logo

Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

Bürgerstiftung WieslochStiftungsarbeitKinder & JugendlicheSchülerförderpreis

Spendenaktion 2020: Schülerförderpreis

veröffentlicht: 18. Januar 2020, 541 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch wird an Schülerinnen und Schüler von Schulen in Wiesloch verliehen, die trotz schwieriger Bedingungen die Herausforderungen des Lebens annehmen und eine schulische Abschlussleistung erzielen, die, gemessen an den Voraussetzungen, deutlich über den Erwartungen liegt.

Es sollen also Jugendliche ausgezeichnet werden, die in Bezug auf Ausdauer, Mut und Willensstärke Vorbildcharakter haben.

Für den Schülerförderpreis kommen alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger von weiterführenden Schulen in Wiesloch in Betracht.

Der Preis wird jährlich vergeben und besteht aus einer Urkunde sowie einer Geldprämie in Höhe von 300 Euro bis 500 Euro.

Die Auswahl des Preisträgers bzw. der Preisträgerin erfolgt durch eine Jury, deren Mitglieder vom Vorstand der Bürgerstiftung Wiesloch benannt werden. Die Jury besteht aus einem Mitglied des Vorstandes der Bürgerstiftung sowie mindestens zwei weiteren Persönlichkeiten.

Der Schülerförderpreis wird seit 2011 jährlich vergeben. In diesem Jahr wird der Preis also zum 10. Mal verliehen.

Wir freuen uns auf Ihre Spende mit dem Verwendungszweck „Spende Schülerförderpreis“. Die Bankverbindung finden Sie hier.

 

Schülerförderpreis 2018

veröffentlicht: 23. August 2018, 4611 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Ein Novum beim achten Schülerförderpreis: da die fünf eingegangenen Nominierungen gleichwertig waren, beschloss die Jury, die Gesamtsumme von 1.500 € gleichmäßig auf die fünf Nominierten aufzuteilen.

Die drei Jurymitglieder für den Schülerförderpreis der Bürgerstiftung, Karin Becker, Dr. Reinhold Miller und Dr. Johann Gradl, standen dieses Jahr vor einer besonders großen Herausforderung. Die fünf nominierten Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen von Albert-Schweitzer-Schule, Hubert-Sternberg-Schule und Ottheinrich-Gymnasium erfüllten die Kriterien in einem Maße, das eine Entscheidung unmöglich machte.

„Die Schicksale dieser jungen Menschen haben uns sehr bewegt. Alle fünf sahen sich großen Herausforderungen gegenüber, durchlebten sehr schwierige Situationen und erzielten doch schulische Abschlussleistungen, die – gemessen an den äußeren Umständen – weit über den Erwartungen lagen,“ sagte Dr. Gradl. „Es war uns nicht möglich festzustellen, wer von den Jugendlichen weniger schlimme Bedingungen hatte. Eigentlich sollten alle einen Preis erhalten.“

Und so habe man beschlossen, die ausgeschriebene Preissumme von 1.500 € durch 5 zu teilen. Bisher sah die Ausschreibung maximal drei Preise zu jeweils 500 € vor; diesmal erhielten die fünf Jugendlichen jeweils 300 €.

Alle Preisträger haben mit großer Arbeitsmoral und starkem Willen ihren Schulalltag und die Anforderungen aus Schule, Ausbildung und Privatleben gemeistert. Sie kämpften für gute Schulabschlüsse trotz familiärer Schicksals­schläge, körperlicher Beeinträchtigungen oder seelischer Belastungen. Um die Privatsphäre der Jugendlichen zu wahren, gehen wir an dieser Stelle nicht näher auf die Gründe ein, die zu ihrer Auszeichnung führten.

Jurymitglied Karin Becker übergab je einen Preis an Lea-Sophie Pöllmann und Lisa Reinhard, die beide ihr Abitur am Ottheinrich-Gymnasium ablegten.

Bei der Entlassfeier der Hubert-Sternberg-Schule erhielten Dennis Blum und Lana Karagujanov ihre Preise aus den Händen von Dr. Reinhold Miller.

Dr. Reinhold Miller mit Louis

Louis März erhielt den Preis an der Albert-Schweitzer-Schule von Dr. Reinhold Miller. Rektorin Karin Senn war sichtlich stolz, erstmals diese Preisverleihung an ihrer Schule zu haben.

In einem Dankesschreiben an die Bürgerstiftung steht u.a. „Nochmals ganz herzlichen Dank dafür. Leider haben wir kein Foto von den offen stehenden Mündern der übrigen Schulabgänger, aber schönerweise kam keinerlei Neid auf. Dann haben wir wohl etwas richtig gemacht.“

 

Schülerförderpreis 2017

veröffentlicht: 14. Juli 2017, 4613 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Zwei Preise zu je 500 € wurden in diesem Jahr für besondere Leistungen vergeben. Einen erhielt eine Schülerin des Ottheinrich-Gymnasiums, einen ein Schüler der Hubert-Sternberg-Schule.

Seit 2011 vergibt die Bürgerstiftung Wiesloch bis zu drei Schülerförderpreise pro Jahr an junge Menschen, die trotz schwieriger persönlicher Bedingungen einen guten Schulabschluss machen. Sie werden von ihrer Schule vorgeschlagen, wenn sie Leistungen erbracht haben, die so nicht zu erwarten waren. In diesem Jahr hatte die Jury nur über zwei Nominierungen zu beraten und konnte schnell feststellen, dass beide Nominierten die Kriterien für den Schülerförderpreis erfüllten.

An der Hubert-Sternberg-Schule übergab Jurymitglied Dr. Reinhold Miller den Preis an Ahmad Azizi. Eine „riesige und unerwartete Überraschung“ war es für ihn, dass er die Urkunde und den Geldumschlag entgegennehmen durfte. Damit werde er sich seinen großen Wunsch, einen Computer, endlich erfüllen.

Ahmad kam erst im Oktober 2016 in die Klasse VAB 2 der Hubert-Sternberg-Schule. Zunächst konnte er kaum Deutsch. Doch trotz der für ihn als sog. unbegleiteter minderjähriger Flüchtling schwierigen Betreuungssituation schaffte er es, sein Deutsch kontinuierlich zu verbessern, was sich dann auch positiv auf alle anderen Schulfächer auswirkte. Niemand hatte erwartet, dass er so schnell dazu lernen und schließlich die Berufsschule mit solch einem guten Zeugnis abschließen würde. Gleichzeitig zeichnete er sich durch seine angenehme fröhliche und hilfsbereite Natur aus, mit der er eine große Bereicherung für die Klasse war.

Auch Tamara Buzdumovic erhielt den Preis. Er wurde ihr von Jurymitglied Karin Becker im Ottheinrich-Gymnasium – auf eigenen Wunsch – in einer kleinen Feierstunde mit Rektorin Kuhfuß, Konrektor Annuschat und Klassenlehrerin Simon übergeben. Während Frau Kuhfuß wie schon bei diesen Preisverleihungen in früheren Jahren mit Tränen der Rührung kämpfte, ging die Laudatorin auf die schwierige familiäre Situation ein, die für Tamara in den letzten Jahren eine große Belastung war.

Trotz widriger Umstände ist ihr Schulabschluss sehr gut und übersteigt alle Erwartungen. Bewundernswert war in den zurückliegenden Jahren ihre grundpositive Haltung, ihre Hilfsbereitschaft und Offenheit gegenüber ihren Mitmenschen. „Solch einer starken Persönlichkeit gebührt dieser Schülerförderpreis“, waren sich die anwesenden Erwachsenen einig. Ehrfurchtsvoll und strahlend nahm die Preisträgerin dann den großen Geldschein samt Urkunde aus den Händen Karin Beckers entgegen.

 

Schülerförderpreis 2016

veröffentlicht: 10. Juli 2016, 4879 mal gelesen, keine Kommentare bisher

In diesem Jahr gingen drei Förderpreise an Absolventen der Hubert-Sternberg-Schule Wiesloch. Ausgezeichnet wurden Mutmacher, die in schwierigen Situationen Leistungswillen, Selbstkompetenz und außergewöhnlichen Einsatz für die Gemeinschaft zeigten.

Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch wird nicht für die besten Noten vergeben, sondern geht an Schulabsolventen, die während ihrer Schulzeit trotz schwieriger privater Bedingungen eine Abschlussleistung erzielen, die so nicht zu erwarten war.

Aus den von den Schulen vorgeschlagenen Absolventen wählte die Jury drei Preisträger aus, die in diesem Jahr alle aus der Hubert-Sternberg-Schule kamen.

Svetlana Rib und Melanie Kofler

Die beiden frischgebackenen Friseurinnen konnten kaum fassen, was ihnen bei ihrer kleinen Entlassfeier in der Hubert-Sternberg-Schule passierte. Dr. Reinhold Miller, Jurymitglied und Bürgerstifter der ersten Stunde, war sozusagen als Überraschungsgast anwesend. Als er den beiden mitteilte, dass jede von ihnen einen mit 500 Euro dotierten Preis der Bürgerstiftung Wiesloch erhielt, „hüpften sie vor Freude fast bis an die Decke“ – wie er es später erzählte. Warum die beiden sich für den Preis qualifizierten, beschrieb er so: „hohe Selbstkompetenz, Selbstverantwortung und Lebensstärke; außergewöhnlichen Einsatz für die Belange der Gemeinschaft; Leistungswillen und überdurchschnittliche Erfolge, generell hohes Engagement, Weltzugang und Einsatzbereitschaft“.

René Iwan

W.Lehner mit René Iwan
W. Lehner mit René Iwan

Bei der Entlassfeier des einjährigen Berufskollegs einen Tag zuvor überreichte Wolfgang Lehner, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, den dritten ebenfalls mit 500 dotierten Förderpreis an René Iwan.
„Mit Ausdauer, Mut und Willenskraft ein Ziel erreichen, auch wenn die Voraussetzungen ungünstig und schwierig sind, das hat Vorbildcharakter“ bestätigte er René Iwan.

Er habe sich durch mehrere Schulen gekämpft, aus dem aussichtslosen Fall sei schließlich an der Hubert-Sternberg-Schule ein engagierter Berufsfachschüler geworden, der sich nicht nur fachlich sondern auch sozial in hohem Maße engagierte.

Alle drei Preisträger 2016 sind Mutmacher. Sie zeigen wie alle Preisträger seit 2011, dass sich Schule und Ausbildung meistern lässt, auch wenn viele Steine im Weg liegen. Ausdauer, Leistungswille, Selbstbewusstsein und Kooperationsbereitschaft zahlen sich früher oder später aus.

 

Schülerförderpreis 2015

veröffentlicht: 30. Juni 2015, 7851 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Der diesjährige Preis ging an eine Schülerin des Ottheinrich-Gymnasiums. Wir zeichnen damit eine junge Mutmacherin aus, die auf eigenen Wunsch den Preis öffentlich erhielt, um zu zeigen, dass es möglich ist, schwierige Lebenseinschnitte und psychische Belastungen zu meistern.

Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch ist ein besonderer Preis. Er wird nicht, wie das bei den anderen Preisen anlässlich der Schulentlassung ist, an den oder die Beste vergeben; er geht an Jugendliche, die es geschafft haben, trotz schwieriger Bedingungen eine Abschlussleistung zu erzielen, die – gemessen an den Voraussetzungen, so nicht zu erwarten war.

Die Preisträgerin

In diesem Jahr geht der mit 500 Euro dotierte Preis an Maria-Elena Eller. Die Abiturientin am Ottheinrich-Gymnasium erkrankte vor einigen Jahren schwer. Durch eine falsche Anfangsbehandlung und später hinzukommende tiefgreifende familiäre Veränderungen wurde ihr Leiden noch verschlimmert. Trotz der in vieler Hinsicht problematischen Situation und der emotional wie seelisch hoch belastenden Umstände gelang es Maria-Elena, das Abitur mit „gut“ zu bestehen.

Als Maria-Elena von der Entscheidung der Jury erfuhr, war ihre Freude groß. Dr. Johann Gradl, das zuständige Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, war tief beeindruckt, dass Maria-Elena sich ausdrücklich wünschte, den Preis öffentlich im Rahmen der Abiturfeier entgegen zu nehmen. Dr. Gradl sagte dazu in seiner Laudatio: „Man spricht nicht über Leiden des Gemüts, der Seele, der Psyche. Betroffene fühlen sich als Verlierer, als schwache Menschen. Sie, liebe Maria-Elena, gehen offen damit um und machen damit anderen Menschen Mut, indem Sie gezeigt haben, dass es einen Weg zurück in ein normales Leben gibt.“

Die Botschaft

Dr. Gradl führte weiter aus, dass die Botschaft dieser Preisverleihung eine Botschaft der Hoffnung und des Mutmachens sei: „Für die allermeisten von uns hält das Leben viel Gutes, aber eben auch mal Herausforderungen und Schicksalsschläge bereit. Verhindern können wir das nicht. Unser Spielraum liegt einzig und allein in der Haltung, mit der wir solchen Einschnitten begegnen. Und es ist diese Haltung, die wir von Maria-Elena lernen können: Auch wenn alles zusammenzubrechen droht, sich die Hoffnung zu bewahren, den Glauben an die eigene Kraft nicht zu verlieren.“

Maria-Elena sei, so Dr. Gradl weiter, zu einem Vorbild für andere Menschen geworden, denn sie sei eine Mutmacherin. Sie zeige, dass man aus schlimmen Erfahrungen gestärkt hervorgehen und damit Anderen Kraft spenden kann.

Zahlreiche positive Äußerungen zeigten nach der Feier, dass diese Botschaft gut aufgenommen wurde. Insbesondere die Preisträgerin und ihre Eltern bedankten sich herzlich für die einfühlsame und sehr zu Herzen gehende Laudatio von Dr. Gradl.

 

Schülerförderpreis 2014

veröffentlicht: 10. Juli 2014, 6727 mal gelesen, keine Kommentare bisher

In diesem Jahr wurden drei mit jeweils 500 € dotierte Schülerförderpreise vergeben, um zwei Schüler und eine Schülerin auszuzeichnen, die durch das, was sie geleistet haben, durch ihr Verhalten, durch ihre Haltung zu Vorbildern geworden sind und einen besonderen Schulabschluss erreicht haben.

Die Bürgerstiftung Wiesloch ist dem Gemeinwohl in der Stadt Wiesloch verpflichtet – also dem Wohlergehen der Menschen, die hier leben, arbeiten und lernen. Und für dieses Wohlergehen braucht es nicht nur ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, dazu Frieden, Sicherheit, Bildungschancen – sondern auch Hoffnung, Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft.

Diese Eigenschaften werden durch den Schülerförderpreis ausgezeichnet.
Im März dieses Jahres luden wir die Schulleiter aller weiterführenden Schulen in Wiesloch eingeladen, Schülerinnen und Schüler für den Schülerförderpreis zu nominieren. Aus den eingegangenen Nominierungen hat eine Jury die Preisträger ausgewählt.

Hubert-Sternberg-Schule

Bei der Schulentlassungsfeier Anfang Juni bekam Kadir Yüce den Preis der Bürgerstiftung Wiesloch. Er sei nach Meinung der Jury ein Vorbild, wenn es darum gehe, die Chancen, die einem gegeben werden, entschlossen zu ergreifen, und sich dabei gleichzeitig auch noch in solidarischer Weise zu engagieren.

Kadir zeichnete sich – so Dr. Johann Gradl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, in seiner Laudatio – durch außerordentliche Lernbereitschaft, Selbstdisziplin, Ausdauer und soziale Kompetenz im Schulalltag aus die sich in einer Kombination von eigener Leistung und gelebter sozialer Kompetenz, u.a. im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ manifestierte.

Aber es gebe noch einen weiteren Grund für den Preis, was Dr. Gradl folgendermaßen ausführte: „Sie erhalten den Preis auch dafür, dass Sie mit Ihrem Beispiel den Weg ebnen für ein Stück Normalität. Normalität, die darin besteht, dass es für den Schulabschluss keinerlei Unterschied macht, ob eine Schülerin oder ein Schüler deutsche oder ausländische Wurzeln hat. Damit dies Realität wird, braucht es natürlich auch ein entsprechendes Umfeld. Insofern hätten auch Herr Becker und Herr Haas und alle anderen Lehrkräfte, die Sie gefördert haben, einen Preis verdient. Ebenso natürlich auch Ihre Familie.“

Ottheinrich-Gymnasium

v. l.: Chr. Annuschat, Franziska Pross, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)
v. l.: Chr. Annuschat, Franziska Pross, Dr. J. Gradl (Foto: Pfeifer)

Aus dem Abiturjahrgang 2014 des Ottheinrich-Gymnasiums erhielt Franziska Pross den Schülerförderpreis aus den Händen von Dr. Johann Gradl. In seiner Laudatio ging er – sichtlich bewegt – auf das schwere Schicksal ein, dem sich die Schülerin ab der 9. Klasse stellen musste: ihre Mutter erkrankte schwer und Franziska pflegte sie bis zu ihrem Tod im letzten Jahr.

Franziska habe sich trotz massiver Belastung und gewaltiger Trauer die Hoffnung bewahrt und den Glauben an die eigene Kraft nicht verloren, sondern die immensen Herausforderungen dieser vier Jahre in beeindruckender Weise angenommen und sich selbst sowie den Menschen in ihrer Umgebung Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft gegeben. Wer solch ein leuchtendes Beispiel ist, verdient eine besondere Auszeichnung, nämlich den Schülerförderpreis der Bürgerstiftung.

2014_Schuelerfoerderpreis-PatrickKraft_02_kl

Johann-Philipp-Bronner-Schule

Bei der Abiturfeier am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium übergab Wolfgang Lehner, Mitglied im Vorstand der Bürgerstiftung, den dritten Schüler­förderpreis in diesem Jahr an Patrick Kraft.

Patricks Verdienst sei, so Lehner, dass er trotz seiner einseitig körperlichen Behinderung an Arm und Bein aus eigener Kraft in einer Regelschule in inkludierter Form sein Abitur abgelegt habe und so zeige, dass auch unter ungleichen Ausgangsbedingungen Ziele erreichbar seien. Neben diesen persönlichen schulischen Leistungen zeichnet der Preis auch Patricks positives Verhalten in der Klassengemeinschaft aus.

Er war in seiner Klasse stets ein Ruhepol, auf Ausgleich bedacht, beanspruchte im Unterricht keine Sonderbehandlung. Seine Ausgeglichenheit war für Mitschüler und Lehrer ein großer Gewinn. Durch seine Charakterstärke war er Vorbild für viele Schüler und Schülerinnen. Wolfgang Lehner fasste es in seinem Schlusssatz zusammen: „Patrick, Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Mutmacher für andere Menschen!“

 

Schülerförderpreis 2013

veröffentlicht: 16. Juli 2013, 4807 mal gelesen, Kommentare deaktiviert für Schülerförderpreis 2013

Der Schülerförderpreis 2013 der Bürger­stiftung wurde bei der Schulentlass­feier der Gerbersruhschule überreicht. Zielstrebigkeit, Realitätssinn und harte Arbeit ist das Verdienst, aufgrund dessen Katrin Fadev den Förderpreis entgegen­nehmen durfte.

Gemäß der Ausschreibung will der Förder­preis diejenigen auszeichnen, die sich trotz schwieriger Bedingungen ein hohes Ziel gesetzt haben und dieses Ziel mit Ausdauer, Mut und Willenskraft erreicht haben. Das zeichnet die diesjährige Preisträgerin aus. Katrin Fadev kam im Alter von 13 Jahren ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland, so dass schulische Probleme zwangsläufig folgten und ihre außerordentlichen Fähigkeiten verborgen blieben.

2013-Schuelerfoerderpreis 01_kl

Aus der Laudatio von Wolfgang Lehner, der den Preis im Namen der Bürgerstiftung übergab: „Sie hatten erkannt, dass Sie ohne Schulabschluss auf dem Weg in eine Sackgasse waren. Sie waren 16 Jahre, als Sie sich entschlossen, unbedingt den mittleren Bildungsabschluss zu erreichen… und [dann] gaben Sie plötzlich Gas.“

Sie wurde zu einem Zugpferd in der Klasse, wurde die Beste in Englisch, erreichte den besten Schnitt in Mathematik und setzte sich vielfältig für Klassenbelange und –aktivitäten ein.

Lehner zitierte die Jury mit den Worten: „Sie, liebe Katrin, haben die Heraus­forderungen des Lebens in beeindruckender Weise angenommen. Den Menschen in Ihrem Leben haben Sie dadurch Mut und Zutrauen, Hoffnung und Zuversicht gegeben. Sie sind damit ein Vorbild und eine Mutmacherin für andere Menschen!“

 

Schülerförderpreis 2012

veröffentlicht: 15. Juli 2012, 6497 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Vier Schülerförderpreise konnten dieses Jahr dank der großzügigen Aufstockung des Budgets durch die Jury-Mitglieder vergeben werden – ein Preis ging an einen Schüler der Pestalozzi-Hauptschule Baiertal und drei Preise gingen an zwei Abiturientinnen und einen Abiturienten des Ottheinrich-Gymnasiums.

Pestalozzi-Hauptschule Baiertal

„Was wir brauchen wie die Luft zum Atmen sind Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen in die eigene Kraft“, so Laudator Wolfgang Lehner aus dem Vorstand der Bürgerstiftung. Denn unser Leben sei nicht automatisch erfüllt, selbst wenn Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und geistige Nahrung erfüllt seien. Wer es als junger Mensch mit diesen Eigenschaften trotz schwieriger Bedingungen schafft, einen guten Schulabschluss zu erreichen, der ist ein Vorbild für die anderen.

Nico Drenk ist solch ein Vorbild. Tosender Applaus brandete bei der Abschlussfeier auf, als Wolfgang Lehner den diesjährigen Preisträger bekannt gab. Trotz schwieriger familiärer Verhältnisse, geprägt von der Trennung der Eltern und der Krankheit der Mutter, hat Nico mit großem Fleiß und hoher Motivation hervorragende schulische Leistungen erbracht, engagiert sich darüber hinaus beim THW und in der Pfarrgemeinde und setzte sich zum Stolz der Klassenlehrerin wann immer nötig für die Mitschüler ein.

Ottheinrich-Gymnasium

Dr. Gradl überreicht die Preise an die Preisträger des OHG (v.l.) Sandra Lassak, Lena Volfová und Simon Schäfer

Im Rahmen der Schulent­lassfeier des Ottheinrich-Gymnasiums nahm Dr. Johann Gradl als Vertreter des Vorstands der Bürger­stiftung Wiesloch die Verleihung von insgesamt drei Preisen vor.

Vor der beeindruckenden Kulisse von über 190 Abiturientinnen und Abiturienten sowie 1.000 Angehörigen und Gästen im Staufersaal des Palatin führte Dr. Gradl in seiner Laudatio aus, dass die Bürgerstiftung Wiesloch dem Gemeinwohl verpflichtet sei und daher diesen Preis geschaffen habe. Eine wichtige Voraussetzung für das Wohlergehen einer Gemeinschaft seien nämlich Menschen, die Hoffnung, Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft ausstrahlten. Und solche Menschen, speziell Jugendliche, sollten mit diesem Preis ausgezeichnet werden.

Die diesjährigen Preise gingen an Lenka Volfová, Sandra Lassak und Simon Schäfer. Ihre Geschichten sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Während Lenka Volfová vor nicht einmal drei Jahren nach Deutschland kam und in kürzester Zeit die deutsche Sprache erlernen musste, sah Sandra Lassak sich vor der Notwendigkeit, sehr früh in ihrem Leben Verantwortung für sich übernehmen zu müssen. Simon Schäfer hingegen musste lernen, mit einer schweren Beeinträchtigung des Gehörsinns zurechtzukommen.

Trotz unterschiedlicher Biografien hätten, so der Laudator weiter, die Preisträger eine bedeutende Gemeinsamkeit. “Sie haben sich nicht Ihrem Schicksal ergeben, sich als Opfer unglücklicher Umstände gesehen und diese beklagt. Nein, Sie haben die Herausforderungen angenommen und damit sich selbst, aber auch den Menschen in Ihrer Umgebung Hoffnung, Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft gegeben. Sie sind dadurch zu Vorbildern für andere Menschen geworden.“

Ende Februar wurden die Schulleitungen aller weiter­führenden Schulen in Wiesloch dazu eingeladen, Schülerinnen und Schüler für diesen Schülerförderpreis zu nominieren. Mit diesem Preis werden Jugendliche ausgezeichnet, die „trotz schwieriger Bedingungen die Herausforderungen des Lebens annehmen und eine schulische Abschlussleistung erzielen, die – gemessen an den Voraussetzungen – deutlich über den Erwartungen liegt.“
Die Bürgerstiftung stellte für 2012 ein Budget in Höhe von 1.500 EUR zur Verfügung, um insgesamt bis zu drei Preise vergeben zu können.

Mit der Auswahl der Preisträger wurde erneut eine Jury, bestehend aus den Gründungs­stiftern Karin Becker, Dr. Reinhold Miller und Dr. Johann Gradl, beauftragt. Nachdem die Jury die Nominierungen ausgewertet hatte, gab es sogar vier Preisträger von zwei verschiedenen Schulen. Die Jury-Mitglieder waren von den Geschichten der nominierten Jugendlichen derart berührt, dass sie – wie bereits im letzten Jahr – spontan beschlossen, aus eigenen Mitteln einen weiteren Preis zu stiften.

 

Schülerförderpreis 2011

veröffentlicht: 15. August 2011, 7351 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Anzahl und die Qualität der eingegangenen Vorschläge im Mai 2011 veranlassten die Verantwortlichen in der Bürgerstiftung dazu, das Budget aufzustocken, um drei Preise zu je 500 Euro vergeben zu können.

Die Jury-Mitglieder, die mit der Auswahl der Preisträger betraut waren, zeigten sich von den Geschichten der nominierten Jugendlichen derart berührt, dass sie spontan beschlossen, aus eigenen Mitteln einen weiteren Preis zu stiften. So gab es im ersten Jahr des Preises sogar vier Preisträger, die von drei verschiedenen Schulen kamen.

„Sie haben die Herausforderungen des Lebens in beeindruckender Weise angenommen. Den Menschen in Ihrem Leben haben Sie dadurch Mut und Zutrauen, Hoffnung und Zuversicht gegeben. Sie sind dadurch zu einem Vorbild für viele andere Menschen geworden“. Mit diesen und ähnlichen Worten überreichte jeweils ein Vorstandsmitglied den Förderpreis 2011 der Bürgerstiftung Wiesloch an die Preisträger und Preisträgerinnen.

Imke Toewe (Ottheinrich-Gymnasium):

Der Preis ging an Imke Toewe. Die Abiturientin war in der 9. Klasse von einer schweren Krankheit befallen worden, die eine dauerhafte Beeinträchtigung zur Folge hatte. Allgemein war erwartet worden, dass die Schülerin die Schule würde abbrechen müssen. Mit bewundernswerter Ausdauer, mit viel Mut und Willensstärke schaffte sie jedoch, was von vielen für unmöglich gehalten worden war: das Abitur.

Preise der Bürgerstiftung Wiesloch an der Johann-Philipp-Bronner-Schule. Hier von links nach rechts: Dr. Johann Gradl, David Esser, Marijana Trifunovska und Oberstudiendirektor Reinhard Müller.

Marijana Trifunovska und David Essert (Johann-Philipp-Bronner-Schule, Wirtschaftsgymnasium):

Marijana fing in der 9. Klasse der Johann-Philipp-Bronner-Schule an, ohne die deutsche Sprache zu kennen. Zielstrebig und zäh lernte sie Deutsch in vielen zusätzlichen Nachmittagsstunden und nahm am regulären Unterricht inklusive Englisch teil.

David schaffte trotz schwerer körperlicher Beeinträchtigungen aufgrund erblich bedingten Muskelschwunds sein Abitur an einer Regelschule.

Kevin Hofstetter (Gerbersruh-Werkrealschule):

Ein Förderpreis ging auch an Kevin Hofstetter. Mit Durchhaltevermögen, Fleiß, Zielstrebigkeit und Willensstärke erreichte er am Ende der 9. Klasse den besten Hauptschulabschluss seines Jahrgangs, obwohl bei ihm eine Lese-/Rechtschreibschwäche diagnostiziert war und er trotzdem nicht zum diesbezüglichen Zusatzunterricht zugelassen wurde.

 

Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch

veröffentlicht: 15. August 2011, 2631 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Im Schuljahr 2010/2011 vergab die Bürgerstiftung Wiesloch erstmals ihren mit 500 Euro dotierten Förderpreis. Der Preis richtet sich an Jugendliche, die – so die Ausschreibung – „trotz schwieriger Bedingungen die Herausforderungen des Lebens annehmen und eine schulische Abschlussleistung erzielen, die, gemessen an den Voraussetzungen, deutlich über den Erwartungen liegt.“

Die Bürgerstiftung Wiesloch ist dem Gemeinwohl verpflichtet und hat daher diesen Preis geschaffen. Eine wichtige Voraussetzung für das Wohlergehen einer Gemeinschaft sind nämlich Menschen, die Hoffnung, Zuversicht und Zutrauen in die eigene Kraft ausstrahlen. Und solche Menschen, speziell Jugendliche, sollten mit diesem Preis ausgezeichnet werden.

 

 

software WordPress(modifiziert) | Anmelden