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Info-Blatt für unsere Patenschaften

veröffentlicht: 24. November 2018, 2447 mal gelesen, Kommentare deaktiviert für Info-Blatt für unsere Patenschaften

Das Info-Blatt mit allen wichtigen Informationen zu unseren Lese- und Rechenpatenschaften finden Sie hier.

 

Drachen und Scheinriesen

veröffentlicht: 14. Mai 2018, 2629 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Mit so viel Zulauf hatten die Verantwortlichen von Bürger­stiftung und Feldbahnmuseum nicht gerechnet: die Veranstaltung mit Lesestationen zu den Abenteuern von Jim Knopf anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unserer Lesepaten­schaften war ein voller Erfolg.

Zum 10. Geburtstag ihres Lesepaten­programms „Buchstabenfüchse“ lud die Bürgerstiftung Wiesloch am 12.05.2018 zu „Wiesloch – Lummerland und zurück“ ins Feldbahnmuseum ein. Drei Stunden lang strömten Kinder von 5 bis 12, ihre Eltern und Großeltern sowie viele Jim-Knopf-Liebhaber bei herrlichem Wetter auf das Museumsgelände.

An insgesamt fünf verschiedenen Lesestationen erzählten und lasen – frei nach Michael Ende – jeweils zwei Lesepatinnen von den Abenteuern, die Jim und Lukas auf ihrer Reise ins Drachenland bestanden.

An den beiden Stolleneingängen schaute mancher Knirps skeptisch, ob es da drin vielleicht doch Spuren vom kleinen Halbdrachen Nepomuk oder von der schrecklichen Drachenlehrerin Frau Mahlzahn gab. Unter dem Schaufelbagger am Gleisbogen erfuhr man Eigenheiten der Menschen aus Mandala; am graslosen Hügel unterhalb des Baggers konnte man sich den Scheinriesen besonders gut vorstellen – zumal die Temperaturen fast wüstenhaft waren. Die fünfte Station war den ganz kleinen Gästen gewidmet. Dort ging es mit Bilderbüchern etwas gemächlicher zu.

Jedes Kind erhielt ein Lesezeichen mit Stempelfeldern: wer an mindestens drei Lesestationen war, bekam eine Freifahrt mit dem kleinen Museumszug von der Bürgerstiftung geschenkt. Diesem Anreiz konnte kein Kind widerstehen – die Patinnen waren fast ohne Pause umringt von großen und kleinen Zuhörern. Und die beiden Museumsloks schnauften unzählige Male vollbesetzt die malerische Strecke durch den grünen duftenden Wald entlang und machten der tapferen Lokomotive Emma alle Ehre.

Die Hauptattraktion waren natürlich die beiden Helden der Geschichte, die von Carsten Gandert und Samuel Dres verkörpert wurden. Passend geschminkt von Rebecca Grieb von Die Maske e.V. und in authentischer Kleidung knipsten die beiden die Fahrkarten, fuhren selbstverständlich immer mit, sicherten die Strecke, und lächelten zwischendurch für unzählige Fotos in die Kameras.

Das Team des Freilichtmuseums bot die passende Verpflegung an, damit man gut gestärkt das gesamte Gelände erkunden konnte. So blieben manche Familien tatsächlich mehrere Stunden da und verabschiedeten sich sogar persönlich und voll des Dankes bei den Vorleserinnen und Organisatoren. Viele leuchtende Augen bei kleinen und großen Besuchern waren ein schöner Lohn für die Mühe, die in die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung geflossen ist.

Wir hoffen, vielen Kindern mit dieser Veranstaltung Lust aufs Lesen gemacht zu haben. Denn: wer liest, kommt weiter – nicht nur mit Museumsbahnen.

Wir danken dem Thienemann Verlag für die freundliche Unterstützung.

 

10 Jahre Lesepatenschaften

veröffentlicht: 13. März 2018, 2596 mal gelesen, keine Kommentare bisher

„Wie weit kommst Du im Leben, wenn Du nicht richtig lesen kannst? Die Bürgerstiftung Wiesloch setzt genau da an, wo im Leben eine der wichtigsten Weichen gestellt wird.“

Das sagte Johannes Büchs, deutscher Journalist und Fernsehmoderator und u.a. aus der „Sendung mit der Maus“ bekannt, über unser Angebot „Buchstabenfüchse“. Bei einem persönlichen Gespräch mit Rosemarie Stindl, zuständige Projektleiterin und Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, zeigte sich Johannes Büchs sehr beeindruckt von unserem Lesepatenschaftsprogramm: „Wenn Schule sinnvoll unterstützt wird, wenn Kinder neue, spannende Themen entdecken, und wenn Paten für nachhaltige Motivation und Begeisterung sorgen, dann hat die Bürgerstiftung Wiesloch ihre Hände im Spiel. Vielen Dank für ihr wichtiges Engagement!“

Im November 2008 fanden die ersten Lesepatenstunden der Bürgerstiftung statt. Sieben der aktuell 25 Lesepaten sind seit damals dabei. Mittlerweile ist das Lesepatenprogramm „Die Buchstabenfüchse“ an fast allen Grundschulen der Stadt etabliert. Die Paten berichten, dass ihnen ab und zu ein schlaksiger hochgewachsener Junge oder eine hübsch geschminkte Teenagerin entgegen kommt und grinsend fragt: „Kennen Sie mich noch?“ Dann wird meist schnell klar, „das ist ein ehemaliger Buchstabenfuchs!“

Und wenn der junge Mensch stolz berichtet, er oder sie sei jetzt auf der Realschule, dann merken die Paten, dass sich die Kinder offensichtlich gern an ihre Patenstunden erinnern. Beide Seiten blicken dankbar zurück – die Jugendlichen, weil sie durch ihre Paten wichtige Impulse für ihre Schullaufbahn bekommen haben, und die Paten, weil sie sehen, dass sie ihre Zeit sinnvoll und gewinnbringend einsetzen. Ein bisschen Aufmerksamkeit, Zuhören und Zuwendung kann eben so viel bewirken.

In den zehn Jahren, in denen das Programm nun läuft, wurden viele Freundschaften innerhalb des Patenteams geschlossen. Die gelegentlichen Treffen und Fortbildungen sind immer von einer großen Herzlichkeit und Offenheit geprägt. Ein schöner „Nebeneffekt“, wie es die Paten bezeichnen, denn ihr Ehrenamt bringt nicht nur den Kindern viel sondern auch ihnen selbst.

„Auch wenn die eine oder andere Patenstunde mal frustrierend sein kann, so möchte ich meine Buchstabenfüchse doch nicht mehr missen.“ fasst es eine Patin stellvertretend für das Team zusammen. Eine andere sagt: „Ich werde erwartet. Das tut richtig gut.“ Und als ein Pate altershalber ausscheiden musste, schrieb er: „Es hat mir viel Freude bereitet. Die Jugend der Kinder hat mir geholfen, die Welt mit jungen Augen zu sehen.“

Das Lesepatenjubiläum wollen wir mit einer besonderen Veranstaltung begehen. Siehe hier.

 

Ein Stern auf Reisen

veröffentlicht: 20. Juni 2016, 6144 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Drittklässler begeisterten großes Publikum mit ihrer Aufführung „Der Stern. Die Reise. Und dann?“ beim Literatursommer 2016. Musik, szenisches Spiel, Malerei und Lichteffekte ließen die Zuschauer in der OHG-Mensa staunen.

Die Aufregung im Vorfeld war groß: keines der 20 Kinder aus den beiden Kunst-AGs war zuvor auf so einer großen Bühne gestanden, und die beiden Bühnenproben waren entsprechend chaotisch und sogar mit ein paar Tränen verlaufen.

Doch vor der Aufführung am Freitagabend (17.06.2016) konnte Constance Berger, Kunstpädagogin aus Baiertal, die Kinder mit mehreren Aufwärmübungen beruhigen. Beim fetzigen Einstiegslied „Wo gehst du hin – wenn du nicht weißt, woher du kommst, wohin du willst?“ verflog dann das letzte Lampenfieber: die Kinder sangen lautstark und schlugen den Rhythmus auf ihren interessanten Instrumenten – PVC-Röhren, Cajóns, Umzugskarton, Plastikflaschen, Rasseln.

Ein wunderbares Geschenk

Knapp 200 Zuschauer verfolgten dann die Geschichte des neugierigen, reiselustigen Sterns, der vom Himmel auf die Erde steigt und dort als Seestern viel erlebt, erst in seiner kleinen Bucht, dann in der großen weiten Welt. Als er alt und müde wird, holt ihn der sanfte Mond wieder nach Hause in den Himmel.

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Das Theaterstück wurde von Drittklässlern der Schiller- und der Maria-Sybilla-Merian-Grundschule unter der Leitung von Constance Berger, Leiterin des Kinder-Kunst-Ateliers kidart in Baiertal, inhaltlich und handwerklich-künstlerisch erarbeitet. Es setzte das Buch „Sternenkind“ von Géraldine Elschner um, die zunächst unerkannt im Publikum saß und später in witziger Weise in die Aufführung integriert wurde.

Ihr Urteil am Ende der Aufführung war die schönste Belohnung, die man sich vorstellen konnte: „Ihr habt mein Buch zum Leben erweckt. Das ist ein wunderbares Geschenk für mich.“

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Inspiriert von den Bildern der Illustratorin Lieselotte Schwarz stellten die Kinder das hübsche Bühnenbild her. In nur 15 AG-Stunden entstanden bunte Gips­masken, Meeresansichten, eine große „Himmelsleinwand“, Seeblumen und Fische sowie getöpferte Sterne, die den Gästen am Ende der Aufführung zum Andenken geschenkt wurden. Daneben lernten die Kinder ihre unter­schiedlichen Rollen, kämpften mit der Choreographie und übten zwei Lieder der Band YEN ein, deren Gitarrist Christian Fütterer die Kinder auf der Bühne begleitete.

Für die Kinder waren die AG-Stunden eine einmalige Chance, sich in dieser Form mit vielen Aspekten von Kunst zu beschäftigen. Als für die Meereskulissen dicke blaue Farbe mit den Fingern auf großen Kartons verteilt werden sollte, stellte ein Mädchen fasziniert fest: „Ahh, so fühlt sich Kunst an.“

Einige bis dato verborgene schauspielerische Talente wurden entdeckt, so dass sogar die anwesenden Schulleitungen von Schiller- und Merian-Grund­schule staunten. Und in der Tat meisterten die beiden Hauptdarsteller ihre Parts hervor­ragend. Mut und Vertrauen wurden getestet, als die Gipsmasken angefertigt wurden. Gegenseitige Hilfe, Achtsamkeit, Teamgeist standen fürs Bühnengeschehen im Vordergrund.

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Hintergrund

Die AGs und die Aufführung fanden im Rahmen des Kinder- und Jugendliteratur­sommers 2016 der Baden-Württemberg Stiftung statt. Ermöglicht wurden sie durch die Bürgerstiftung Wiesloch, die sich dort erfolgreich um eine Kofinanzierung bewarb. Die Bürgerstiftung unterstützte das Projekt nicht nur finanziell; sie übernahm auch die Organisation und integrierte das Buch in den Lesepatenschaften, um auch dort das Thema „Weggehen. Ankommen. Weitergehen. Zurückgehen.“ kindgerecht zu platzieren.

Thema des Literatursommers ist HERKUNFT – ANKUNFT – ZUKUNFT. Heimat und Identität in der Literatur. Es wurde vor zwei Jahren festgelegt und hat vor dem Hintergrund der jetzigen Flüchtlingsbewegungen eine ganz besondere Aktualität erhalten.

Wir haben uns ganz bewusst für das „Sternenkind“ entschieden, denn es bietet größtmöglichen Interpretations­spielraum. Der Stern ist ein Wesen ohne konkrete Nation oder Kultur, jeder kann sich mit ihm identifizieren. Die Rückmeldungen der Lesepatinnen und –paten hat dies bestätigt.

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Der Literatursommer ist eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung. Über 200 Veranstaltungen finden von Anfang Mai bis Ende Oktober in vielen Städten in ganz Baden-Württemberg statt. Informationen dazu unter www.literatursommer.de

Dankeschön

Die Verantwortlichen der Bürgerstiftung Wiesloch danken ganz herzlich allen, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben, insbes. den Lesepatinnen für ihre Hilfe während der AG-Stunden, den Helfern und Helferinnen vor und hinter der Bühne, Alexandra Fleischer für ihre regelmäßige Unterstützung von Constance Berger während des gesamten Projekts, sowie Géraldine Elschner und Chris Fütterer für ihren Einsatz auf der Bühne.

 

Spielend lernen

veröffentlicht: 18. April 2016, 7877 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Lese- und Rechenpatinnen konnten dieser Tage das umfangreiche Lernspiele-Angebot der Stadtbibliothek kennenlernen und testen. Die Spiele werden nun ihre Patenstunden noch abwechslungsreicher gestalten.

Die Lese- und Rechenpatinnen und -paten der Bürgerstiftung Wiesloch erhalten immer wieder Gelegenheit, sich weiterzubilden. In Kurzseminaren und Workshops sammeln sie neue Ideen, mit denen sie ihre Patenstunden kurzweilig und abwechslungsreich gestalten können. Denn die Kinder lernen am besten, wenn sie gar nicht merken, dass sie lernen.

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So waren wir sehr gespannt darauf, was uns in der vormittäglichen Sonder­veranstaltung erwartete. Frau Kellner (Kinder- und Jugendabteilung), Frau Nahm (Spieleabteilung) und Herr Kaula (Auszubildender) empfingen uns mit einer sehr großen Auswahl an Lese- und Rechenlernspielen, die sie uns kurz vorstellten. Und dann wurde an vier Tischen konzentriert gemeinsam gespielt, um herauszufinden, welche Spiele für die sog. Buchstaben- und Zahlenfüchse am besten geeignet sind. Die Bibliotheksangestellten erklärten, halfen und spielten mit.

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„Sie hatten offensichtlich eine Menge Spaß“, konstatierte Bibliotheksleiter Thomas Michael nach fast zwei Stunden, „ich habe das Lachen und die Begeisterungsrufe sogar in meinem Büro gehört.“

Eine dankbare Gruppe verließ die Stadtbibliothek und etliche Patinnen hatten gleich an Ort und Stelle ein Spiel für ihre nächste Patenstunde ausgeliehen.

 

Beziehung versus Erziehung: ein Plädoyer für Empathie

veröffentlicht: 23. November 2013, 8041 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Einen überwältigenden Zuspruch fand der Vortrag von Dr. Reinhold Miller zum Thema „Beziehung statt Erziehung“, zu dem die Bürgerstiftung am 18.11. die Bevölkerung eingeladen hatte. Über 150 Gäste hörten sich interessiert an, was der Pädagoge, Fachbuchautor und Coach zu sagen hatte.

Er bestätigte das, was unsere Lese- und Rechenpaten und eigentlich die meisten unserer Ehrenamtlichen in ihrem Engagement leben: Empathie, Vertrauens­bildung, Förderung, Hinführung zur Selbstständigkeit und damit Stärkung des Selbstwertgefühls. Genau das werde, so Miller, nicht durch Erziehung erreicht, bei der einer sage, was der andere tun solle, sondern durch eine Beziehung, in der sich die Partner als gleichberechtigt und gleichwertig begegnen.

Wir danken Herrn Dr. Miller, der als Mitinitiator und Gründungsstifter der Bürger­stiftung auf ein Honorar verzichtete und stattdessen die Anwesenden um eine Spende für die Bürgerstiftung bat. Vielen Dank allen, die zum Ergebnis von 138 € beitrugen.

Hier finden Sie den Artikel dazu aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 23.11.2013.

 

Der Trick mit den Äpfeln wirkt Wunder

veröffentlicht: 31. Oktober 2013, 5546 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Lesepaten der Bürgerstiftung sind engagiert und erfinderisch.

Lesen Sie dazu den Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung, 31. Oktober 2013 hier.

 

Wiesloch – Lummerland und zurück

veröffentlicht: 6. Oktober 2013, 5872 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Ein Nachmittag mit den Lesepaten und Jim Knopf im Feldbahnmuseum. Die Bürgerstiftung Wiesloch beteiligte sich mit einer Vorlese­aktion ihrer Lesepaten im Feldbahn- und Industriemuseum Wiesloch am europaweiten Tag der Stiftungen 2013.

Was ist in dem Ambiente des kleinen Freilicht­museums passender als die Abenteuer von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer? An vier Vorlesestationen konnten 5 – 12-Jährige mit ihren Eltern und Großeltern Geschichten aus Lummerland, Mandala, dem Drachenland und mehr hören und bei einem Quiz mitmachen. Für die ganz kleinen Geschwister gab es eine Bilderbuch-Erzählstation.

Die Kinder waren am Eingang mit einer Freifahrkarte begrüßt worden, so dass sie später mit Jim und Lukas in der kleinen Feldbahn fahren konnten, ein würdiger Ersatz für die berühmte Lokomotive Emma, die leider nicht vor Ort sein konnte.

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Jede Vorlesestation war mit Bildern aus den Büchern passend geschmückt; vor dem Eingang zum kleinen Schaustollen des Museums war die Drachenland-Station und passend dazu guckte sogar ein giftgrüner Drache zwischen den Gitterstäben hervor. An jeder Station lasen zwei Paten, erkenn­bar an Bürgerstiftungskappe mit Jim-Knopf-Button, abwechselnd und im 20-Minuten-Rhythmus immer wieder dieselbe Episode aus Jims Leben vor.

Die Gäste konnten in beliebiger Reihenfolge von Station zu Station gehen oder zwischendurch eine Bahnfahrt machen. Svenja und Tamara Wagner vom Jugendtheater Kleine Maske waren als Jim und Lukas verkleidet, knipsten die Fahrkarten zum Entwerten, fuhren mit und waren natürlich die Stars des sonnigen Nachmittags Anfang Oktober 2013.

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In den zwei Stunden der Aktion kamen 76 Kinder, jeweils begleitet von einem Elternteil und/oder den Großeltern. Die Lesepaten lasen, erzählten und sorgten dafür, dass niemand verloren ging und rechtzeitig zu seiner Bahnfahrt kam. Das Museumsteam kümmerte sich um den Fahrbetrieb und um Waffeln und Getränke für die Gäste. Eine rundum gelungene Veranstaltung.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt, insbesondere dem 5-köpfigen Planungsteam. Es war sehr beeindruckend, mit welchem Ideenreichtum und Elan die Paten und Patinnen sich engagierten. Damit schaffen sie es auch in den Patenstunden, den Kindern Lust auf Bücher und am Lesen zu vermitteln, was sich letztlich in verbesserter Schulleistung ausdrückt.

 

Lesepaten nun auch in Stadtteilschulen

veröffentlicht: 19. Februar 2013, 3434 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Erfreulicherweise konnte die Bürgerstiftung ihre Lesepatenschaften nun auch auf Schatthausen und Baiertal ausweiten. Trotzdem werden noch neue Paten gesucht.

Männerquote verdreifacht

Vor kurzem meldeten sich auch zwei Herren, so dass nun insgesamt drei Paten und 22 Patinnen mit den sogenannten Buchstabenfüchsen arbeiten. Als „Arbeit“ betrachten sie das, was sie hier tun, jedoch ganz und gar nicht, sondern als höchst gewinnbringenden und sinnvollen Einsatz – auch für sich selbst.

Eine Patin bringt es auf den Punkt: „Ich möchte gerne neugierig bleiben, Erfahrungen sammeln. Ich erlebe als Patin jede Woche: wenn man etwas gibt, kommt auch immer ganz viel zurück.“ Eine andere Patin erzählte, dass sie dank ihrer Patenkinder nun bzgl. elektronischer Neuheiten immer gut informiert sei.

Da der Bedarf an Lesepaten noch nicht gedeckt ist, sucht die Bürgerstiftung insbesondere für die Maria-Sibylla-Merian-Schule noch weitere Ehrenamtliche, die durch ihr zuverlässiges Engagement den Kindern bessere Chancen in ihrer schulischen Entwicklung eröffnen möchten. Die Lesepaten sollten zuverlässig einmal wöchentlich vormittags eine Stunde in der Grundschule übernehmen. Die Paten haben jeweils nur zwei Kinder, mit denen sie reden, lesen und spielen – kurz: für die sie einfach eine Stunde lang Zeit haben.

Die Paten werden entsprechend eingeführt bzw. geschult, sind in der Ausgestaltung der Patenstunden weitgehend frei und können aktiv an der Weiterentwicklung der Patenprogramme mitarbeiten. Außerdem gibt es regelmäßige Patentreffen zum Erfahrungsaustausch, die von den meisten Paten „als echte Bereicherung“ empfunden werden.

Damit diese Patenprogramme auf dem bisherigen hohen Niveau langfristig weitergeführt werden können, benötigt die Bürgerstiftung auch finanzielle Unterstützung. Im Namen des Vorstands bittet Rosemarie Stindl die Bürgerinnen und Bürger zu überlegen, ob sie tatkräftig als Paten oder finanziell durch zweckgebundene Spenden mithelfen möchten. Und es gebe, so Frau Stindl, noch eine weitere Möglichkeit: „Erzählen Sie Ihren Freunden und Geschäftspartnern von diesen Programmen, damit diese Personen uns unterstützen können.“

Informationen zu den Patenprojekten erhalten Sie über vorstand@buergerstiftung-wiesloch.de.

 

Erfolgsstory Patenprogramme

veröffentlicht: 24. Oktober 2012, 6482 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Handpuppe Wilma hilft beim Lesen

Neue Paten jederzeit willkommen! Bereits in den Sommerferien kam Unterstützung der besonderen Art an: Wilma, eine Kumquats-Handpuppe fand den Weg nach Wiesloch. Die Bürgerstiftung kam bei einer entsprechenden Bewerbung der Firma L. Bodrik KG, bundesweit auf Platz 3 von 12 gemeinnützigen Institutionen und erhielt eine der pädagogisch wertvollen Puppen.

In der Begründung heißt es: „So viel zuverlässiger ehrenamtlicher Einsatz verdient es, gewürdigt zu werden.“ Die erste Lesestunde mit Wilma war ein großer Erfolg – die beiden Kinder kümmerten sich rührend um Wilma und zeigten ihr, was sie mit ihrer Patin schon alles gelernt haben.

„Es war eine gute Entscheidung, als ich in der Zeitung von den Lesepatenschaften der Bürger­stiftung las und mich dafür bewarb. Die Lesestunde macht mir – und auch den anderen Lesepaten – viel Spaß, und wir bekommen von den Kindern auch viel zurück.“ So eine Patin der ersten Stunde.

Lesepatin mit elefantöser Unterstützung

Glänzende Augen, breites Lachen, fliegende Haare – kaum ist der Pausengong verhallt, steht Aaron im Schulflur vor seiner Lesepatin und fragt ungeduldig „Was hast du heute zum Lesen mitgebracht? Ist das spannend?“

Zu Beginn der Patenschaft war das ganz anders. Diese seltsamen Anordnungen von Buchstaben brachten Aaron zur Verzweiflung. Nun, nach zwei Jahren Betreuung durch die Lesepatin der Bürgerstiftung Wiesloch, findet er Lesen toll. Die Olchis-Bücher holte er sich bereits im letzten Frühjahr aus der Stadt­bibliothek, und kurz vor den Sommerferien hatte er genug Geld für ein Buch gespart, das er sich selbst aussuchte und kaufte.

Rechnen mit allen Sinnen

Eine Tür weiter packen Vicky und Jeremiah schon den Plastikkoffer fürs Mathelernen aus, den die Rechenpatin mitgebracht hat: „Wir spielen zum Schluss wieder Halli-Galli, gell?“ Die Patin nickt; denn sie weiß, wie viel Spaß die Kinder an diesem Spiel haben, das sie zum Mathelernspiel umfunktioniert hat.

Aber in der ersten halben Stunde müssen die beiden Erstklässler sich mit den Zahlen 1 bis 10 auseinander setzen, die sie sich einfach noch nicht so richtig vorstellen können. Dabei hilft die Patin. Und Vicky berichtet ernst: „Seit du mir hilfst, habe ich vor der Mathestunde kein Bauchweh mehr.“

Die Bürgerstiftung Wiesloch sucht zur Ausweitung ihrer Lese- und Rechenpaten­programme ehrenamtliche Damen und Herren, die eine Schulstunde pro Woche mit zwei Kindern Lesen oder Rechnen lernen. Eine große Zahl der Paten ist seit Beginn des Angebots vor vier Jahren dabei. Sie hoffen auf Verstärkung des Teams, weil noch viel mehr Kinder betreut werden sollten.

Informationen zu den Patenprogrammen bei R. Stindl (Tel. 06222-51365)

 

 

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