Rhein-Neckar-Zeitung, 20./21.06.2009

Die Bürgerstiftung Wiesloch informierte auf dem Marktplatz über das Lesepaten-Projekt

Wiesloch. (seb) Die Bürgerstiftung Wiesloch sucht weitere Lesepaten. Am bundesweiten Aktionstag der Bürgerstiftungen unter dem Motto „Vor Ort aktiv“ informierte man beim Bücherregal auf dem Marktplatz über dieses Projekt, und gemeinsam mit dem Jugendzentrum lud man die Passanten zum Spielen ein.

Das Lesepaten-Projekt richte sich an Schüler der ersten und zweiten Klasse, wie Rosemarie Stindl von der Bürgerstiftung erklärte. Derzeit finde es nur an der Schillerschule und der Maria-Sibylla-Merian-Schule in Wiesloch statt. Zehn Lesepaten betreuten maximal drei Kinder ein Mal die Woche für eine Schulstunde und unterstützten sie im Umgang mit der deutschen Sprache. Der Bedarf sei groß, wie Rosemarie Stindl von den beiden Grundschulen erfuhr. Die Lesepaten seien mehr als Vorleser, sie verwickelten die Kinder in Gespräche und würden so zu ihren Vertrauten. „Das Erzählen ist so wichtig wie das Vorlesen.“ Übung im Kommunizieren sei nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund notwendig, sagte Rosemarie Stindl. Von der Betreuung durch ihre Lesepaten profitierten die Kinder enorm, „sie werden selbstbewusster, lesen besser und drücken sich besser aus. Sie beteiligen sich auch mehr am Unterricht“. Ziel sei nun, auch in den Grundschulen der Wieslocher Ortsteile Lesepaten einzusetzen.

Vor_Ort_aktiv: LesepatenprojektAuf dem Marktplatz fand auch ein kleiner Bücher-Flohmarkt statt. Die Bücher hatte die Buchhandlung Eulenspiegel gespendet, sie stammten aus den „Lessekoffern“, die vor Kurzem noch auf Reisen durch die Schulen der Region waren. Christine Schubert vom Jugendzentrum (Juz) veranstaltete Spiele mit dem Schwungtuch, die bei Jung und Alt sehr beliebt sind. Mitarbeiter der Buchhandlung Dörner lasen und erzählten gemeinsam mit den Kindern des Lesepaten-Projekts in einem Märchenzelt wie aus „1001 Nacht“. Als Geschenk durften die Kinder je ein Buchmitnehmen. Gefragt, wie es ihnen gefallen hat, antworteten sie einhellig: „Es war einfach schön.“ Uwe Dörner hat das Lesepaten-Projekt gerne unterstützt, schließlich sei es wichtig, Kinder ans Lesen heranzuführen, meinte er. Und mit der heimeligen Atmosphäre im Märchenzelt und dem Buchgeschenk „haben die Kinder eine schöne Erinnerung an das Lesepaten-Projekt“.

Info: Wer Lesepate werden möchte, melde sich bei Gabriele Fischer, Telefon 06222/50082, oder Rosemarie Stindl, Telefon 06222/51365.

Scroll to Top