Dirk Elkemann die Glückwünsche der Stadtverwaltung. Er bestätigte, dass das Bücherregal allen anfänglichen Unkenrufen zum Trotz eine sehr beliebte Einrichtung und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken sei. Den befürchteten Vandalismus oder gar das Abfackeln großer Buchbestände habe es in all den Jahren nicht gegeben, das Regal sei immer in einem tadellosen Zustand.

Gisela Schulz mit R. Stindl (r.) und A. Sonnenberg (l.)

Dies bestätigte Rosemarie Stindl, zuständiges Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, verbunden mit dem Dank an die Stadtverwaltung für die große Unterstützung bzgl. des Bücherregals. Dass das Bücherregal „trotz heftigster Nutzung noch immer supergut aussieht, verdankt es vor allem einer Frau, die sich rührend und zuverlässig kümmert.“ Es ist Gisela Schulz, die selbsternannte Bücher-Lady und gute Seele des Regals, die täglich veraltete und speckige Bücher aussortiert und „auch schon mal Leute zur Rede stellt, die kistenweise Bücher entsorgen wollen.“

Der Sinn des Bücherregals liegt eben nicht im Entsorgen, sondern im Tauschen. Niemand will Autokarten und Hotelführer aus den 80er Jahren oder Computerhandbücher für Systeme, die niemand mehr nutzt. Wer so etwas ins Bücherregal stellt, „denkt nicht mit und verursacht den Ehrenamtlichen, die sich um das Regal kümmern, viel unnötigen Aufwand“, so Rosemarie Stindl. Mit einem Geschenk nebst großem Blumenstrauß und lang anhaltendem Applaus wurde Frau Schulz für ihr unermüdliches Engagement gedankt.

Die Feier klang mit einem gemütlichen Umtrunk aus, zu dem die Gäste leckere Kleinigkeiten mitgebracht hatten. Das köstliche Bärlauch-Zupfbrot wird vielen in Erinnerung bleiben: eine Dame hatte es mitgebracht mit den Worten, „weil mir das Bücherregal so viel Schönes gegeben hat. Und deshalb möchte ich jetzt auch etwas zurückgeben.“

 

Talk bei Dörner: Wir Bürgerstifter

veröffentlicht: 9. Juni 2017, 2203 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Ehrenamtliche Vielfalt in der Bürger­stiftung Wiesloch wurde in lockerer Talkrunde und sommerlichem Gartenambiente vorgestellt. (Foto: KHP)

31. Mai 2017 – Um 17 Uhr war der Garten fertig geworden, um 19:30 Uhr tummelten sich die ersten Gäste darin: Uwe Dörner und seine Frau begrüßten stolz zur ersten Veranstaltung im Literaturgarten der Buchhandlung Dörner. Sie war der Bürgerstiftung Wiesloch gewidmet. Anlass dazu war das Buch „Wir Bürger­stifter“, das die Stiftung Aktive Bürgerschaft zum Jubiläum „20 Jahre Bürgerstiftungen in Deutschland“ herausgegeben hat. Darin werden 13 Bürgerstifter vorgestellt, die sich mit Ideen, Zeit und Geld in einer Bürgerstiftung in Deutschland engagieren. Einer davon ist der Wieslocher Uwe Stadter.

Grund genug für Uwe Dörner, selbst Bürgerstifter, nicht nur das Buch zum Verkauf anzubieten, sondern auch das besondere Engagement der Bürgerstiftung Wiesloch zu würdigen. Und so entstand die Idee zu einer Talkrunde mit Menschen, die sich im Rahmen der Bürgerstiftung auf sehr unterschiedliche Arten hier in Wiesloch engagieren. Die sechs Aktiven deckten ein sehr breites Spektrum ab und plauderten darüber, was sie antreibt, wie sie sich einbringen, welchen persönlichen Nutzen sie von ihrem Engagement haben. (weiterlesen…)

 

Werkstattkonzert für guten Zweck

veröffentlicht: 10. Mai 2017, 3037 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Akkordeon-Benefizkonzert begeistert mit außergewöhnlichen Klängen in der vollbesetzten SPHV-Montagehalle.

Die Bürgerstiftung Wiesloch und der SPHV hatten zu dem Benefizkonzert in ungewöhnlichem Ambiente eingeladen. Über den musikalischen Hörgenuss hinaus wollten die Veranstalter mit dem Konzert einen besonderen Begegnungsraum schaffen, um auf die Belange psychisch erkrankter Menschen aufmerksam zu machen.

So freuten sich die Organisatoren auch, als sich die große Werkstatthalle kurz vor Konzertbeginn um 16 Uhr füllte und mit rund 100 Gästen fast alle Plätze belegt waren.

„Menschen zusammenbringen und gemeinsam das Zusammenleben in der Stadt positiv beeinflussen, das ist uns sehr wichtig“ begrüßte Rosemarie Stindl vom Vorstand der Bürgerstiftung die Anwesenden. Unter anderem in dieser Vermittlerrolle war die Bürgerstiftung am Konzert beteiligt. Das Akkordeon-Bezirksorchester Rhein-Neckar-Odenwald hatte von dem großen sozialen Engagement der Bürgerstiftung gehört und wollte dazu beitragen. Und die Bürgerstiftung wusste von den finanziellen Einschränkungen der SPHV-Klienten. So war sehr schnell zu Basis zu der kulturellen Kooperation geschaffen.

Melitta Wernecke, Geschäftsführerin des SPHV Rhein-Neckar, führte in ihrer Begrüßung aus, dass die Orchestermusiker zugunsten von Spenden für den SPHV auf eine Gage verzichteten. Der Spendenerlös werde für die Durchführung von Freizeiten dringend gebraucht. Der SPHV organisiert und begleitet Reisen für psychisch erkrankte Menschen, um ihnen wichtige soziale und kulturelle Eindrücke zu ermöglichen. Hierfür sei laut Wernecke jedoch eine Spendenfinanzierung unabdingbar: Die Klienten des SPHV lebten häufig von Sozialhilfe oder einer kleinen Erwerbsunfähigkeitsrente und könnten sich einen mehrtägigen Urlaub selten leisten.

Das Akkordeon-Bezirksorchester Rhein-Neckar-Odenwald unter der Leitung von Berzirksdirigent Werner Scherer eröffnete das abwechslungsreiche musikalische Programm passend zum guten Wetter mit dem „Frühlingsstimmenwalzer“ von Johann Strauss. Was folgte, war ein Feuerwerk allerhöchster Virtuosität mit unterschiedlichsten Stücken von Rossini, Prokofjew, Piazzola u.v.m. Mit ihrer einzigartigen Interpretation der Stücke rissen die Musiker das Publikum von Anfang an mit.

Orchesterleiter Werner Scherer wandte sich vor jedem Stück mit Anekdoten und Wissenswertem über den Komponisten und sein Werk an das Publikum und ergänzte so auf unterhaltsame Weise die musikalische Vorstellung.

Das Publikum erklatschte zum Ende des einstündigen Konzerts erfolgreich zwei Zugaben. Es bedankte sich bei Orchester und Organisatoren mit lang anhaltendem Applaus und Spenden von über 500 € für den guten Zweck.

 

Auf Augenhöhe durch Musik

veröffentlicht: 24. März 2017, 5051 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Das Projekt „Wir machen gemeinsam Musik“ fand seinen vorläufigen Abschluss in einem fulminanten Konzert im vollbesetzten Kulturhaussaal. Einheimische und Geflüchtete begeisterten mit heißen Rhythmen und virtuosen Soli.

Das Kooperationsprojekt von Bürgerstiftung Wiesloch, Netzwerk Asyl, Musikschule Südliche Bergstraße und Gerbersruh-Gemeinschaftsschule wurde durch Fördermittel aus dem Fonds „Auf Augenhöhe“ finanziert, der von der Software AG-Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen speziell für Bürgerstiftungen ausgeschrieben wurde, die sich im Bereich Flüchtlinge engagieren.

Ziel des Projekts war es, einen Begegnungsraum zu schaffen, der die Kommunikation zwischen Einheimischen und Geflüchteten über die Musik erschließt. Begegnungen auf Augenhöhe finden immer beim gemeinsamen Tun statt, insbesondere wenn alle mit den gleichen Voraussetzungen dabei sind. Das war in diesem Projekt der Fall, denn die Teilnehmenden brauchten keine Vorkenntnisse. Vielmehr durften alle verschiedene Instrumente testen, entschieden sich für eines und erlernten dann in der Gemeinschaft, es zu spielen.

„Am Anfang war Lärm, und dann wurde es Musik.“ So fasste Rosemarie Stindl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, den Projektverlauf in Abwandlung eines berühmten Textzitats sehr treffend zusammen. Aus dem Chaos, das zu Beginn einer Idee oder eines Projekts herrsche, werde etwas Gutes, wenn man nur dran bleibe, ausprobiere und Zeit investiere. In der Tat zeigte das Konzert sehr eindrücklich, welche Leistung von allen Beteiligten innerhalb von zehn Wochen erbracht wurde.

So dankte Frau Stindl allen Partnern herzlich: der Musikschule Südliche Bergstraße und der Gerbersruh-Gemeinschaftsschule für die Unterrichtsstunden und Übungsinstrumente, der Firma Session für die Keyboards, den Helfern aus dem Netzwerk Asyl und ganz besonders Monika Gessat für die gesamte Organisation des Projekts.

Mehr zum Projekt und zum Netzwerk Asyl

 

Wieslocher Kinderbücherregal

veröffentlicht: 9. März 2017, 3113 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Bei strömendem Regen aber strahlenden Kinderaugen wurde das Wieslocher Kinderbücherregal offiziell im Beisein von Bürgermeister Sauer eingeweiht.

Das neue Bücherregal steht auf dem evangelischen Kirchplatz. Schon von weitem sieht man den witzigen Bücher­wurm, der auf der Rückseite mit einem Buch aus seinem Loch guckt. Wir danken Marco Billmaier, die-wandgestaltung.de, ganz herzlich für den Blickfang, den er mit seinen Sprühflaschen gezaubert hat.

Das nur 150 cm hohe Regal wurde von der Wieslocher Schlosserei Corvaglia liebevoll ohne scharfe Kanten und Ecken gebaut. Nun steht der intensiven Nutzung nichts mehr im Weg: ganz wie sein großer Bruder, dem Bücherregal für Erwachsene und Jugendliche auf dem Marktplatz, wird das kleine Regal nun Kinder zum Lesen motivieren und dazu einladen, Bücher einzustellen und auszuleihen.

Zur Einweihung heute Vormittag waren die Klassen 2a und 2b der Schiller-Grundschule gekommen. Obwohl das Wetter nicht wirklich mitspielte, waren alle Kinder und Erwachsene bester Laune. Rosemarie Stindl, Vorstands­mitglied der Bürgerstiftung und Projektpatin, erklärte den sehr interessierten kleinen Zuhörern in einer kurzen Ansprache, wie das neue Kinderbücherregal funktioniert.

Mit großer Begeisterung hörten die Kinder zu und stellten, neugierig geworden, sehr viele Fragen. Danach erzählte Frau König-Kurowski lebendig und mitreißend eine kurze Geschichte, wobei sie tatkräftig von ihrem Mann unterstützt wurde.

Foto: Ines Adam

Zum Abschluss schenkte Bürgermeister Ludwig Sauer dem Kinderbücherregal noch ein Feuerwehrbuch – was insbesondere die anwesenden Erwachsenen zum Schmunzeln brachte, da sich Herr Sauer bekanntermaßen in der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch engagiert. Er bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der Bürgerstiftung Wiesloch und betonte, dass sie immer wieder sehr gute Projekte ins Leben ruft.

„Bücher sind Schokolade für die Seele“ – mit diesem Spruch beschloss R. Stindl die kleine Feierstunde. Und da nicht nur die Seele Nahrung braucht, sondern auch ein Kinderbauch, gab es noch Schokolade für die kleinen Zuhörer, die dann wieder in geschlossener Formation zurück zur Schillerschule wanderten. Aus gesicherter Quelle erfuhren wir, dass die nächste Unterrichtsstunde eine Mathe-Stunde war, und hoffen, dass sie heute besonders frisch und lebendig verlief.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die uns bei der Realisierung des neuen Kinderbücherregals tatkräftig unterstützen:

  • Anja Dahner und Bürgermeister Sauer, Stadtverwaltung Wiesloch (Genehmigung und Hinweise auf Vorgaben)
  • Schlosserei Corvaglia, Wiesloch (Bau des Regals)
  • Marco Billmaier, Die Wandgestaltung Wiesloch-Baiertal (Grafitti)
  • den Lehrerinnen Frau Dippert und Frau Soder aus der Schillerschule Wiesloch
  • Burkhard Billmaier und die Angestellten von Optik-Billmaier, die sich bereit erklärt haben, sich um das Kinderbücherregal zu kümmern.
 

 

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