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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Erfolgreiche Pilotphase

veröffentlicht: 15. Februar 2019, 1745 mal gelesen, keine Kommentare bisher

„Schade, dass die AG schon vorbei ist. Sie hätte länger sein sollen.“
Mit solch einer überaus positiven Reaktion zum Ende der ersten AG „Politik unter Palmen“ hatten die Verant­wortlichen nicht gerechnet. Die Freude darüber war dementsprechend groß bei den Projektteammitgliedern Benjamin Hertlein (Leitung), Laura Bonaventura, Klaus Bühler, Kathrin Lehnert, Birgit Spazier und Rosemarie Stindl.

15 Wochen zu je 90 Minuten waren ursprünglich für die AG geplant, aber aufgrund von äußeren Zwängen wurden es nur 10 Wochen. Die waren aber sehr intensiv, und ganz offensichtlich gefielen sie den teilnehmenden Schülern und Schülerinnen ausnehmend gut. Das ist vor allem das Verdienst von Maike Neeb und Kübra Kocak.

Die beiden Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg leiteten die AG sehr engagiert von Anfang November bis Mitte Februar. Dabei arbeiteten sie auf der Grundlage des im Vorfeld vom Projektteam erarbeiteten Konzepts, das als Einstieg das Planspiel „Politik unter Palmen“ vorgibt, dann jedoch viel Freiraum zur weiteren Durchführung der AG lässt. Sie gingen offen und ideenreich mit den Wünschen der AG-Mitglieder um.

So fanden sie z.B. zum Wunschthema „Flucht und Migration“ den Film „Newcomer“, den die Gruppe gemeinsam bei Pizza und Getränken anschaute; hinterher fanden intensive Gespräche dazu statt. Die Einzelschicksale, die im Film von den Geflüchteten selbst erzählt werden, gingen „unter die Haut“ und beeindruckten die Jugendlichen zutiefst. Hier wurde auch festgestellt, dass solch ein Format authentisch ist, denn „in den Medien wird ja vieles verzerrt dargestellt“, wie ein Schüler meinte.

Die AG wurde von den Teilnehmenden insgesamt sehr gut bewertet. Aber natürlich gibt es Verbesserungspotenzial, wie aus den Fragebögen, die zur Beurteilung der AG ausgefüllt wurden, ersichtlich ist.

Das Projektteam wird nun die Bewertungen, Wünsche und Anregungen analysieren und das Projektkonzept entsprechend anpassen. Das Feedback aus der letzten AG-Doppelstunde zeigt, dass die Bürgerstiftung Wiesloch wieder einmal am Puls der Zeit ist und auf ein wichtiges Anliegen reagiert.

Kommentare der Teilnehmenden:

  • „Die AG war so anders als die ‚üblichen‘ AGs. Das hat richtig Spaß gemacht.“
  • „Diese AG müsste für alle Schüler Pflicht sein.“
  • „Die lockere, nicht stressige Atmosphäre hat mir gut gefallen.“
  • „Wir haben Lösungen gefunden, ohne zu streiten.“
  • „Es gab ab und zu was zu essen und fast immer was Süßes.“

 

Ratssaal statt Palmen

veröffentlicht: 5. Februar 2019, 910 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Nicht unter Palmen sondern im Wieslocher Rathaus fand eine angeregte Gesprächsrunde der AG „Politik unter Palmen“ mit Oberbürgermeister Dirk Elkemann statt, dem Schirmherrn von „Du bist Demokratie!“.

Der Wieslocher Oberbürgermeister hieß die Teilnehmenden der ersten AG „Politik unter Palmen“ im Großen Ratssaal herzlich willkommen, lobte die Jugendlichen für ihr Interesse an Politik und die Projektteammitglieder der Bürgerstiftung Wiesloch für ihr Engagement. Er hatte sich am Nachmittag des 4. Februar 2019 eine ganze Stunde Zeit genommen, um Fragen zu beantworten und mit den jungen Leuten zu diskutieren.

Dirk Elkemann, Oberbürgermeister von Wiesloch

Gut vorbereitet waren die 11 Schüler und Schülerinnen (leider waren zwei krank) und sehr neugierig. Man wollte zum einen eher Persönliches wissen: warum er OB geworden war, was wichtige Eigenschaften für den Beruf seien, welche Aufgaben er habe. Der OB gab freimütig zu „Ich bin nicht der geborene Redner. Aber man kann das ein Stück weit lernen.“ und er sei morgens „nicht bei den ersten morgens im Büro, aber dafür habe ich auch oft abends bis spät noch Termine.“

Zum anderen ging es um Wieslocher Themen wie die Fußgängerzone, der Leerstand in der Stadtgalerie, das Palatin, „die Bach“ in Baiertal. Sehr emotional wurde es beim Thema Schulneubau: warum werde eine neue Gemeinschaftsschule gebaut, wenn doch die Realschüler schon seit langem mit einem undichten Dach, einer oft ausfallenden Heizung usw. leben müssten.

Der OB erklärte geduldig und anschaulich, wie die Entscheidungs­prozesse sind und dass man nicht die Schulen gegeneinander ausspielen dürfe; vielmehr hätten beide Schulen durch den Neubau Vorteile, z.B. die neuen Fachtraktklassen, die noch dieses Jahr fertig werden sollten.

Auch der Jugendgemeinderat wurde angesprochen. Das sei ein wichtiges Gremium, bei dessen Sitzungen die Verwaltung, meist Bürgermeister Sauer, immer dabei sei, laut OB „aber leider oft auch leitend“. Er wünsche sich mehr Initiative seitens des Jugendgemeinderates. Dieser Wunsch war auch bei den anwesenden Jugendlichen spürbar, wussten sie doch erschreckend wenig über ihre Vertretung in der Kommunalpolitik.

So war das Fazit des OB ein Appell: „Eure AG ist super! Ihr seid dabei und ihr macht euch schlau, das finde ich toll. Weiter so – erzählt allen euren Bekannten davon.“

Zum Ausklang gab es noch Brezeln und Getränke sowie sehr angeregte Gespräche mit den beiden Presse­vertretern, die anwesend waren.

Hier der Artikel, der in der Rhein-Neckar-Zeitung am 08.02.2019 dazu erschien.

 

Grünes Klassenzimmer in Frauenweiler

veröffentlicht: 25. Januar 2019, 1377 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Bürgerstiftung Wiesloch unterstützt gern Initiativen wie die des Freundeskreises der Grundschule Frauenweiler, wenn sie den Kindern das Lernen erleichtern und zur Bildung im weitesten Sinn beitragen.

Da das Platzangebot in der Schule sehr beengt ist, hatten Kollegium und Freundeskreis die Idee, Unterricht und Lernangebote auch nach draußen zu verlagern. Dazu wollte man einen Bauwagen anschaffen und um ihn herum ein lernförderliches Ambiente aufbauen.

Mittlerweile steht der Bauwagen, der als Materiallager dienen wird, zusammen mit zwei Sitzgruppen mit Platz für eine ganze Klasse auf dem Gelände.

In den kommenden Wochen werden die Kinder den noch eher schlichten grauen Bauwagen bunt bemalen (Skizzen haben sie im Kunstunterricht schon angefertigt). Und wenn das Wetter dann so richtig schön ist, soll das Grüne Klassenzimmer nicht nur für Unterricht sondern auch zum Vespern, Basteln und „Chillen“ genutzt werden.

Der Aufenthalt im Freien mit entsprechenden pädagogischen Angeboten soll laut Rektorin Esther Kirsch dazu beitragen, dass im wahrsten Sinne des Wortes „Natur Wissen schafft“.

Wir haben dieses Vorhaben mit eine Betrag von 600 € finanziell gefördert.

 

Grundausbildung für mündige Bürger

veröffentlicht: 24. Januar 2019, 832 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Das Projekt „Du bist Demokratie!“ schlägt schon Wellen: ein Interview mit dem Projektteam, das bereits im Sommer 2018 geführt wurde, war die Grundlage für einen Beitrag im Edu-Action Channel. Den lesenswerten Artikel finden Sie hier.

 

Info-Blatt für unsere Patenschaften

veröffentlicht: 24. November 2018, 2445 mal gelesen, Kommentare deaktiviert für Info-Blatt für unsere Patenschaften

Das Info-Blatt mit allen wichtigen Informationen zu unseren Lese- und Rechenpatenschaften finden Sie hier.

 

Erfolgreicher Start der Demokratie-AG

veröffentlicht: 19. November 2018, 1753 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Demokratie-AG „Politik unter Palmen“ startete Anfang November erfolgreich an der Bertha-Benz-Realschule Wiesloch. 13 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 nahmen das außergewöhnliche Angebot an.

Das äußerst positive Fazit nach der ersten Doppelstunde: „War echt cool!“ Maike Neeb, eine der Studentinnen, die die AG leiten, war beeindruckt, wie gut die Schülerinnen und Schüler mitmachten. Sie schafften sogar schon den Transfer, was an den diversen Aktivitäten „demokratisch“ war – heiße Diskussionen inklusive. Der Beginn ist also vielversprechend, und das Projektteam ist sehr gespannt, wie sich die AG weiter entwickelt.

Wir danken herzlich für die Unterstützung, die wir aus der Realschule bekommen, insbesondere Herrn Kamuf.

 

Demokratie-AG stellt sich in BBRS vor

veröffentlicht: 26. Oktober 2018, 1860 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Im November startet an der Bertha-Benz-Realschule die AG „Du bist Demokratie!“, die von der Bürgerstiftung Wiesloch organisiert und in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt wird.

Die AG ergänzt den normalen Unterricht sinnvoll und spannend mit dem Ziel, das Schülerinteresse an den politischen Prozessen in unserer Demokratie zu wecken. So waren die Fachlehrer und die Schulleitung der BBRS gleich sehr offen für das Angebot der Bürgerstiftung, das sich an alle 9.-Klässler richtet.

Politik unter Palmen

Um für die AG zu werben, fand dieser Tage eine Informationsstunde für alle 9. Klassen in der Realschule statt. Passend zum Titel war der Versammlungsraum dekoriert: „Politik unter Palmen“ verspricht Abwechslung vom Schulalltag und lässt auf viele ungewöhnliche Möglichkeiten der AG-Gestaltung schließen. Zu Beginn wird die AG eine klassische Situation simulieren: eine Gruppe strandet auf einer Insel und muss ihr Zusammenleben organisieren.

Wie sollen in der kleinen Kommune Entscheidungen getroffen werden? Wer ist wofür zuständig? Braucht man Regeln? Was passiert bei Nichteinhaltung dieser Regeln? Hierbei werden die Grundzüge demokratischen Handelns und politischer Meinungsbildung erlernt. Die sollen die AG-Mitglieder anschließend in selbst gewählten Themenbereichen und Aktivitäten anwenden.

Eine AG, die sich lohnt

Am Anfang der Veranstaltung erklärte Projektleiter Benjamin Hertlein kurz, warum es sich lohnt, an der AG teilzunehmen. Natürlich sei das langfristige Ziel, dass die Jugendlichen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen – und dazu müsse man informiert sein. Aber das tolle an der AG sei, dass sie von zwei Lehramtsstudentinnen und nicht von Lehrern geleitet wird und dass die Schüler weitgehend selbst die Inhalte und den Verlauf der AG bestimmen.

Besondere Bonbons wie eine Exkursion, das Zusammentreffen mit Prominenten wie Autoren oder Politikern oder Ähnliches – ebenfalls unter Eigenregie der Schüler – wurden bereits in Aussicht gestellt. Und einen positiven Zeugnisvermerk wird es auch geben, ohne dass man ein Referat oder einen Test abliefern muss.

Schon mal reingeschnuppert

Wie evakuiert man diese Leute?

Wie das ganz konkret aussehen kann, durften die Jugendlichen in der Infostunde ausprobieren. In kleinen Gruppen sollten sie versuchen, eine Dilemma-Situation zu lösen: eine Insel droht zu versinken, ein kleines Boot ist vorhanden, die Zeit ist knapp – wie kann die Evakuierung auf die größere Nachbarinsel durchgeführt werden? Die Diskussionen waren heftig und tiefgreifend, Argumente und Gegenargumente wurden formuliert, die eine allerbeste Lösung wurde nicht gefunden.

Aber „es stimmt zuversichtlich, wie die Jugendlichen an die Aufgabe herangingen“, waren sich die Projektteam-Mitglieder einig, die mit den Kleingruppen arbeiteten. Nun hoffen die Organisatoren, dass die angebotene AG auf viel Interesse stößt.

 

Beitrag zu mehr Kindermobilität

veröffentlicht: 4. Oktober 2018, 2076 mal gelesen, keine Kommentare bisher

„Ein weiteres Beispiel für tolle Zusammenarbeit“ lobte Bürgermeister Ludwig Sauer die Vertreter der vier Stellen, die für das Gemeinschaftsprojekt Rollerständer an der Grundschule Frauenweiler verantwortlich zeichnen.

Das Chaos der abgestellten Tretroller im Außenbereich der Grundschule Frauenweiler wurde schon seit geraumer Zeit von den Schülern beklagt. „Für Autos wird immer ein Parkplatz gemacht. Warum haben wir keinen für unsere Roller?“ fragte der Schülerbeirat.


Dieses Anliegen griff Manfred Stindl vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), Ortsgruppe Wiesloch, auf und schaffte es, mehrere Partner zu gewinnen und so eine kostengünstige und maßgeschneiderte Rollerabstellanlage für die Kinder zu organisieren. Eine Gruppe aus einheimischen und geflüchteten Metallbauschülern in der Hubert-Sternberg-Schule unter Leitung von Matthias Huber kümmerte sich um die Fertigung, als Übungsprojekt inkl. Entwurf, Kalkulation und Prototypenbau. Der städtische Bauhof montierte die Rollerständer, und die Bürgerstiftung Wiesloch übernahm die Finanzierung.

Dieser Tage wurde die Anlage offiziell übergeben, obwohl die Kinder schon seit einer Woche ihre Roller begeistert an die neuen Vorrichtungen anschließen. Alle beteiligten Instanzen waren zur symbolischen Enthüllung gekommen und freuten sich sichtlich über das gelungene Projekt. Franz Schaidhammer als Vorstandsvertreter der Bürgerstiftung Wiesloch betonte: „Ehrenamtliche Initiative wie hier durch Herrn Stindl unterstützen wir gern, zumal er auch eine andere Schule eingebunden hat.

Diese Aktion zeigt den Kindern, dass ihre Ideen aufgenommen werden und dass man sie in ihrer eigenständigen Mobilität unterstützt.“ Für Bürgermeister Sauer ist „derartige ehrenamtliche Zusammenarbeit gerade angesichts der leeren Stadtkasse sehr wichtig“. Schulrektorin Ester Kirsch berichtete, dass die Kinder sich mit ihren Mobilitätsproblemen ernst genommen fühlen und nun vermehrt mit ihren Tretrollern zur Schule kommen.

 

Schülerförderpreis 2018

veröffentlicht: 23. August 2018, 4611 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Ein Novum beim achten Schülerförderpreis: da die fünf eingegangenen Nominierungen gleichwertig waren, beschloss die Jury, die Gesamtsumme von 1.500 € gleichmäßig auf die fünf Nominierten aufzuteilen.

Die drei Jurymitglieder für den Schülerförderpreis der Bürgerstiftung, Karin Becker, Dr. Reinhold Miller und Dr. Johann Gradl, standen dieses Jahr vor einer besonders großen Herausforderung. Die fünf nominierten Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen von Albert-Schweitzer-Schule, Hubert-Sternberg-Schule und Ottheinrich-Gymnasium erfüllten die Kriterien in einem Maße, das eine Entscheidung unmöglich machte.

„Die Schicksale dieser jungen Menschen haben uns sehr bewegt. Alle fünf sahen sich großen Herausforderungen gegenüber, durchlebten sehr schwierige Situationen und erzielten doch schulische Abschlussleistungen, die – gemessen an den äußeren Umständen – weit über den Erwartungen lagen,“ sagte Dr. Gradl. „Es war uns nicht möglich festzustellen, wer von den Jugendlichen weniger schlimme Bedingungen hatte. Eigentlich sollten alle einen Preis erhalten.“

Und so habe man beschlossen, die ausgeschriebene Preissumme von 1.500 € durch 5 zu teilen. Bisher sah die Ausschreibung maximal drei Preise zu jeweils 500 € vor; diesmal erhielten die fünf Jugendlichen jeweils 300 €.

Alle Preisträger haben mit großer Arbeitsmoral und starkem Willen ihren Schulalltag und die Anforderungen aus Schule, Ausbildung und Privatleben gemeistert. Sie kämpften für gute Schulabschlüsse trotz familiärer Schicksals­schläge, körperlicher Beeinträchtigungen oder seelischer Belastungen. Um die Privatsphäre der Jugendlichen zu wahren, gehen wir an dieser Stelle nicht näher auf die Gründe ein, die zu ihrer Auszeichnung führten.

Jurymitglied Karin Becker übergab je einen Preis an Lea-Sophie Pöllmann und Lisa Reinhard, die beide ihr Abitur am Ottheinrich-Gymnasium ablegten.

Bei der Entlassfeier der Hubert-Sternberg-Schule erhielten Dennis Blum und Lana Karagujanov ihre Preise aus den Händen von Dr. Reinhold Miller.

Dr. Reinhold Miller mit Louis

Louis März erhielt den Preis an der Albert-Schweitzer-Schule von Dr. Reinhold Miller. Rektorin Karin Senn war sichtlich stolz, erstmals diese Preisverleihung an ihrer Schule zu haben.

In einem Dankesschreiben an die Bürgerstiftung steht u.a. „Nochmals ganz herzlichen Dank dafür. Leider haben wir kein Foto von den offen stehenden Mündern der übrigen Schulabgänger, aber schönerweise kam keinerlei Neid auf. Dann haben wir wohl etwas richtig gemacht.“

 

Tiger im Park

veröffentlicht: 1. Juni 2018, 3254 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Bei der Abschlussperformance des Draußen-Kunst-und-Sprach-Projekts im Gerbersruhpark am 26.05 waren die Tiger zahm, die Riesen brav und das Publikum begeistert.

Wird der Tiger im Gerbersruhpark überleben, kann das Hähnchen sein Hühnchen vor dem Erstickungstod retten, besteht der Märchenheld seine schweren Prüfungen? Die Bürgerstiftung Wiesloch hatte zum Theater-Spaziergang anlässlich ihres Ferienprojektes „Tiger im Park / Sprache sucht (T)Räume“ eingeladen, und eine erfreulich große Schar von Zuschauern kam.

Nach der Begrüßung durch das Vorstandsmitglied Edeltraut Schuckert gab die künstlerische Leiterin Frau Angelika Senft-Rubarth eine kurze Einführung in die russischen, indonesischen und deutschen Märchen, die sie mit über 20 Kindern bearbeitet hatte. Unterstützt von der Sängerin, Gesangs- und Sprachpädagogin Gerda Maria Eislmair und der Figuren-Theater-Spielerin Maren Kaun haben die Kinder mit Feuereifer gewerkelt, gemalt, gelernt, gesungen und musiziert.

Und es war eine enorme Leistung, was in dieser kurzen Zeit alles einstudiert wurde. Überdimensionale Figuren schwebten durch den Park, ein ganzes Tigervolk kroch unterm Baum hervor und eine handgefertigte Hühnerschar pickte im Gras. Das dramatische Geschehen wurde auch von einem Rhythmusorchester musikalisch untermalt und die Darsteller sprangen hin und her, um in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Der Märchenheld bestand seine Prüfungen und bekam zum Lohn noch die hübsche Königstochter. Das Hühnchen konnte durch den unbändigen Einsatz seines Hähnchens gerettet werden. Und die Tiger? Sie konnten dank einer überraschenden Schlusspointe ebenfalls im Park weiterleben.

Dieses pädagogisch sehr wertvolle Ferienprojekt ist nur mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg möglich und wird im nächsten Jahr noch einmal unter einem andern Motto angeboten.

Bei einem anschließenden Umtrunk lobte auch Bürgermeister Sauer dieses sehr gute Ferienangebot und alle waren sich einig – schön war´s wieder!

 

 

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