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Flucht und Asyl in Baden-Württemberg

veröffentlicht: 30. Dezember 2015, 12082 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V. hat eine kurze Broschüre mit anschaulichen Informationen zum Thema Flucht und Asyl herausgegeben. Das Heft geht auf Fragen und Befürchtungen ein und gibt Antworten – soweit möglich. Es kann auch heruntergeladen werden.

Mal ehrlich! Flucht und Asyl in Baden-Württemberg

 

ZusammenLeben! im Familienzentrum

veröffentlicht: 15. Dezember 2015, 3977 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Mit 1.500 € unterstützen wir den Eine-Welt-Kindergarten bei der Umstrukturierung für mehr Integration und Begegnung. (Foto: Kristina Junker)

Im Eine-Welt-Kindergarten im Westen Wieslochs verbringen 75 Kinder aus 12 Nationen viel Zeit miteinander. Das engagierte Kindergartenteam stellt sich täglich den großen Herausforderungen: 80 % der Kinder haben einen Migrations­hintergrund, 80 % von ihnen kämpfen mit Sprachschwierigkeiten, 40 % der Familien befinden sich in einer Krise.

Um die Integrationsarbeit umfassender und nachhaltiger zu gestalten, ist aus der reinen Kindergartenarbeit schon längst aufwändige Familienarbeit geworden. Und so befindet sich der Kindergarten bereits auf dem Weg zum Familienzentrum. In Zukunft wird die Betreuung auf einen Ganztagsbetrieb umgestellt, die Familien sollen stärker einbezogen und Bildungs- und Freizeitangebote für die Familien geschaffen werden. Damit dies gelingt,
sind angemessene Räumlichkeiten notwendig. Zurzeit schafft der Kindergarten die baulichen Voraussetzungen für das Zukunftsprojekt.

Die Ortsbegehung und ausführliche Gespräche mit dem Team haben uns überzeugt, hier mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen – zumal dieses Vorhaben hervorragend in unseren neuen Schwerpunkt ZusammenLeben! passt. Annegret Sonnenberg und Rosemarie Stindl vom Vorstand der Bürgerstiftung trafen sich zur symbolischen Übergabe des Förderbetrages mit Elke Hirn, Kindergartenbeauftragte der evangelischen Gemeinde (im Foto links), und Kindergartenleiterin Doris Mülbaier (im Foto 2. v.l.).

Wir hoffen, dass noch viele Spender unserem Beispiel folgen und durch eine Überweisung einen nachhaltigen Beitrag zur Integration in unserer Stadt leisten:
Empfänger: Förderverein der Evang. Kindergärten Wiesloch e.V.
Kennwort: Familienzentrum
IBAN: DE93 6725 0020 0050 0070 73

 

TeilhaBären helfen Flüchtlingskindern

veröffentlicht: 26. November 2015, 5588 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Pfiffige Spendenaktion der Volksbank Kraichgau kommt den Flüchtlingskindern in Wiesloch zu Gute. (Foto: H. Pfeifer)

Die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim ließ sich eine besondere Aktion einfallen, um soziales Engagement zu fördern. Im „TeilhaBär“-Aktionszeitraum vom 15.6. bis 31.10.2015 spendete sie für jedes neue Mitglied bis 7 Jahre 5 Euro an eine von drei sozialen Einrichtungen in der Region. Die Kunden konnten entscheiden, an welche Institution die Spende ging.

Wir freuen uns zusammen mit dem Kinderhilfefonds Kraichgau und dem Kinderhospiz Sterntaler über diese gelungene Aktion, bei der die Spenden der neuen Mitglieder von der Bank noch großzügig aufgestockt wurden.

Im Namen der Flüchtlingskinder, für die Christel Bylow vom Netzwerk Asyl, Kinderbetreuung, und Rosemarie Stindl vom Vorstand der Bürgerstiftung (im Foto 2. und 1. v. r.) die Spende von 1.000 Euro entgegen nehmen durften, bedanken wir uns ganz herzlich.

 

Kontakt zum Netzwerk Asyl

veröffentlicht: 18. September 2015, 11938 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Das Netzwerk kann direkt bzgl. Spenden und Anfragen kontaktiert werden: info(at)asyl-wiesloch.de. Infos zu Sachspenden: sachspenden(at)asyl-wiesloch.de

  • Möbel, Bett- und Tischwäsche, Kleidung u.ä.
    BIWU, Lempenseite 52, Tel. 06222–389866, Mo – Do 8-16 Uhr, Fr 8-14 Uhr; unbedingt vorher anrufen!
  • Kinderkleidung kann nicht mehr angenommen werden; die Lagerkapazitäten sind erschöpft

Die Flüchtlinge werden bei Bedarf an BIWU und Kinderkleiderladen verwiesen. Die gespendeten Dinge stehen allen Bedürftigen zur Verfügung; sie werden nicht kostenlos abgegeben, sondern für sehr kleine Beträge verkauft.

Das Netzwerk Asyl ist übrigens eigenständig im Internet präsent: Homepage des Netzwerks und hier.

 

Netzwerk erhält substanzielle Förderung

veröffentlicht: 19. August 2015, 10891 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Die Bürgerstiftung Wiesloch bewarb sich erfolgreich beim Programm „Willkommen in Baden-Württemberg“ der Baden-Württemberg Stiftung und erhält für zwei Jahre insgesamt 21.000 Euro.

Die Bürgerstiftung Wiesloch bewarb sich im Mai 2015 bei der Baden-Württem­berg Stiftung im Rahmen des Programms „Willkommen in Baden-Württemberg! Engagiert für Flüchtlinge und Asyl­suchende“ mit dem Projekt „Fuß fassen in der Arbeitswelt“. Dieser Tage erhielt die Bürgerstiftung die Nachricht, dass sie die beantragten Mittel in Höhe von 21.400 € erhält. In den kommenden zwei Jahren wird das Geld dazu verwendet werden, den Flüchtlingen zu helfen, eine schulische bzw. betriebliche Aus­bildung oder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

Die Baden-Württemberg Stiftung und das Ministerium für Integration Baden-Württemberg fördern mit dem Programm „Willkommen in Baden-Württemberg! Engagiert für Flüchtlinge und Asylsuchende“ neuartige Projektideen, deren Kern die Unterstützung von Asylsuchenden und Flüchtlingen durch ehrenamtlich Engagierte darstellt. Für diese Aufgabe werden die Ehrenamtlichen im Rahmen der Projekte gezielt qualifiziert, und während ihres Engagements erhalten sie professionelle Begleitung. Basis der Projekte ist eine gelebte Willkommens­kultur, in der sich die Aufnahmegesellschaft für Flüchtlinge und Asylsuchende öffnet.

Hierbei stehen die im Netzwerk Asyl Wiesloch tätigen Ehrenamtlichen vor neuen Herausforderungen:

  • Sie müssen sich die erforderlichen Sachinformationen über Gesetze und Prozesse von Grund auf erarbeiten.
  • Sie wollen neue Formate der Begegnung entwickeln, mit deren Hilfe das Interesse von Unternehmern und Handwerkern gewonnen und der Dialog mit Flüchtlingen ermöglicht werden kann.
  • Sie möchten den Flüchtlingen das Gefühl geben, dass sie gut, zielführend und konsequent unterstützt werden

Damit die Flüchtlinge in Ausbildung und Beruf vermittelt werden können, sind je nach individuellen Voraussetzungen verschiedene Schritte notwendig:

  • Analyse der Optionen für eine schulische oder betriebliche Berufsausbildung
  • Analyse der Chancen auf Vermittlung in Arbeit im erlernten Berufsumfeld
  • Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Ergänzung der Ausbildung
  • Erwerb der notwendigen Voraussetzungen zum erfolgreichen Schulbesuch und Berufsabschluss z.B. beim Erlernen von fachbezogenem Deutsch

Letztlich sollen die Flüchtlinge mit Hilfe der Ehrenamtlichen in die Lage versetzt werden, sich im deutschen Arbeitsmarkt und dem Arbeitsleben in Deutschland zurecht zu finden, mit den entsprechenden Tools offene Stellen zu finden, ihre Stärken in Bewerbertrainings zu artikulieren und die berufsspezifische Sprache zu erwerben.

Damit die Ehrenamtlichen diese Schritte mit den Flüchtlingen zusammen gut bewältigen können, bedarf es einer umfassenden Vorbereitung, die nun durch die Förderung der Baden-Württemberg Stiftung möglich ist.
Ziel ist es, ein gut vernetztes Team aufzubauen, das die als Integrations­begleiter arbeitenden Ehrenamtlichen kompetent hinsichtlich der jeweiligen Prozesse beraten und fortbilden kann. Hierfür werden sowohl Veranstaltungen mit Experten als auch Workshops mit erfahrenen Ehrenamtlichen aus dem Netzwerk durchgeführt.

Außerdem sollen Kontakte der Mitglieder des Netzwerks mit potentiellen Arbeitgebern genutzt bzw. hergestellt werden, um möglichst früh deren Bedürfnisse zu verstehen und um sie mit ins Boot zu holen. Zielgruppe sind die Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in Wiesloch und Umgebung. Um den Kontakt zwischen Unternehmen und Flüchtlingen herzustellen und so möglichst viele Flüchtlinge zu vermitteln, wird das Netzwerk neue Kennen­lernformate entwickeln. Weiterhin wollen wir mit Instanzen kooperieren, die ähnliche Aufgaben haben, wie z.B. die Berufsschulen und die Bundesanstalt für Arbeit.

In den vergangenen Monaten haben die Flüchtlinge die erste Stufe „Ankommen“ erfolgreich erklommen. In den kommenden Monaten folgt die zweite Stufe „Fuß fassen und seinen Platz finden“. Hierzu gehört ganz wesentlich die Aufnahme einer Ausbildung bzw. einer Erwerbstätigkeit, um das eigene Leben mit sinnhafter Beschäftigung zu füllen und Wertschätzung zu erfahren. Das Ziel des Netzwerkes für die Flüchtlinge ist die dritte Stufe, „Auf eigenen Beinen gehen“.

Die Stufe „Fuß fassen“ wird gefördert durch: BWS_Logo_Standard_rgb
 

HDM sorgt für Ferienspaß

veröffentlicht: 18. August 2015, 3771 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Der Erlös einer Bedruckaktion bei der „Nacht der Ausbildung“ der Firma Heidelberg bringt in den Ferien viel Freude bei den Flüchtlingskindern.

Bei der diesjährigen „Nacht der Ausbildung“ der HDM Heidelberger Druckmaschinen gab es eine besondere Aktion: die Besucher konnten einen Ball nach ihren Wünschen bedrucken lassen und ihn dann für 19 Euro erwerben. Der Erlös dieser Aktion, stolze 1.000 Euro, wurde für die Kinder der Flüchtlinge gespendet, die zurzeit in der Gemein­schaftsunterkunft in Wiesloch leben. Mit dem Geld werden unterschiedliche Ferienangebote für die Kinder finanziert, u.a. ein Ausflug zum Heidelberger Zoo.

Annegret Sonnenberg, Vorsitzende der Bürgerstiftung Wiesloch und Mitglied im Koordinationskreis des Netzwerks Asyl, nahm die Spende Ende Juli zusammen mit einigen Netzwerkvertreterinnen und Flüchtlingsfamilien aus den Händen von Andreas Blum, Leiter Berufliche Bildung HDM (zweiter von links), und Sonja Mohr, Schul- und Ausbildungsmarketing HDM (fünfte von rechts), entgegen.

 

Unsere Hilfe für die BIWU

veröffentlicht: 9. Juli 2015, 3363 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Schnell, unbürokratisch und da, wo es dringend nötig ist: das zeichnet die Bürgerstiftung aus, wenn es darum geht, vor Ort in Notfällen gezielt zu helfen. Und so war es für uns eine Selbstverständ­lichkeit, der BIWU – Beschäftigungs­initiative für Wiesloch und Umgebung e.V. finanziell zu helfen, als ihre Räumlich­keiten in Altwiesloch Ende April einem Feuer zum Opfer fielen. Gleich nach dem Brand halfen wir mit 1.000 €, und nach einer entsprechenden satzungsmäßig vorgeschriebenen Zustimmung des Stiftungsrates überwiesen wir weitere 3.000 €.
Die BIWU ist eine gemeinnützige Institution, die einen wichtigen Beitrag zur Integration arbeitsloser Menschen leistet. Sie hilft Arbeitslosen im Raum Wiesloch bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, indem sie sie in verschiedenen Projekten beschäftigt, qualifiziert und sozialpädagogisch betreut.

Wir hoffen, dass die BIWU viel finanzielle Unterstützung erhält.
Spendenkonto DE68 6725 0020 0009 0909 83, SOLADES1HDB, Sparkasse Heidelberg
Info zur BIWU

 

Bei uns ist Ehrenamt frei gestaltbar

veröffentlicht: 22. Juni 2015, 3945 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Geschenkte Zeit ist wertvolle Zeit für alle Beteiligten. Auch wer bisher meinte, Ehrenamt sei für ihn zu zeitintensiv, findet in der Bürgerstiftung Wiesloch passende Einsatzmöglichkeiten.
(weiterlesen…)

 

Wurzelwerk Wiesloch

veröffentlicht: 10. April 2015, 5866 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Unter diesem Namen entsteht gerade ein interkultureller Begegnungsgarten in Wiesloch. Die Idee dahinter ist, Einheimische, Zugewanderte und Flüchtlinge durch gemeinsames Gärtnern in Kontakt miteinander zu bringen.
Es gibt Gemeinschafts- und Einzelbeete, aber auch Ruhezonen und Begegnungsflächen, vor allem aber viele gemeinsame Aktivitäten rund ums Gärtnern und Ernten.

Hintergrund und aktuelle Infos auf der Homepage des Wurzelwerks hier und im Forum „Leben in Wiesloch

„Wurzelwerk Wiesloch“ ist ein Integrationsprojekt der Bürgerstiftung unter der Leitung des Projektteams Anne und Arndt Jacobi, Cäcilie Kowald und Holger Schütt. Es wird gefördert von der Dietmar Hopp Stiftung.

 

Mehr Mobilität mit Fahrrädern

veröffentlicht: 19. März 2015, 4338 mal gelesen, 1 Kommentar bisher

Zwar herrschte am 14. März nicht unbedingt bestes Fahrradwetter, trotzdem sah man am Nachmittag viele Radler vor und in unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsunterkunft der Flüchtlinge in Wiesloch. Zuvor hatte es eine lebhafte Verlosung von gespendeten Fahrrädern gegeben.

Insgesamt zehn Aktive aus dem Netzwerk Asyl zeigten etliche Stunden großen Einsatz, ohne den diese Aktion so nicht funktioniert hätte. Anne und Arndt Jacobi hatten die gesamte Aktion bis ins Detail vorgeplant und organisiert.
Die Stadt Wiesloch stellte aus ihrem Fundus gut 30 Räder bereit, und noch einmal 20 Räder wurden von Privatpersonen gespendet. Letztere hatten innerhalb kürzester Zeit auf die Aufrufe in der Presse reagiert und Räder entweder im Lauf der Woche bei der BIWU abgegeben oder direkt am Verlosungstag zur Unterkunft gebracht.

Reparatur vor Ort

Direkt vor Ort beseitigten Freiwillige aus dem Netzwerk Mängel wie platte Reifen oder verrostete Ketten – unter tatkräftiger Hilfe einiger Flüchtlinge. Viele von ihnen sind handwerklich sehr versiert und brachten sich gerne ein.

Jedes Rad wurde mit Rahmennummer und Fabrikat registriert, um eventuellen Missverständnissen im späteren Gebrauch vorzubeugen: über das Netzwerk kann jeder der Gewinner nachweisen, dass er das Rad rechtmäßig erworben hat.

Jede Person in der Unterkunft durfte ein Los ausfüllen und nahm an der Verlosung teil. Es war deutlich zu spüren, wie sehr ein Fortbewe­gungsmittel gewünscht und benötigt wurde.

Probefahrten

Alle waren aufs Äußerste gespannt, als die Verlosung endlich begann. Verlost wurden zuerst die zahlreichen Kinder­räder, dann die großen Räder. Ein Netzwerker zog je ein Los aus dem Beutel, und ein zweiter verkündete dann den Namen des Gewinners. Kindergesichter strahlten, die Mienen der Großen entspannten sich zu breitem Lachen. Die Freude war groß, selbst wenn es nicht das vollkommen passende Gefährt war. erhalten konnte. Ein reger Tausch schloss sich an. Viele Neubesitzer begannen umgehend mit ersten Instandsetzungsmaßnahmen, und so mancher suchte noch am selben Tag den Baumarkt auf, um Ersatzteile zu erstehen.

Fazit: eine gelungene Aktion zur Förderung der Mobilität und Selbständigkeit unserer Flüchtlinge. Und auch das: Herkunftskultur und Fluchterfahrung lassen die Menschen anders reagieren und handeln als wir Mitteleuropäer erwarten. Doch wie ein Netzwerker bemerkte: „Damit lässt sich umgehen und auch wir lernen daran.“

 

 

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