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Bürgerstiftung: miteinander - füreinander

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Kinder- und Jugendschutz in unseren Angeboten

veröffentlicht: 2. März 2017, 1821 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Die Bürgerstiftung Wiesloch engagiert sich u.a. mit verschiedenen Programmen und auch temporären Angeboten für Kinder und Jugendliche. Dabei werden vor allem ehrenamtliche Personen eingesetzt.
Der Vorstand hat sich verpflichtet, für die Einhaltung der geltenden Vorgaben für den Kinder- und Jugendschutz zu sorgen: Selbstverpflichtung

 

Märchenzeit im Advent

veröffentlicht: 12. Dezember 2016, 9352 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Auch in diesem Jahr freuten sich wieder viele Kinder und etliche Erwachsene an den Märchen und Geschichten aus aller Welt, die an den beiden mittleren Advents­wochenenden von der Bürger­stiftung angeboten wurden.

Im noch leerstehenden ehemaligen Laden von Bücher-Dörner zauberte Projekt­leiterin Anke Merk ein orientalisch anmutendes kleines Vorlese- und Erzählreich mit glitzernden Stoffen, urigen Sitzgelegenheiten und vielen Lichtern. Zur heimeligen Atmosphäre trugen natürlich auch duftender Tee und leckere Plätzchen bei, mit denen die kleinen und großen Gäste großzügig umsorgt wurden.

Wir danken den Erzählern, die wieder für ein abwechslungsreiches Programm sorgten und die Zuhörer mit besinnlichen, lustigen oder spannenden Geschichten in nahe und ferne Länder mitnahmen. Ebenso danken wir Familie Volker Braun für die Überlassung der Räumlichkeiten. Auch den kleinen und großen Zuhörern danken wir, die unsere Spendendose mit insgesamt knapp 100 € gut gefüllt haben. Ein besonders großes Danke­schön gilt Anke Merk, die sich um die gesamte Organisation kümmerte, sowie allen, die sie dabei unterstützten.

 

Bürgerstiftung ist Pate für Forscherstation

veröffentlicht: 26. Juli 2016, 4512 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Warum sitzen Tropfen auf dem Blatt?

Warum sitzen Tropfen auf dem Blatt?

Die Bürgerstiftung Wiesloch hat die Patenschaft für die Forscherstation in der Schillerschule Wiesloch über­nommen. Für zunächst zwei Jahre unterstützen wir finanziell den Aufbau und Erhalt der Station mit 1.400 €.
In einer Forscherstation entdecken pädagogische Fackräfte gemeinsam mit den Kindern die Welt, die sie umgibt. Das eigene Erleben naturwissen­schaftlicher Phänomene steht im Mittelpunkt, geforscht wird vor allem mit Materialien aus dem Alltag. Denn wenn die Kinder Naturphänomene im Alltag erleben, werden sie sie als selbstverständlich annehmen und ohne Scheu erkunden.

Die Schillerschule hat Lehrerinnen entsprechend beim Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH weiterbilden lassen und sich um eine eigene Forscherstation bemüht. Wir unterstützen dieses Engagement sehr gern und wünschen den kleinen Forschern große Freude und viele Aha-Effekte beim neugierigen Experimentieren und Entdecken mit Tropfen und Oberflächen, Luftballonraketen, Regenbogenfarben, Unterwasservulkanen, Brausetabletten, Salzkristallen u.v.m.
Infos zu Forscherstationen

 

Schülerförderpreis 2016

veröffentlicht: 10. Juli 2016, 4879 mal gelesen, keine Kommentare bisher

In diesem Jahr gingen drei Förderpreise an Absolventen der Hubert-Sternberg-Schule Wiesloch. Ausgezeichnet wurden Mutmacher, die in schwierigen Situationen Leistungswillen, Selbstkompetenz und außergewöhnlichen Einsatz für die Gemeinschaft zeigten.

Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch wird nicht für die besten Noten vergeben, sondern geht an Schulabsolventen, die während ihrer Schulzeit trotz schwieriger privater Bedingungen eine Abschlussleistung erzielen, die so nicht zu erwarten war.

Aus den von den Schulen vorgeschlagenen Absolventen wählte die Jury drei Preisträger aus, die in diesem Jahr alle aus der Hubert-Sternberg-Schule kamen.

Svetlana Rib und Melanie Kofler

Die beiden frischgebackenen Friseurinnen konnten kaum fassen, was ihnen bei ihrer kleinen Entlassfeier in der Hubert-Sternberg-Schule passierte. Dr. Reinhold Miller, Jurymitglied und Bürgerstifter der ersten Stunde, war sozusagen als Überraschungsgast anwesend. Als er den beiden mitteilte, dass jede von ihnen einen mit 500 Euro dotierten Preis der Bürgerstiftung Wiesloch erhielt, „hüpften sie vor Freude fast bis an die Decke“ – wie er es später erzählte. Warum die beiden sich für den Preis qualifizierten, beschrieb er so: „hohe Selbstkompetenz, Selbstverantwortung und Lebensstärke; außergewöhnlichen Einsatz für die Belange der Gemeinschaft; Leistungswillen und überdurchschnittliche Erfolge, generell hohes Engagement, Weltzugang und Einsatzbereitschaft“.

René Iwan

W.Lehner mit René Iwan
W. Lehner mit René Iwan

Bei der Entlassfeier des einjährigen Berufskollegs einen Tag zuvor überreichte Wolfgang Lehner, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, den dritten ebenfalls mit 500 dotierten Förderpreis an René Iwan.
„Mit Ausdauer, Mut und Willenskraft ein Ziel erreichen, auch wenn die Voraussetzungen ungünstig und schwierig sind, das hat Vorbildcharakter“ bestätigte er René Iwan.

Er habe sich durch mehrere Schulen gekämpft, aus dem aussichtslosen Fall sei schließlich an der Hubert-Sternberg-Schule ein engagierter Berufsfachschüler geworden, der sich nicht nur fachlich sondern auch sozial in hohem Maße engagierte.

Alle drei Preisträger 2016 sind Mutmacher. Sie zeigen wie alle Preisträger seit 2011, dass sich Schule und Ausbildung meistern lässt, auch wenn viele Steine im Weg liegen. Ausdauer, Leistungswille, Selbstbewusstsein und Kooperationsbereitschaft zahlen sich früher oder später aus.

 

Ein Stern auf Reisen

veröffentlicht: 20. Juni 2016, 6144 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Drittklässler begeisterten großes Publikum mit ihrer Aufführung „Der Stern. Die Reise. Und dann?“ beim Literatursommer 2016. Musik, szenisches Spiel, Malerei und Lichteffekte ließen die Zuschauer in der OHG-Mensa staunen.

Die Aufregung im Vorfeld war groß: keines der 20 Kinder aus den beiden Kunst-AGs war zuvor auf so einer großen Bühne gestanden, und die beiden Bühnenproben waren entsprechend chaotisch und sogar mit ein paar Tränen verlaufen.

Doch vor der Aufführung am Freitagabend (17.06.2016) konnte Constance Berger, Kunstpädagogin aus Baiertal, die Kinder mit mehreren Aufwärmübungen beruhigen. Beim fetzigen Einstiegslied „Wo gehst du hin – wenn du nicht weißt, woher du kommst, wohin du willst?“ verflog dann das letzte Lampenfieber: die Kinder sangen lautstark und schlugen den Rhythmus auf ihren interessanten Instrumenten – PVC-Röhren, Cajóns, Umzugskarton, Plastikflaschen, Rasseln.

Ein wunderbares Geschenk

Knapp 200 Zuschauer verfolgten dann die Geschichte des neugierigen, reiselustigen Sterns, der vom Himmel auf die Erde steigt und dort als Seestern viel erlebt, erst in seiner kleinen Bucht, dann in der großen weiten Welt. Als er alt und müde wird, holt ihn der sanfte Mond wieder nach Hause in den Himmel.

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Das Theaterstück wurde von Drittklässlern der Schiller- und der Maria-Sybilla-Merian-Grundschule unter der Leitung von Constance Berger, Leiterin des Kinder-Kunst-Ateliers kidart in Baiertal, inhaltlich und handwerklich-künstlerisch erarbeitet. Es setzte das Buch „Sternenkind“ von Géraldine Elschner um, die zunächst unerkannt im Publikum saß und später in witziger Weise in die Aufführung integriert wurde.

Ihr Urteil am Ende der Aufführung war die schönste Belohnung, die man sich vorstellen konnte: „Ihr habt mein Buch zum Leben erweckt. Das ist ein wunderbares Geschenk für mich.“

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Inspiriert von den Bildern der Illustratorin Lieselotte Schwarz stellten die Kinder das hübsche Bühnenbild her. In nur 15 AG-Stunden entstanden bunte Gips­masken, Meeresansichten, eine große „Himmelsleinwand“, Seeblumen und Fische sowie getöpferte Sterne, die den Gästen am Ende der Aufführung zum Andenken geschenkt wurden. Daneben lernten die Kinder ihre unter­schiedlichen Rollen, kämpften mit der Choreographie und übten zwei Lieder der Band YEN ein, deren Gitarrist Christian Fütterer die Kinder auf der Bühne begleitete.

Für die Kinder waren die AG-Stunden eine einmalige Chance, sich in dieser Form mit vielen Aspekten von Kunst zu beschäftigen. Als für die Meereskulissen dicke blaue Farbe mit den Fingern auf großen Kartons verteilt werden sollte, stellte ein Mädchen fasziniert fest: „Ahh, so fühlt sich Kunst an.“

Einige bis dato verborgene schauspielerische Talente wurden entdeckt, so dass sogar die anwesenden Schulleitungen von Schiller- und Merian-Grund­schule staunten. Und in der Tat meisterten die beiden Hauptdarsteller ihre Parts hervor­ragend. Mut und Vertrauen wurden getestet, als die Gipsmasken angefertigt wurden. Gegenseitige Hilfe, Achtsamkeit, Teamgeist standen fürs Bühnengeschehen im Vordergrund.

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Hintergrund

Die AGs und die Aufführung fanden im Rahmen des Kinder- und Jugendliteratur­sommers 2016 der Baden-Württemberg Stiftung statt. Ermöglicht wurden sie durch die Bürgerstiftung Wiesloch, die sich dort erfolgreich um eine Kofinanzierung bewarb. Die Bürgerstiftung unterstützte das Projekt nicht nur finanziell; sie übernahm auch die Organisation und integrierte das Buch in den Lesepatenschaften, um auch dort das Thema „Weggehen. Ankommen. Weitergehen. Zurückgehen.“ kindgerecht zu platzieren.

Thema des Literatursommers ist HERKUNFT – ANKUNFT – ZUKUNFT. Heimat und Identität in der Literatur. Es wurde vor zwei Jahren festgelegt und hat vor dem Hintergrund der jetzigen Flüchtlingsbewegungen eine ganz besondere Aktualität erhalten.

Wir haben uns ganz bewusst für das „Sternenkind“ entschieden, denn es bietet größtmöglichen Interpretations­spielraum. Der Stern ist ein Wesen ohne konkrete Nation oder Kultur, jeder kann sich mit ihm identifizieren. Die Rückmeldungen der Lesepatinnen und –paten hat dies bestätigt.

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Der Literatursommer ist eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung. Über 200 Veranstaltungen finden von Anfang Mai bis Ende Oktober in vielen Städten in ganz Baden-Württemberg statt. Informationen dazu unter www.literatursommer.de

Dankeschön

Die Verantwortlichen der Bürgerstiftung Wiesloch danken ganz herzlich allen, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben, insbes. den Lesepatinnen für ihre Hilfe während der AG-Stunden, den Helfern und Helferinnen vor und hinter der Bühne, Alexandra Fleischer für ihre regelmäßige Unterstützung von Constance Berger während des gesamten Projekts, sowie Géraldine Elschner und Chris Fütterer für ihren Einsatz auf der Bühne.

 

Spielend lernen

veröffentlicht: 18. April 2016, 7877 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Lese- und Rechenpatinnen konnten dieser Tage das umfangreiche Lernspiele-Angebot der Stadtbibliothek kennenlernen und testen. Die Spiele werden nun ihre Patenstunden noch abwechslungsreicher gestalten.

Die Lese- und Rechenpatinnen und -paten der Bürgerstiftung Wiesloch erhalten immer wieder Gelegenheit, sich weiterzubilden. In Kurzseminaren und Workshops sammeln sie neue Ideen, mit denen sie ihre Patenstunden kurzweilig und abwechslungsreich gestalten können. Denn die Kinder lernen am besten, wenn sie gar nicht merken, dass sie lernen.

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So waren wir sehr gespannt darauf, was uns in der vormittäglichen Sonder­veranstaltung erwartete. Frau Kellner (Kinder- und Jugendabteilung), Frau Nahm (Spieleabteilung) und Herr Kaula (Auszubildender) empfingen uns mit einer sehr großen Auswahl an Lese- und Rechenlernspielen, die sie uns kurz vorstellten. Und dann wurde an vier Tischen konzentriert gemeinsam gespielt, um herauszufinden, welche Spiele für die sog. Buchstaben- und Zahlenfüchse am besten geeignet sind. Die Bibliotheksangestellten erklärten, halfen und spielten mit.

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„Sie hatten offensichtlich eine Menge Spaß“, konstatierte Bibliotheksleiter Thomas Michael nach fast zwei Stunden, „ich habe das Lachen und die Begeisterungsrufe sogar in meinem Büro gehört.“

Eine dankbare Gruppe verließ die Stadtbibliothek und etliche Patinnen hatten gleich an Ort und Stelle ein Spiel für ihre nächste Patenstunde ausgeliehen.

 

Bücher erleben – Autoren zum Anfassen

veröffentlicht: 12. März 2016, 4251 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Durch die Vermittlung der Bürgerstiftung Wiesloch zur Stiftung fair chance for children erhält die Stadtbibliothek Wiesloch finanzielle Unterstützung für die neue Veranstaltungsreihe „Autoren zum Anfassen“. Dabei lädt die Stadtbibliothek in lockerer Folge unterschiedliche Klassenstufen aus allen Schularten zu exklusiven Autorenlesungen in die Bibliothek ein. Ziel ist es, für die Kinder und Jugendlichen die Bibliothek erlebbar zu machen und sie durch den besonderen Kontakt zu Autoren für Bücher und das Lesen zu motivieren. Die Angebote werden in den Schulen entsprechend vor- und nachbereitet, was erfahrungsgemäß den Bezug zum Schriftsteller oder Buch noch festigt.

Sowohl fair chance for children als auch wir finden, dass diese Investition in eine etwas andere Bildungsmaßnahme und somit letztlich in die Zukunft von Kindern eine lohnende Investition ist. Es geht neben Bildung auch um Teilhabe und erlebbare Gemeinschaft, und es geht um die Unterstützung von besonderem Engagement bei den Verantwortlichen in der Stadtbibliothek.

Wir danken der Stiftung fair chance for children für das Vertrauen, das sie uns durch ihre Unterstützung entgegen bringt.

 

Märchen beim Weihnachtszauber

veröffentlicht: 20. Dezember 2015, 5130 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Das Angebot der Bürgerstiftung, während des Wieslocher Weihnachtsmarkts Märchen und Geschichten aus aller Welt zu lesen, ist schon Tradition.

In diesem Jahr war das Ambiente anders als bisher, denn die Lesungen fanden jeden Samstag und Sonntag im großen Eventzelt vor dem Rathaus statt. Das Zelt war deutlich größer als unser bisheriges, und so konnten wir an einzelnen Tagen mehr Erwachsene begrüßen als früher.

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Sie standen gern mit Glühwein an den Stehtischen, während die Kinder auf den weichen fellbezogenen Hockern vor den Erzählern saßen, um ja jedes Wort mitzubekommen. Zuweilen war leider der Geräuschpegel von außen extrem hoch, so dass sowohl den Zuhörern als auch den Erzählern einiges abverlangt wurde, um die gemeinsamen Vorlesestunden doch zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

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Wir danken den 23 Erzählern, die wieder für ein abwechslungsreiches Programm sorgten, und dem Palatin für die technische Unterstützung. Ein großes Dankeschön gilt Anke Merk, die sich in bewährt zuverlässiger Weise um die gesamte Organisation kümmerte.

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ZusammenLeben! im Familienzentrum

veröffentlicht: 15. Dezember 2015, 3977 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Mit 1.500 € unterstützen wir den Eine-Welt-Kindergarten bei der Umstrukturierung für mehr Integration und Begegnung. (Foto: Kristina Junker)

Im Eine-Welt-Kindergarten im Westen Wieslochs verbringen 75 Kinder aus 12 Nationen viel Zeit miteinander. Das engagierte Kindergartenteam stellt sich täglich den großen Herausforderungen: 80 % der Kinder haben einen Migrations­hintergrund, 80 % von ihnen kämpfen mit Sprachschwierigkeiten, 40 % der Familien befinden sich in einer Krise.

Um die Integrationsarbeit umfassender und nachhaltiger zu gestalten, ist aus der reinen Kindergartenarbeit schon längst aufwändige Familienarbeit geworden. Und so befindet sich der Kindergarten bereits auf dem Weg zum Familienzentrum. In Zukunft wird die Betreuung auf einen Ganztagsbetrieb umgestellt, die Familien sollen stärker einbezogen und Bildungs- und Freizeitangebote für die Familien geschaffen werden. Damit dies gelingt,
sind angemessene Räumlichkeiten notwendig. Zurzeit schafft der Kindergarten die baulichen Voraussetzungen für das Zukunftsprojekt.

Die Ortsbegehung und ausführliche Gespräche mit dem Team haben uns überzeugt, hier mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen – zumal dieses Vorhaben hervorragend in unseren neuen Schwerpunkt ZusammenLeben! passt. Annegret Sonnenberg und Rosemarie Stindl vom Vorstand der Bürgerstiftung trafen sich zur symbolischen Übergabe des Förderbetrages mit Elke Hirn, Kindergartenbeauftragte der evangelischen Gemeinde (im Foto links), und Kindergartenleiterin Doris Mülbaier (im Foto 2. v.l.).

Wir hoffen, dass noch viele Spender unserem Beispiel folgen und durch eine Überweisung einen nachhaltigen Beitrag zur Integration in unserer Stadt leisten:
Empfänger: Förderverein der Evang. Kindergärten Wiesloch e.V.
Kennwort: Familienzentrum
IBAN: DE93 6725 0020 0050 0070 73

 

Schülerförderpreis 2015

veröffentlicht: 30. Juni 2015, 7851 mal gelesen, keine Kommentare bisher

Der diesjährige Preis ging an eine Schülerin des Ottheinrich-Gymnasiums. Wir zeichnen damit eine junge Mutmacherin aus, die auf eigenen Wunsch den Preis öffentlich erhielt, um zu zeigen, dass es möglich ist, schwierige Lebenseinschnitte und psychische Belastungen zu meistern.

Der Schülerförderpreis der Bürgerstiftung Wiesloch ist ein besonderer Preis. Er wird nicht, wie das bei den anderen Preisen anlässlich der Schulentlassung ist, an den oder die Beste vergeben; er geht an Jugendliche, die es geschafft haben, trotz schwieriger Bedingungen eine Abschlussleistung zu erzielen, die – gemessen an den Voraussetzungen, so nicht zu erwarten war.

Die Preisträgerin

In diesem Jahr geht der mit 500 Euro dotierte Preis an Maria-Elena Eller. Die Abiturientin am Ottheinrich-Gymnasium erkrankte vor einigen Jahren schwer. Durch eine falsche Anfangsbehandlung und später hinzukommende tiefgreifende familiäre Veränderungen wurde ihr Leiden noch verschlimmert. Trotz der in vieler Hinsicht problematischen Situation und der emotional wie seelisch hoch belastenden Umstände gelang es Maria-Elena, das Abitur mit „gut“ zu bestehen.

Als Maria-Elena von der Entscheidung der Jury erfuhr, war ihre Freude groß. Dr. Johann Gradl, das zuständige Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, war tief beeindruckt, dass Maria-Elena sich ausdrücklich wünschte, den Preis öffentlich im Rahmen der Abiturfeier entgegen zu nehmen. Dr. Gradl sagte dazu in seiner Laudatio: „Man spricht nicht über Leiden des Gemüts, der Seele, der Psyche. Betroffene fühlen sich als Verlierer, als schwache Menschen. Sie, liebe Maria-Elena, gehen offen damit um und machen damit anderen Menschen Mut, indem Sie gezeigt haben, dass es einen Weg zurück in ein normales Leben gibt.“

Die Botschaft

Dr. Gradl führte weiter aus, dass die Botschaft dieser Preisverleihung eine Botschaft der Hoffnung und des Mutmachens sei: „Für die allermeisten von uns hält das Leben viel Gutes, aber eben auch mal Herausforderungen und Schicksalsschläge bereit. Verhindern können wir das nicht. Unser Spielraum liegt einzig und allein in der Haltung, mit der wir solchen Einschnitten begegnen. Und es ist diese Haltung, die wir von Maria-Elena lernen können: Auch wenn alles zusammenzubrechen droht, sich die Hoffnung zu bewahren, den Glauben an die eigene Kraft nicht zu verlieren.“

Maria-Elena sei, so Dr. Gradl weiter, zu einem Vorbild für andere Menschen geworden, denn sie sei eine Mutmacherin. Sie zeige, dass man aus schlimmen Erfahrungen gestärkt hervorgehen und damit Anderen Kraft spenden kann.

Zahlreiche positive Äußerungen zeigten nach der Feier, dass diese Botschaft gut aufgenommen wurde. Insbesondere die Preisträgerin und ihre Eltern bedankten sich herzlich für die einfühlsame und sehr zu Herzen gehende Laudatio von Dr. Gradl.

 

 

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