logo

Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

Bürgerstiftung WieslochStiftungsarbeitNachhaltigkeit → Seite 4

Grüne Zonen und strahlende Gewinner

veröffentlicht: 23. Oktober 2014, 8115 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

In einer kleinen Feierstunde wurden die Preise im Fotowett­bewerb „Natur in graue Zonen“ den drei Wieslocher Gewinnerinnen übergeben.
Im Foto v.l.n.r.: Rosemarie Stindl (Vorstand Bürgerstiftung), Monika Stein, Marie Becker, Kerstin Mangels, Anke Merk (Projektleitung in Wiesloch)

Mit offenen Augen durch die Stadt gehen und fotografieren – das war die Aufgabe beim Fotowettbewerb der Kampagne „Natur in graue Zonen“, die durch Bundes­förder­mittel noch bis 2016 in Wiesloch und zwei weiteren Pilotstädten läuft. Die Teil­nehmenden sollten graue und grüne Zonen aufspüren, also sowohl besonders schöne und für Insekten und Vögel attraktive Bereiche als auch Bereiche, wo durch natur­nahe Begrünung ein Areal für Mensch und Tier aufgewertet werden könnte.

Dieser Tage konnten die glücklichen Gewinner ihre Preise entgegen nehmen. Da der Kooperationspartner vor Ort die Bürgerstiftung Wiesloch ist, durften Projektleiterin Anke Merk und Vorstandsmitglied Rosemarie Stindl die besten drei Fotopaare auszeichnen. Die Gewinnerinnen sind Monika Stein (1. Preis: E-Book-Reader und Gartenbuch), Marie Becker (2. Preis: Bienenhotel) und Kerstin Mangels (3. Preis: Fotoband). Die 13-jährige Marie Becker überlegte sofort, ob sie das Bienenhotel mit Gleichaltrigen aus der Nachbarschaft oder doch eher mit der Schulklasse im kommenden Frühjahr aufbauen sollte.

Die Fotos zeigen eindrucksvoll, wie z. B. Baumscheiben in der Stadt eine kleine aber feine grün-bunte Auflockerung für Menschen und Kleinlebewesen sein können, wenn sie nicht mit Betonplatten abgedeckt sind, oder wie ein wenig genutztes Firmenareal sinnvoll aufgebrochen und der Natur zurück gegeben werden kann.

Die Fragebögen wurden vom Projektträger Wissenschaftsladen Bonn ausgewertet, der dazu eine Jury berufen hatte, der Jörg Lummitsch als Vertreter eines Umwelt­amtes, Profifotograf Riccardo Kaufmann, Margret von der Forst als Fachfrau für naturnahe Begrünung sowie Birgit Netz-Gerten als Vertreterin des Wissen­schafts­ladens angehörten.

Das Ergebnis des Wettbewerbs macht deutlich, dass es schwierig ist, Bürgerinnen und Bürger für die Wahrnehmung naturnaher Freiraumgestaltung zu sensibilisieren. In den drei Pilotstädten gab es leider insgesamt nur 16 Einsendungen, ein eher enttäuschendes Ergebnis. Hier in Wiesloch wurde deutlich, dass vor allem diejenigen darauf achten, die sowieso schon eine starke Affinität zu Natur und Umweltschutz haben.

 

Video zum Pflanzfest – Lokalmatador von Nussbaum Medien

veröffentlicht: 3. Juli 2014, 3943 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Wir sind sehr dankbar für die großzügige Unterstützung der Nussbaum Medien und die filmische Begleitung der Kampagne „Natur in graue Zonen“ durch lokalmatador.de

Hier geht es zum Video.

Nussbaum_4CDruck

.

 

Gestern gepflasterte Ödnis, heute wachsendes Grün

veröffentlicht: 30. Juni 2014, 4610 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Teilnehmer mit ihren Urkunden

Simone Horlacher war sichtlich begeistert, dass sich das Areal vor ihrem Lady-Fitness-Studio im Eichelweg von einem auf den anderen Tag so verwandelt hatte, wie es ihr vor einigen Wochen in den Planungs­gesprächen erklärt worden war. So konnte das erste öffentliche Pflanzfest von „Natur in graue Zonen“ am 28.06.2014 dort statt­finden.

Fünf Firmen machen bereits bei der Kampagne „Natur in graue Zonen“ in Wiesloch mit, die in den drei Pilotstädten Wiesloch, Erfurt und Duisburg läuft und deren Ziel es ist, betonierte und asphaltierte Flächen von Unternehmen zu entsiegeln und naturnah zu begrünen. Die Entsiegelung erfolgt auf eigene Kosten, aber für das neue Pflanzkonzept und die Bepflanzung kann jedes Unternehmen bis zu 5.000 € Fördermittel aus der Kampagne bekommen. In Wiesloch sind noch genügend Mittel für fünf weitere Unternehmen verfügbar. Es wäre schön, wenn sich noch welche zur Teilnahme entschließen könnten.

Die letzten Pflanzen werden eingesetzt

Das Pflanzfest fand zwar bei leichtem Nieselregen statt, aber die kleine Abordnung der Stadtkapelle Wiesloch stimmte die Festgäste mit schmissiger Blasmusik gut ein, und das kleine kulinarische Angebot der Jugendfeuerwehr Frauenweiler tat ein Übriges. Bei der moderierten Fragerunde kamen sowohl Projektleiterin Anke Merk als auch die Unternehmer selbst zu Wort, so dass ein umfassendes Bild der bisherigen Aktivitäten entstand.

Pflanzfest - Horlacher

Netze BW Region Nordbaden hat eine Fläche um eine Umspannstation herum im Wohngebiet Schafäcker-/Eschenweg entsiegelt und umgestaltet. Für die Herren Gutjahr und Rudy ist wichtig, dass „der Natur Raum gegeben wird“. Sie sind sehr zufrieden mit der Vielfalt an Lebensräumen, die nun dort den Kleinlebewesen zur Verfügung steht. Und die Fläche sei absolut pflegeleicht.

Es gehe, so Frieder Weigand als Gartenbauexperte der Kampagne, um die Schaffung möglichst magerer Flächen, damit sich wieder vermehrt heimische Pflanzen und Insekten einfinden. Dabei sei jedoch durchaus auch eine Kombination mit besonderen Zierpflanzen denkbar.
So wurde auch die Fläche von Lady-Fitness gestaltet, denn Simone Horlacher möchte ihre Kundinnen schon draußen auf das Wellness-Angebot in ihrem Studio einstimmen.

Für sie kam übrigens die Kampagne genau zum richtigen Zeitpunkt: eine Umgestaltung war dringend notwendig, und durch die Fördermittel sparte sie erheblich dabei.

Auch in der Folge gibt es Sparpotential, denn aufgrund der nun deutlich kleineren versiegelten Fläche verringern sich auch die Abwasserkosten. Ähnlich argumentiert Werner Fuchs, Geschäftsführer der Welker Backanlagen, der leider am Pflanzfest verhindert war.

Pflanzfest - Fritz

Der Umweltaspekt ist für Dr. Daniel Klug von den Oralchirurgen Wiesloch bei der geplanten Umgestaltung des Praxisparkplatzes genauso wichtig wie die Ästhetik. „Wenn wir nach Draußen schauen, sehen wir nur diese schreckliche graue Mauer. Und unsere Patienten auch.“ So war Frau Merks Anfrage der Anstoß, der endlich zu Taten führte. Demnächst wird der Parkplatz mit „Grünimplantaten“ aufgelockert, die Mauer wird begrünt, „und vielleicht finden wir noch ein Plätzchen für einen Baum“ hofft Dr. Klug.

Rainer Fritz von Fritz Solar GmbH in Schatthausen berichtete schließlich voller Begeisterung, dass seine Erwartungen mehr als erfüllt wurden. So beteiligten sich bei der Umgestaltung seines Außenbereiches die Mitarbeiter und die Nachbarn. „Man trifft sich jetzt öfter zum Gießen und für einen kurzen Plausch. Kundengespräche finden mittlerweile wann immer möglich draußen statt. Wir haben tatsächlich neue Lebensräume geschaffen, nicht nur für Wildbienen und Hummeln sondern auch für uns Menschen.“

Pflanzfest - Dr.Klug

Oberbürgermeister Franz Schaidhammer ging in seinem Grußwort kurz auf die Bedeutung der Kampagne für das Gesamtkonzept der Stadtentwicklung ein und lobte den Vorbildcharakter des Engagements aller Beteiligten.

Dr. Anke Valentin vom Wissenschaftsladen Bonn, der insgesamt für „Natur in graue Zonen“ verantwortlich ist, übergab zum Abschluss Urkunden an die teilnehmenden Unternehmen und bekräftigte, dass Wiesloch als die kleinste der Pilotstädte erstaunlich aktiv sei und die Kampagne sehr gut voranbringe.

Weitere Fotos vom ersten Pflanzfest

Video von Pflanzungen und vom Pflanzfest.

 

Pflanzfest für alle bei Natur in graue Zonen

veröffentlicht: 27. Mai 2014, 6368 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Wir laden alle Wieslocherinnen und Wieslocher herzlich ein zum Pflanzfest am 28.Juni von 11 bis 13 Uhr bei Lady Fitness im Eichelweg (Nähe REWE). Feiern Sie mit uns einen Meilenstein in der dreijährigen Kampagne.
Einladung zum Download

Vor einem Jahr begann die Kampagne „Natur in graue Zonen“, um triste Firmengelände in den Städten aufzubrechen und naturnah erblühen zu lassen. Bereits 5 Unternehmen in Wiesloch machen mit Teilen ihrer Funktionsflächen mit. 5 weitere können noch teilnehmen.

Viele Spatenstiche später sind nun Flächen entsiegelt, Trockenmauern gesetzt, Stauden gesät und gepflanzt, und sowohl die Angestellten als auch die Nachbarschaft freuen sich, dass ihr Umfeld attraktiver ist.

Das Pflanzfest bei Lady Fitness ist der krönende Abschluss in dieser Pflanzperiode. Alle Projektpartner werden vor Ort sein, um in lockerer Runde Erfahrungsberichte und Tipps weiterzugeben, die auch für den privaten Garten geeignet sind.

NigZ

Die Kampagne soll Vorbild für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sein und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor­sicherheit sowie mit Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und der Stiftung Lebendige Stadt gefördert.

Projektinfos und Fotos zu den einzelnen Unternehmen hier

Wir danken Nussbaum Medien und lokalmatador.de ganz herzlich für die Unterstützung.

 

Beteiligung an Bürgergenossenschaft Wiesloch

veröffentlicht: 22. Mai 2014, 2765 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Bürgerstiftung Wiesloch setzt ein klares Signal, dass sie sich dauerhaft für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzt, indem sie 100 Anteile bei der Gründung der Bürgergenossenschaft Wiesloch e.G. zeichnet. Dieses „mission investment“ passt klar zu den satzungsmäßigen Werten und Zielen.
Mehr zur Bürgergenossenschaft finden Sie hier.

 

Exkursion zu grünen Oasen im Siedlungsraum

veröffentlicht: 1. Mai 2014, 3015 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Eine knapp 30-köpfige Gruppe interessierter Bürger, darunter auch etliche Gemeinde­rats­mitglieder und Kandidaten von SPD und Grünen, informierten sich im Rahmen der Kampagne Natur in graue Zonen am 26.4.2014 vor Ort zum Thema „Grüne Flächen im Siedlungsraum“.

Als Gemeinschaftsveranstaltung von Bürgerstiftung Wiesloch und NABU Wiesloch führte die Fahrradexkursion zu konkreten Beispielen, wie unterschiedlich Flächen entsiegelt und begrünt werden können. Die fachkundige Leitung hatten mehrere NABU-Mitglieder sowie Projektleiterin Anke Merk übernommen. Sie informierten die Teilnehmenden an den 10 besuchten Stationen über die jeweils wichtigsten Aspekte.

Exkursion Mai 2014_015_Holfelder_kl

Das Highlight der Exkursion war zweifelsohne der Besuch des ehemaligen Wellpappe-Geländes, das der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich ist. Die Radler wurden mit einem Konzert der Frösche empfangen, die dort in den renaturierten Klärbecken neben Wasserschnecken und Fischen mit unzähligen Insekten leben – eine grüne Oase, die unbedingt städtebaulich gesichert werden muss, wie die Teilnehmer eindringlich in Richtung Verwaltung, Gemeinderat und NABU anmahnten.

Exkursion Mai 2014_056_Merian_kl

„Wo würden Sie sich hinwenden, wenn Sie ein Singvogel wären?“ Alle waren sich einig: nicht zur Palatin-Außenanlage, wo es an heimischen insektenfreundlichen Pflanzen und Strukturen mangelt, und schon gar nicht zum REWE-Parkplatz im Eichelweg oder dem Platz gegenüber der Stadtgalerie.

„Wo würden Sie wohnen wollen, wenn Sie als Meisenmama sechs Junge satt kriegen müssten?“ Am liebsten in einem Gebiet wie am Rand des BTZ-Parkplatzes, wo es heimische Sträucher unterschiedlicher Höhen und wasserdurchlässige Oberflächen gibt, oder hinter der Merian-Grundschule mit artenreichem Rasen, heimischen Bäumen, Wildbienenhaus und unterschiedlichen Strukturen. Doch gerade dieses Paradebeispiel eines natürlichen Areals zum Wohl von Menschen, Tieren und Pflanzen ist möglicherweise durch die anstehende Erweiterung der Schule für den Ganztagsbetrieb bedroht. Auch hier ist es wichtig, dass sich die Bevölkerung, deren gewählte Vertreter und die entsprechenden Organisationen für den Erhalt der Außenanlage einsetzen.

Exkursion Mai 2014_021_LadyFitness_kl

Zu den Exkursionsstationen gehörten auch drei der fünf Firmengelände, die in den nächsten Wochen mit den Fördermitteln aus „Natur in graue Zonen“ grün werden: die Fläche um die EnBW-Umspannstation zwischen Schafäcker- und Eschenweg wird bereits umgestaltet (u.a. mit Totholzhaufen, Magerwiese und wechselfeuchtem Bereich); für den Eingangsbereich von Lady Fitness im Eichelweg und für den Parkplatz der Oralchirurgen im Stückeläckerweg liegen die Pläne vor und wurden von Projektleiterin Anke Merk direkt vor Ort vorgestellt. Die Firmen FritzSolar und Welker Backofenbau nehmen zwar auch an der Kampagne teil, konnten aus zeitlichen Gründen jedoch nicht besucht werden.
Fördermittel stehen noch für maximal fünf weitere Firmen zur Verfügung, so dass sich Interessenten möglichst bald bei der Bürgerstiftung melden sollten.

Darüber hinaus weist die Bürgerstiftung nochmals auf den Fotowettbewerb der Kampagne hin, bei dem es primär auf die Motive und nicht auf die fotografische Leistung ankommt (Teilnahmebedingungen hier), sowie auf das große öffentliche Pflanzfest am 28.06.2014.

Die gut zweistündige Veranstaltung zeigte, wie wichtig natürliche Flächen in unserem unmittelbaren Arbeits- und Lebensumfeld sind und wie schön und pflegeleicht solche Flächen sein können. Es gilt, für sich und die Tier- und Pflanzenwelt eine gute, gesunde Mischung zu finden (s. a. „Die Mischung macht’s“).

Eindrücke von der Exkursion

 

Die Mischung macht’s

veröffentlicht: 29. März 2014, 5592 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Teilnehmenden bei angeregter Diskussion

Siedlungen sind Lebensräume nicht nur für Menschen sondern auch für Tiere und Pflanzen. Nur durch genügend grüne Flächen in sinnvoller Nähe zueinander kann Lebensqualität in den Städten nachhaltig verbessert werden. Warum das so ist und wie es gehen kann, zeigten NABU und Bürgerstiftung Wiesloch in einem Vortrag.

Bunt ist schön, Blütenflächen sind Bienen- und Falterweiden, was von selbst wächst, fühlt sich heimisch und wohl und muss nicht mit viel Aufwand gepflegt werden – das sind die wesentlichen Aussagen, die Dr. Brigitta Martens-Aly am 27.03.2014 in ihrem Bildervortrag machte, der vom NABU-Arbeitskreis Grünvernetzer erstellt wurde.

Naturnahe Begrünung bedeutet keineswegs Wildnis und ungepflegte Flächen, vielmehr sollte durch eine gute Mischung, z.B. durch eine Wildblumeninsel inmitten eines Rasens, für eine Vielfalt an heimischen Pflanzen gesorgt werden, damit die biologische Vielfalt der Kleinlebewesen wie Raupen und Falter usw. bewahrt werden kann. „Dies muss den Menschen bewusst werden, und zwar schnell“ so Martens-Aly, denn „mit den ein/zwei Raupenarten, die auf Kirschlorbeer oder Thuja leben, kriegt man keinen Vogel satt.“

Nur wenn die zugepflasterten Flächen durch kleine Grün­flächen so aufgebrochen werden, dass sich sozusagen „grüne Wege“ bilden, dass also wertvolle Lebensräume nicht zu weit auseinander liegen, dann ist Pflanzen- und Tiervielfalt (genetischer Austausch) möglich.

Foto: Stefan Eisenbarth
Foto: Stefan Eisenbarth

Aber auch für uns Menschen ist mehr Siedlungsgrün wichtig, denn versiegelte Flächen wirken klimatisch negativ: kaum Wasserabfluss in den Boden, wenig Verdunstung und aufgeheizte Beton- und Asphaltflächen machen den innerstädtischen Sommer heiß und trocken.

Diese Erkenntnisse sind eigentlich nicht neu, doch die meisten Menschen setzen sich bisher noch nicht mit diesem Thema auseinander. Wie Meinrad Singler vom Grünflächenamt Wiesloch in der Diskussionsrunde nach dem Vortrag bestätigte, gebe es häufig Beschwerden aus der Bevölkerung, wenn die städtischen Gärtner Gras und Blumen mal höher wachsen ließen. Hier, so waren sich die Anwesenden einig, müsse noch viel Aufklärung geleistet werden. Nur durch gute Beispiele könne man überzeugen. Deshalb betonte Dr. Martens-Aly am Ende der Veranstaltung nochmals, dass die aktuelle Kampagne „Natur in graue Zonen“ einen guten Beitrag dazu leiste. Die Kampagne wird vor Ort in Wiesloch als einer von drei Pilotstädten mit Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz u.a. von der Bürgerstiftung durchgeführt (s. hier).

Die Kampagne adressiert zwar zunächst Gewerbebetriebe, aber dort kann auch jeder Einzelne sehen, wie einfach grüner Lebensraum geschaffen werden kann und welche Pflanzen für die heimische Insekten- und Vogelwelt sowohl im Privatgarten als auch auf dem Balkon hilfreich und für das menschliche Auge schön sind.

Wie gute und weniger gute Beispiele aussehen können, kann man bei einer Fahrradexkursion durch Wiesloch und den Stadtteilen am 26. 04. sehen, unter fachkundiger Leitung der NABU-Ortsgruppe:
Treffpunkt: Sa. 26.04.2014, 15 Uhr, Palatin-Haupteingang; Dauer ca. 1,5 – 2 Std.

Die Exkursion kann bestens genutzt werden, um Fotos für den flankierenden Wettbewerb zur Kampagne zu machen (s. hier)

 

Mehr Grün für Mensch und Tier

veröffentlicht: 22. Februar 2014, 6256 mal gelesen, keine Kommentare bisher

FritzSolar graue FlächeLebensqualität in Städten verbessert sich durch naturnahe grüne Flächen. Warum das so ist und wie es gehen kann, zeigen NABU und Bürgerstiftung Wiesloch am 27.03.2014 bei einem Info-Abend.

Zubetonierte oder zugepflasterte Flächen bieten weder für Menschen noch für Pflanzen und Tiere einen geeigneten Lebensraum. Wenn solche versiegelten, grauen Flächen aufgebrochen und naturnah begrünt werden, profitieren alle davon. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert dazu ein Pilotprojekt zur Entsiegelung von Gewerbeflächen, das der Wissenschaftsladen Bonn in drei Städten jeweils zusammen mit den dortigen Bürgerstiftungen durchführt. Wiesloch gehört dazu, und die hiesige Bürgerstiftung treibt die Kampagne mit guter Resonanz seitens der Gewerbebetriebe voran. (weiterlesen…)

 

Vier graue Zonen bald naturgrün

veröffentlicht: 18. Februar 2014, 3275 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Das Zwischenergebnis von Wieslochs Bürgerstiftung im ersten Projektabschnitt von „Natur in graue Zonen“ ist sehr gut: mehrere Gewerbeflächen stehen unmittelbar vor der naturnahen Umgestaltung, wie hier eine Fläche von EnBW im Schafäckerweg Wiesloch.

Und auch für die Bürgerinnen und Bürger erhoffen sich die Verantwortlichen Impulse sowohl für die eigene Gartengestaltung durch kostenfreie Workshops in einer späteren Projektphase als auch für ein besseres lokales Klima u.v.m.

Die Kampagne „Natur in graue Zonen“ des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) wird in Wiesloch als einer der Pilotstädte durch die Bürgerstiftung Wiesloch mit Erfolg vorangetrieben.

Vier Unternehmen haben sich bereits von den guten Argumenten der Bürgerstiftung und den Fördermitteln des BfN u.a. überzeugen lassen: die Firmen Fritz Solar, EnBW und Karl Welker Backanlagen sowie die Kieferchirurgiepraxis „Die Oralchirurgen“ werden in den nächsten Monaten einen Teil ihrer Flächen entsiegeln und im April oder Mai in teilweise öffentlichen Pflanzaktionen attraktiv gestalten.

Zwei weitere Unternehmen prüfen zurzeit eine mögliche Teilnahme bzw. befinden sich in einer frühen Planungsphase.

NigZ

Unter der Federführung des Wissenschafts­laden (WILA) Bonn wird die BfN-Kampagne zunächst in drei Städten durchgeführt, um an konkreten Beispielen zu zeigen, wie viele positive Effekte eine Entsiegelung nichtgenutzter Gewerbeflächen mit anschließender naturnahen Begrünung hat. Die Bürgerstiftung ist Kooperations- und Ansprechpartner vor Ort.

OralchKlug5_kl

Die teilnehmenden Unternehmen entsiegeln auf eigene Kosten, erhalten aber aus den Fördermitteln des BfN eine umfassende Beratung, das Pflanzkonzept sowie das Pflanzenmaterial und somit die Chance, triste Randbereiche, Abstandsfläche, Parkplätze oder Lagerflächen ökologisch und ästhetisch aufzuwerten, zum Beispiel so Planskizze FritzSolar. Die Teilnahme am Projekt, so Herr Fritz von Fritz Solar, berge eine große Chance für sein Unternehmen.

Er hofft, dass viele Wieslocher Gewerbe­treibende seinem Beispiel folgen werden. Dr. Klug von den Oralchirurgen ist dankbar, dass die Kampagne den Anstoß gab, „nun endlich die Verschönerung des großen grauen Umfelds der Praxis in Angriff zu nehmen, das uns schon lange missfällt.“

In der Bürgerstiftung ist sich Projektleiterin Anke Merk sicher: „Wenn erst einige konkrete Umgestaltungen sichtbar sind, lassen sich weitere Unternehmen überzeugen, damit wir noch viel mehr grüne Flächen in bisher graue Bereiche bekommen.“

Siehe Download des Info-Faltblatts und andere Artikel zur Kampagne auf dieser Homepage.

 

Grüne Flächen statt graue Zonen

veröffentlicht: 17. Juli 2013, 3648 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Unternehmen und Bürger profitieren gleichermaßen – Attraktive Unterstützung für teilnehmende Unternehmen – Online-Wettbewerb für die Bevölkerung – Konzepte für den eigenen Garten

Unter dem Titel „Natur in graue Zonen“ hat ein Pilot­projekt zur Ent­siegelung von Firmen­flächen im Siedlungsgebiet begonnen, das u.a. mit Förderungen des Bundes­amtes für Naturschutz (BfN) in drei bundesdeutschen Städten unter Federführung des Wissen­schafts­laden (WILA) Bonn durchgeführt wird. Graue mit Beton o.ä. versiegelte Firmenflächen sollen entsiegelt und naturnah begrünt werden. Download des Info-Faltblatts
Projektpartner vor Ort sind die jeweiligen Bürgerstiftungen, da sie lokal verankert sind und sich dafür engagieren, ihre Stadt lebenswerter zu machen. Für Wiesloch sprach insbesondere die große Erfahrung der Bürgerstiftung beim Thema Umwelt- und Klimaschutz aus den letzten vier Jahren. Außerdem sind Duisburg und Erfurt als Pilotstädte dabei.

Bausteine der Kampagne:

  • Online-Wettbewerb für Bürgerinnen und Bürger bis 30.06.2014

Gehen Sie mit offenen Augen durch die Stadt und fotografieren Sie sowohl besonders schöne und für Insekten und Vögel attraktive Bereiche als auch Bereiche, wo durch naturnahe Begrünung ein Areal für Mensch und Tier aufgewertet werden könnte. Zum Wettbewerb

  • Entsiegelung von Firmenflächen

Ein teilnehmendes Unternehmen erhält im Rahmen der Kampagne Beratung und Pflanzkonzept durch einen Landschaftsgärtner und einheimisches Pflanzmaterial. Lediglich für die Entsiegelung der Fläche muss das Unternehmen selbst aufkommen. Das Ergebnis ist die deutliche Aufwertung in ästhetischer wie ökologischer und klimatischer Sicht.

  • Nutzen für alle

Von naturnah bepflanzten Flächen profitieren alle. Grüne Flächen heizen sich nicht wie Beton- oder Steinflächen auf, sondern tragen zur Kühlung bei. Nicht versiegelte Flächen wirken sich nicht nur positiv auf die Regenwasserversickerung sondern auch auf die Abwassergebühren aus. Die angeleiteten Pflanzaktionen in der Kampagne sind öffentlich – jeder kann daraus lernen. Einheimische Pflanzen sind widerstandsfähig, brauchen wenig Pflege, sind langfristig kostengünstiger als Exoten. U.v.m.

Info: Interessierte Unternehmen aus Wiesloch und den Stadtteilen können sich an die Bürgerstiftung Wiesloch wenden: Anke Merk, Tel. 06222 06222-380927 oder ankemerk(at)t-online.de

 

 

software WordPress(modifiziert) | Anmelden