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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Verschnaufplätze für Käfer und Co.

veröffentlicht: 17. Januar 2017, 5221 mal gelesen, Kommentare deaktiviert für Verschnaufplätze für Käfer und Co.

Ausschreibung „Blüten, Blätter, Beete“ der Bürgerstiftung Wiesloch gibt Anreize, in Wiesloch mehr naturnah gestaltete Flächen einzurichten. Bewerbung bis 30. April 2017.

Von 2013 bis 2016 entstanden in Wiesloch durch die Initiative der Bürgerstiftung Wiesloch mehrere sehr schöne grüne Flächen im Rahmen der Kampagne „Natur in graue Zonen“. Davon inspiriert möchten wir Anreize geben, noch mehr naturnah gestaltete Flächen im Stadtgebiet einzurichten.

Die Ausschreibung Blüten, Blätter, Beete. Verschnaufplätze für Käfer und Co. richtet sich an Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie gemeinnützige Körperschaften und Gruppen aus Wiesloch inkl. Stadtteilen. Alle, die gerne ein paar „Käferkneipen“, „Bienenbistros“ u.ä. für die Kleinst­lebewesen in unserer Stadt bereitstellen möchten, können sich bis zum
30. April 2017 um eine finanzielle Förderung bewerben. Die geplanten Maßnahmen sollen bis April 2018 umgesetzt werden.

Alle Details zur Ausschreibung und Antragsformular.

 

Gärtnern als Kulturdialog

veröffentlicht: 6. Oktober 2016, 4632 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Eineinhalb Jahre ist es her, dass der Pachtvertrag für einen interkulturellen Gemeinschafts­garten unterschrieben und mit der Urbarmachung des Geländes am Friedhof Wiesloch begonnen wurde. „Wurzelwerk“ steht mittlerweile für eine wunderbare Gemeinschaft von Leuten unterschiedlicher Herkunft, die gemeinsam den Garten angelegt haben und sich mittlerweile an der zweiten Ernte erfreuen.

Das Wissen aus Ungarn, Griechenland, Polen, Gambia u.v.m. kommt geballt zum Einsatz. Man tauscht seine Erfahrungen sowie Setzlinge und Samen aus für die eigenen kleinen Parzellen, und man kümmert sich zusammen um die Gemeinschaftsfläche mit Beeten, Sandkasten und Feuerstelle.

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„Der Kontakt von Kultur zu Kultur findet bei der Gartenarbeit statt. … Was in einem Garten gelingt, kann auch in einer Gesellschaft gelingen.“ Diese Aussage von Dr. Birgit Hofmann, Historisches Seminar der Universität Heidelberg, Arbeitsbereich „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“, anlässlich der Auftaktveranstaltung zu „Wieslocher Migrationsgeschichte/n“ fasst zusammen, was im Wieslocher Wurzelwerk tagtäglich praktiziert wird. Die Integration gelingt einfach so, indem man nebeneinander und miteinander ein Stück Land bestellt und in seiner Freizeit zusammen ist, gemeinsam kocht und isst, die Kinder zusammen spielen.

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Wie gut das alles funktioniert und wie herrlich die Pflanzen gedeihen, davon konnte sich dieser Tage eine kleine Gruppe von Spendern direkt vor Ort überzeugen. Die Wurzelwerker hatten die Vertreter von der Dietmar Hopp-Stiftung, der Sparkasse Heidelberg sowie der Volksbank Kraichgau zu einem Besichtigungstermin geladen, um zu zeigen, welche Früchte die finanziellen Zuwendungen tragen.

Ein Teil der Gärtner und Gärtnerinnen führten die Spender sowie die zuständige Vorstandspatin der Bürgerstiftung im Garten herum, der sich in der tiefstehenden Herbstsonne besonders farbenfroh präsentierte. Besonderes Lob der Gäste galt dem Tee, der ganz frisch aus garteneigenen Kräutern aufgebrüht war.

Wer sich genauer über das Wurzelwerk informieren oder selbst mitmachen möchte, findet hier alle wichtigen Informationen.

 

Abschlusspflanzfest beim SPHV

veröffentlicht: 12. April 2016, 4250 mal gelesen, keine Kommentare bisher

„Natur in graue Zonen“ endete am 8.4. im Beisein des OB und zahlreicher Gäste mit Feierstunde, Pflanzfest und Tag der offenen Tür beim SPHV Frauenweiler (NFp-Werkstätten).

„Hoffentlich lassen sich viele Bürgerinnen und Bürger von den neugestalteten Flächen inspirieren. Hoffentlich finden sich viele Nachahmer, die wenig attraktive, gepflasterte oder zubetonierte Flächen durch heimische Pflanzen lebenswerter machen“ – so der Wunsch von Wieslochs Oberbürgermeister Dirk Elkemann in seiner Ansprache zum erfolgreichen Abschluss der Kampagne Natur in graue Zonen in Wiesloch.

Der neue Vorplatz
Der neue Vorplatz

Rund 60 Gäste wurden von Melitta Wernecke, Geschäftsführerin des SPHV, und Rosemarie Stindl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, bei der gemeinsam ausgerichteten Veran­staltung begrüßt.

Am Standort Nordbadische Fabrik­produktionen NFp des SPHV im Wieslocher Stadtteil Frauenweiler wurde die letzte Umgestaltung im Rahmen der Kampagne vorgenommen. Beeindruckend ist der völlig neue Look des ehemals komplett asphaltierten Areals vor dem NFp-Casino.

So sah es vorher aus
So sah es vorher aus

Ein geschwungener Weg, ein mit Naturstein ummauerter Beetbereich, eine große Winterlinde und viele Pflanzen laden nun die Besucher ein. Die werden ab jetzt sicherlich deutlich zahlreicher den täglich wechselnden Mittagstisch genießen, der vom NFp-Küchenteam (ähnlich dem Angebot in der Alten Schuh­fabrik) für jeden Hungrigen angeboten wird. Und natürlich freuen sich vor allem auch die Mitarbeiter an diesem hübschen Außenbereich.
Sehr interessante Führungen durch die NFp-Werkstätten gaben den Anwesenden nach dem offiziellen Teil einen guten Einblick in die Arbeit der Einrichtung.

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Eine kleine Ausstellung informierte über die Möglichkeiten der naturnahen Begrünung und über die Ergebnisse der dreijährigen Kampagne in den Pilot­städten. Für den Wissenschaftsladen Bonn e.V., der die mehrjährige Kampagne leitete, fasste Michaela Shields die wichtigsten Phasen zusammen. Sie stellte auch die drei neuen Broschüren vor, die als Grundlage zur Verstetigung der bisherigen Ansätze dienen können. So gibt das Heft „Tiere pflanzen“ Anregungen dafür, welche Pflanzen man einsetzen kann, um bestimmte Tiere in seinen Garten zu locken. Die beiden anderen Broschüren richten sich primär an Kommunen bzw. Unternehmen. Alle drei Broschüren liegen im Wieslocher Rathaus aus und können von der Bürgerstiftung angefordert werden.

J.Stehlik und B.Kröhn (Foto: HJ Janik)
J.Stehlik und B.Kröhn (Foto: HJ Janik)

Vertreter von teilnehmenden Unter­nehmen aus Wiesloch freuten sich über die positiven Effekte, die sie durch ihre neuen Flächen bereits beobachten konnten, und gaben ihre Erfahrungen weiter. Die Zusammen­arbeit mit Bürgerstiftung, Wissen­schaftsladen und Gartenbaubetrieb naturart wurde durchweg als sehr angenehm und effektiv gelobt.

Anke Merk, Projektleiterin der Bürgerstiftung, und Rosemarie Stindl vom Bürgerstiftungsvorstand bedankten sich bei allen Akteuren, die im Laufe der letzten drei Jahre zum Erfolg des Projekts beigetragen haben. Beide hoffen, dass diese Kampagne etwas in den Köpfen bewirkt, dass man mehr auf die uns umgebende Natur achtet und ihr wieder mehr Platz gibt.

Denn letztlich komme das, so Anke Merk, auch uns Menschen zugute.
Zum Abschluss der Feierstunde äußerte Rosemarie Stindl einen persönlichen Wunsch: „Es wäre schön, wenn sich auch die stätdtischen Stellen (Grünflächenamt, Bauhof usw.) bei ihren Vorhaben an das Ziel dieser Kampagne erinnern würden. Gebuddelt wird immer irgendwo – warum also nicht überlegen, ob wirklich die gesamte aufgegrabene Fläche wieder asphaltiert oder mit Platten zugelegt werden muss. Ein kleiner Grünstreifen hier, zwei Büsche oder Stauden dort – naturnah und ohne Pflegeaufwand – was spricht dagegen?“

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Die Kampagne wurde vom Bundesamt für Naturschutz, der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie der Stiftung Lebendige Stadt mit über € 600.000 in den drei Pilotstädten Wiesloch, Duisburg und Erfurt gefördert.

 

Frisches Grün bei Auto Wagner

veröffentlicht: 31. Oktober 2015, 6188 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Kann ein Autohaus ökologisch sein? Auf diese Frage antwortet Ulrike Aull, Geschäftsführende Gesellschafterin des Autohauses Wagner, mit einem klaren „Ja!“ Deutlich sichtbar ist das nun durch die naturnahe Begrünung entlang des der Schaufensterfront.

Im Rahmen der Kampagne „Natur in graue Zonen“ ist das Autohaus Wagner das sechste Unternehmen, das Fläche entsiegelt und naturnah begrünt hat.

„Ich musste nicht groß überzeugt werden“, sagte Frau Aull bei einem Gespräch während der Bepflanzung Ende Oktober. „Wichtig ist mir einfach, dass die Pflege nicht so aufwändig ist. Und das ist mit der naturnahen Pflanzenauswahl der Kampagne der Fall.“ Sie sei „eine Ökotante“, und diese Aktion sei einer von vielen Bausteinen in ihrem Konzept zum ökologischen Autohaus.

U. Aull mit Fachmann Weigand
U. Aull mit Fachmann Weigand

Mit leuchtenden Augen stellte sie den Vertreterinnen von Bürgerstiftung Wiesloch und Wissenschaftsladen Bonn sowie der Presse die anderen Bausteine vor, nämlich eine biologische Wasseraufbereitung (80 % des Wassers kann dadurch wiederverwendet werden), eine stromsparende Beleuchtung, eine Photovoltaikanlage und eine Strom­tankstelle. „Das wird eine runde Sache“ freut sich Ulrike Aull.

Beim Abschied bedankte sie sich herzlich bei den Verantwortlichen der Bürgerstiftung für „diese gute Initiative“ und betonte, dass sie und ihre Familie große Unterstützer der Bürgerstiftung seien.

 

Endspurt für kostenlose Begrünung

veröffentlicht: 16. August 2015, 3057 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Noch zwei Firmen können fast umsonst ihren Außenbereich grüner machen, wenn sie sich jetzt noch für Natur in graue Zonen anmelden.

50 qm für die Natur und für das eigene Wohlbefinden: beim letzten Unter­nehmerstammtisch mit OB Schaidhammer wurde darauf hingewiesen, dass noch zwei Unternehmen Teile ihres Firmen­geländes kosten­los naturnah neu gestalten und bepflanzen lassen können; lediglich die Entsiegelung muss selbst übernommen werden.

So sah es vorher aus
So sah es vorher aus

„Ich verstehe nicht, dass man solch ein Angebot nicht annehmen will“ sagte Barbara Schröder von Fritz GmbH in Schatthausen. „Wir sind sehr dankbar für den Impuls, den wir über die Bürgerstiftung bekommen haben. Mit dem Geld aus der Kampagne des Bundesumweltamtes haben wir einen wenig genutzten unansehnlichen Außenbereich entsiegelt und naturnah begrünt. Nun haben wir eine attraktive Fläche sowohl für uns Mitarbeiter als auch für Kundengespräche zur Verfügung, die von allen sehr gern genutzt wird.“

Die Resonanz aller bisher beteiligten Unternehmen ist sehr positiv. Sie alle waren überrascht, dass „schon kleine Veränderungen wie das Pflanzen von Bäumen, das Errichten einer Trockenmauer oder das Anlegen von Wildstaudenbeeten die Betriebsflächen attraktiver für Mitarbeitende sowie Kunden und Kundinnen machen.“ Wie man mit der vorgegebenen Mindestfläche von 50 qm eine wenig ansprechende Fläche schon deutlich aufwerten kann, zeigen die Fotos unten.

Wer noch von den Fördergeldern aus der Kampagne „Natur in graue Zonen“ profitieren möchte – immerhin Sachleistungen im Wert von 5.000 € – muss sich sputen. Im Herbst muss das Pflanzkonzept und möglichst noch die Pflanzung erfolgen, denn im Frühjahr läuft die Kampagne aus.

Parkplatz vorher
Parkplatz vorher
Parkplatz nachher (Foto: N. Macekas)
Parkplatz nachher (Foto: N. Macekas)
 

Jugendzentrum Wiesloch entsiegelt und begrünt

veröffentlicht: 28. Mai 2015, 5792 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Aus der grauen Zone rund ums Jugendzentrum haben Jugendliche der Gerbersruhschule eine ansprechende Fläche mit viel Grün nach eigenen Plänen selbst gestaltet.

Der Internationale Bund als Betreiber des Jugendzentrums in Wiesloch hat im Rahmen der Kampagne „Natur in graue Zonen“ das fast komplett versiegelte Gelände begrünt. Bisher einzigartig in der vom Bundesministerium für Natur federführend geförderten Kampagne arbeiteten hier viele Institutionen in vorbildlicher Weise zusammen: die Stadt Wiesloch unterstützte durch den Bauhof bei der Entsiegelung und Beschaffung von Pflanzen, Schüler der Gerbersruhschule erarbeiteten in einem Workshop die Gestaltung und setzten sie mit Hacken, Schaufeln, Schweiß und Schwielen um, Schulleiterin Bärbel Kröhn begleitete das Projekt zusammen mit dem Techniklehrer Herrn Menzel und dem Berufslotsen Herrn Schönith, Anke Merk als Projektleiterin der Bürgerstiftung und Jindro Stehlik vom IB sorgten für die Verpflegung und die gesamte Organisation.

Einen detaillierten Bericht von der WILA-Projektleiterin Michaela Shields und weitere Fotos finden Sie auf der Seite des WILA Bonn.

Die Fotos von der Pflanzaktion finden Sie hier.

 

Fotos zur JuZ-Pflanzung

veröffentlicht: 28. Mai 2015, 2734 mal gelesen, keine Kommentare bisher

 

Natur in graue Zonen wird UN-Dekade-Projekt

veröffentlicht: 28. Mai 2015, 3058 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die vom Wissenschaftsladen Bonn unter Mitwirkung von drei Bürgerstiftungen umgesetzte Kampagne „Natur in graue Zonen“ wird als Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

Während der Pflanzaktion am Jugend­zentrum Wiesloch und im Beisein von Landtagsabgeordneter, Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr und Werner Phillip als Vertreter des Oberbürgermeisters (siehe entspr. Bericht auf dieser Seite) überreichte Michaela Shields, Projektmitarbeiterin für „Natur in graue Zonen“ im Wissen­schaftsladen Bonn e.V. (WILA Bonn) den Vertreterinnen der Bürgerstiftung Wiesloch eine Plakette und einen bunten „Vielfalt-Baum“ aus Holz als Symbole der Auszeichnung.

Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nach­ahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Kampagne „Natur in graue Zonen“ erfüllt die UN-Dekade-Kriterien, denn ihr Ziel ist es, in den Pilotstädten Duisburg, Erfurt und Wiesloch innenstädtische Gewerbeflächen zu entsiegeln und sie naturnah zu begrünen.

Städte grüner, lebenswerter und attraktiver zu machen, dafür setzt sich das Projekt „Natur in graue Zonen“ ein. Noch bis Frühjahr 2016 unterstützt der WILA Bonn Unternehmen in den drei Pilotkommunen bei der Planung und Umsetzung naturnaher Gestaltung ihrer Gewerbeflächen. Doch dafür müssen die Firmen etwas leisten: Sie verpflichten sich dazu, zumindest kleine Flächen zu entsiegeln. Das können Eingangs-, Pausen- oder Parkplatzbereiche sein. So sind bisher auf Firmengeländen Trockenmauern, Wildstaudenbeete, Wand­begrünungen, Feuchtbiotope und – wo es passt – auch wertvolle Totholz­bereiche und Blumenkräuterrasen entstanden.

Diese „Grünen Visitenkarten“ führen zu einer Attraktivitätssteigerung von Firmenflächen und bedeuten auch einen ökologischen, klimatischen und ästhetischen Mehrwert für die Kommunen und Bürger/innen.

„Obwohl Wiesloch die kleinste Stadt im Pilottrio ist, sind die bisherige Rück­meldung der Unternehmen sowie die sehr unterschiedlichen Umsetzungen überaus positiv“, sagte die Projektleiterin Michaela Shields vom WILA Bonn. Die bisher bepflanzten Flächen seien nicht nur besondere Hingucker, sondern würden dazu beitragen, die ganze Stadt lebenswerter zu machen.
„Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt“, so die Juror/innen des UN-Dekade-Wettbewerbs.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht „Natur in graue Zonen“ zu einem Teil der weltweiten Strategie zum Erhalt der lebendigen Vielfalt. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und der Stiftung Lebendige Stadt.

 

Wurzelwerk Wiesloch

veröffentlicht: 10. April 2015, 5866 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Unter diesem Namen entsteht gerade ein interkultureller Begegnungsgarten in Wiesloch. Die Idee dahinter ist, Einheimische, Zugewanderte und Flüchtlinge durch gemeinsames Gärtnern in Kontakt miteinander zu bringen.
Es gibt Gemeinschafts- und Einzelbeete, aber auch Ruhezonen und Begegnungsflächen, vor allem aber viele gemeinsame Aktivitäten rund ums Gärtnern und Ernten.

Hintergrund und aktuelle Infos auf der Homepage des Wurzelwerks hier und im Forum „Leben in Wiesloch

„Wurzelwerk Wiesloch“ ist ein Integrationsprojekt der Bürgerstiftung unter der Leitung des Projektteams Anne und Arndt Jacobi, Cäcilie Kowald und Holger Schütt. Es wird gefördert von der Dietmar Hopp Stiftung.

 

Grüne Inseln mit viel Wirkung

veröffentlicht: 5. November 2014, 6316 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Eine besonders graue Zone in Wiesloch wird fein gemacht. Die Entsiegelung ohne jeglichen Nutzflächenverlust ist ein Paradebeispiel für „Natur in graue Zonen“.

„Die Mauer hat uns schon immer gestört. Der Blick nach draußen war sogar bei schönstem Wetter trist.“ Doch das ist nun Vergangen­heit, denn der Parkplatz der Oralchirurgie­praxis an der Ecke Messplatzstr./Stückel­äckerweg wurde dieser Tage im Rahmen der Kampagne „Natur in graue Zonen“ begrünt.

Der Parkplatz mit Pflanzinseln
Der Parkplatz mit Pflanzinseln

Erstaunlich ist, dass die Nutzfläche keinen Zentimeter kleiner geworden ist. Lediglich die „toten Dreiecke“ zwischen den einzelnen schräg verlaufenden Stellplätzen wurden von den Beton­steinen befreit und bieten nun Raum für viele von Insekten heiß begehrte Pflanzen. Dr. Klug äußerte sich beim Pflanztermin sehr zufrieden: „Es wird sogar noch viel besser als wir uns das vorgestellt haben.“ Sein Kollege Dr. Roers war beeindruckt, was „so ein bisschen Grün“ doch ausmache. Eine weitere Aufwertung erfuhr das Grundstück durch einen neuen Bretterzaun zur Messplatz­straße hin, der ebenfalls begrünt wurde. Dank der milden Witterung war die Pflanzung unerwartet doch noch in diesem Jahr möglich.

Der Parkplatz in seinem ursprünglichen Grau
Der Parkplatz in seinem ursprünglichen Grau

Die Pflanzeninseln sind bewusst mager gehalten, den vorwiegend heimischen Pflanzen reicht eine Handvoll Erde zum Leben. Nur eine ausreichende Bewässerung muss gewährleistet sein. Ganz im Sinne der Kampagne hat sich bereits eine Praxismitarbeiterin zur gewissenhaften Pflanzenbetreuung gemeldet.

Das gesamte Gestaltungskonzept sowie ein Großteil der Pflanzen werden aus Förder­mitteln der Kampagne bezahlt. Die große Gesamtlösung, so wie sie jetzt umgesetzt wurde, war jedoch nur möglich durch einen zusätzlichen Eigenanteil, den die Oralchirurgen gern zuschossen, weil sie so begeistert von der Idee der Entsiegelung waren. Sie freuen sich, Teil der Kampagne zu sein, die letztlich den Anstoß gab, einen schon lange gehegten Wunsch nach einem schöneren Praxis­umfeld zu verwirklichen.

Die Bürgerstiftung Wiesloch ist Ansprechpartner vor Ort. Noch sind nicht alle Förderrmittel abgerufen. Wieslocher Unternehmen, die Interesse haben, sollten sich möglichst bald bei der Projektleiterin Anke Merk unter Tel. 06222-380927 melden.

 

 

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